Vergütung im öffentlichen Dienst

In einer aktuellen Stellungnahme spricht sich der Verband der Restauratoren (VDR) erneut für eine angemessene Bezahlung von Restauratoren aus. Anlass hierfür geben Stellenausschreibungen, deren Vergütungen nicht mit der für das Aufgabengebiet erforderlichen langjährigen akademischen Restauratorenausbildung vereinbar sind.

Foto: Siegfried Fries, pixelio.de

Der Verband der Restauratoren (VDR) hat sich den Schutz und die sachgerechte Bewahrung der Kunst und des Kulturgutes unter Respektierung ihrer materiellen, kulturhistorischen und ästhetischen Unversehrtheit zum Ziel gesetzt. Voraussetzung hierfür ist, dass konservatorisch-restauratorische Aufgaben nur von adäquat qualifizierten Restauratoren ausgeführt werden.

Daher setzt sich der VDR für die Aus- und Weiterbildung ein und definiert durch die eigenen Aufnahmebedingungen, die einen Diplom- oder Masterabschluss in einem Hochschulstudium der Konservierung-Restaurierung oder gleichwertige Qualifikation voraussetzen, den leider bis heute in Deutschland erst in zwei Bundesländern gesetzlich geschützten Berufstitel Restaurator.

In dieser Definition steht der VDR in Übereinstimmung mit den im Dachverband E.C.C.O. vereinigten europäischen Berufsverbänden. Diese haben 2007 einstimmig beschlossen, den Berufszugang auf Niveau 7 (Master) des Europäischen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen (EQR) festzulegen, wie in den „Kompetenzen für den Zugang zum Beruf des Konservator-Restaurators“ innerhalb des EQR ausgeführt ist. Niveau 6 (Bachelor) trifft zu, wenn  noch nicht das für selbstständige Entscheidungen erforderliche Niveau erreicht ist. Besondere Erfahrung oder fundiertes wissenschaftliches Arbeiten entsprechen Niveau 8 (Promotion).

In Übereinstimmung hiermit hat der VDR 2009 ein „Positionspapier zur Neuregelung der Entgeltordnung zum Tarifvertrag der Restauratoren im öffentlichen Dienst (TVöD, TV-L)“  vorgelegt, das besagt, dass sich aufgrund der hohen Verantwortung des Restaurators gegenüber dem Kunst- und Kulturgut sowie seines anspruchsvollen Aufgabenfeldes eine Eingruppierung nicht unter E9  bis E15 nach dem TVöD / TV-L ergibt.

Der Verband behält sich daher ausdrücklich vor, drastisch von den Verbandszielen abweichende Stellenanzeigen nicht auf seiner Website zu veröffentlichen, und wird die Ausschreibenden entsprechend unterrichten.