Deutschland in den ICCROM-Rat wiedergewählt

Vom 27. bis 29. November 2013 fand in Rom im Hauptquartier der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO die 28. Generalversammlung von ICCROM statt, dem Internationalen Studienzentrum für die Erhaltung und Restaurierung von Kulturgut. Delegationen von 89 Mitgliedstaaten sowie Beobachter und Vertreter anderer Länder kamen zusammen, um Berichte über die Umsetzung des Programms von 2012 bis 2013 zu hören sowie um die Aktivitäten und das Budget der Organisation für das nächste Biennium zu diskutieren und zu beschließen.


Im vergangenen Zweijahreszeitraum 2012-2013 profitierten über 100 Länder von ICCROMs Aktivitäten wie zum Beispiel Ausbildungskursen und Think-Tank -Initiativen, darunter Workshops für den Schutz des Erbes in Konfliktgebieten in der arabischen Region oder die Erhaltung von Ton- und Bildaufnahmen mit Hilfe von Smartphone-Technologien.

Der ICCROM Award wurde verliehen, diese Auszeichnung besonderer Verdienste ging in diesem Jahr an Lu Zhou, Professor für Denkmalpflege an der Tsinghua Universität, Peking. Auf der Tagesordnung stand außerdem die Wahl der neuen Mitglieder des ICCROM-Rates durch die Delegierten der Generalversammlung. Stefan Simon, Direktor des Rathgen-Forschungslabors der Staatlichen Museen zu Berlin, hatte als deutsches Mitglied zuletzt von 2005 bis 2013 im ICCROM-Rat erfolgreich die Geschäfte des Studienzentrums mitgestaltet und schied nach zwei aufeinanderfolgenden Kandidaturen nun aus. Als neu gewähltes Mitglied vertritt Birgitta Ringbeck, Denkmalpflegerin und Mitglied im Welterbekomitee der UNESCO, zukünftig Deutschland im ICCROM-Rat.

undefinedICCROM ist eine zwischenstaatliche Organisation und in ihrer Form die weltweit einzige für die Erhaltung und Restaurierung von Kulturgut wie Baudenkmalen und Denkmalbereichen, Museen, Bibliotheken und archivalischen Sammlungen. Die Organisation wurde 1956 auf der UNESCO-Konferenz in Neu Delhi gegründet und ist neben ICOMOS (Internationaler Rat für Denkmalpflege) und IUCN (Weltnaturschutzunion) das beratende Fachgremium des UNESCO Welterbekomitees. ICCROM hat derzeit 133 Mitgliedstaaten. Deutschland ist seit 1964 Mitgliedstaat und seit 1967 durch gewählte Vertreter im ICCROM-Rat aktiv.