Rückblick auf die Messe Monumento in Salzburg

Am Samstag, den 18. Januar 2014 ist die Denkmalpflege-Messe Monumento zu Ende gegangen. Auch der Verband der Restauratoren (VDR) e.V. stellte dort an drei Tagen aus. Zudem kam in Salzburg erstmals das im November 2013 neu gewählte VDR-Präsidium zusammen. Wie es war, darüber berichten wir nachfolgend.

Abb. 1: Das Ende November 2013 neu gewählte Präsidium startete mit einer gemeinsamen Sitzung auf der Monumento ins neue Jahr. Von links: Dr. Jan Raue, Susanne Danter, Christian Leonhardt, Ricarda Holly und Renate Poggendorf.

Abb. 2: Die Monumento stand sowohl Fachleuten als auch interessierten Laien offen. Entsprechend breit informierte der VDR über Beruf, Ausbildung und Verbandsaktivitäten samt VDR-Publikationen.

Abb. 3: Ein engagiertes Team aus VDR-Geschäftstelle und Vertretern der Landes- und Fachgruppen gab Auskunft.

Wer zwischen dem 16. und 18. Januar am Messestand des VDR vorbeikam, den erwarteten gebündelte Informationen. Ob allgemeine Fragen zum Berufsbild oder zur Restaurierung in Deutschland, ob Fragen zu aktuellen Verbandsaktivitäten oder zur akademischen Restauratorenausbildung – ein Team aus VDR-Geschäftsstelle und Vertretern der VDR-Landes- und Fachgruppen gab fundiert Auskunft.

„Stein“ in all seinen Variationen war das Schwerpunktthema der Messe, das sich vor allem im Rahmenprogramm widerspiegelte und das insbesondere Kollegen aus diesem Fachbereich nach Salzburg führte. Diese fanden beim VDR fachlich passende Ansprechpartner, denn sowohl die Fachgruppe Stein als auch die Fachgruppe Wandmalerei waren als Standbetreuer vertreten. Zudem konnten Vertreter der Landesgruppe Bayern bei regionalen Fragen weiterhelfen.

Überhaupt kam es auf der Messe zu regem Austausch zwischen Fachkollegen aus dem In- und Ausland, anderen Professionen, die ebenfalls in der Denkmalpflege tätig sind, und interessierten Denkmaleigentümern, die sich auf der Veranstaltung 'schlau machen' wollten. Entsprechend vielfältig waren die Gespräche.

„Unser Auftritt in Salzburg hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir als Berufs- und Fachverband auf den Messen vertreten sind. Hier können wir die Fachkompetenz der Restauratoren in Denkmalpflege, Museum und Forschung darstellen. Hier kommen wir mit den unterschiedlichsten Leuten in Kontakt, und wir bekommen ein unmittelbares Feedback auf unser Engagement“, berichtet VDR-Präsident Christian Leonhardt. „Daneben – und das ist unser wichtigstes Anliegen –  bieten uns Messen wie die Monumento aber auch eine geeignete Plattform, um für die fachgerechte Bewahrung unseres kulturellen Erbes zu sensibilisieren. Denn nur qualifizierte Fachleute sollten an unwiederbringlichen Kulturgütern und an wertvoller Kunst Hand anlegen“, betont Leonhardt. „Nach wie vor ist der Beruf „Restaurator“ nicht gesetzlich geschützt. Das ist ein dringendes Desiderat – und das müssen wir vor allem Öffentlichkeit, Politikern und Auftraggebern unbedingt vermitteln.“

Der fehlende Berufstitelschutz, aber auch viele weitere Themen standen somit auch auf der Agenda der ersten gemeinsamen Präsidiumssitzung, die auf dem Messegelände stattfand. Hierbei wurden Aufgaben verteilt und Pläne geschmiedet, die nun Schritt für Schritt umgesetzt werden sollen.

Aber auch der grenzübergreifende Austausch wurde gesucht. So kam es in Salzburg zu einem gemeinsamen Treffen zwischen dem VDR-Präsidium und den Vorsitzenden des österreichischen und schweizerischen Restauratorenverbandes ÖRV und SKR. „Dieses Treffen war für uns etwas ganz Besonderes. Wir konnten uns über gemeinsame Anliegen austauschen und Ideen für die Zukunft generieren“, freut sich Leonhardt. „Alles in allem war die Monumento für uns also eine spannende Messe. Und das nicht nur aufgrund unserer erstmaligen Teilnahme. Die hohe fachliche Qualität der Aussteller, die angenehme Atmosphäre und vor allem auch die internationale Kontaktpflege machte die Messeteilnahme für uns zu einem besonderen Erlebnis.“

 

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