Ausstellung "Mit Verstand und Hand. Arbeitsplatz: Objektrestaurierung"

Vom 1. bis 24. April zeigt die Sonderausstellung "Mit Verstand und Hand" wie man Restaurator oder Restauratorin werden kann und welche Fähigkeiten für diesen Beruf nötig sind. Veranschaulicht wird dies am Beispiel eines Blasebalgs. Veranstalter ist das LWL-Freilichtmuseum Hagen in Kooperation mit dem Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft (CICS) der Fachhochschule Köln.

  

Die Sonderausstellung befasst sich mit dem Restauratorenberuf und der Ausbildung zur Restaurator/zum Restaurator, wie sie das Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft der Fachhochschule Köln definiert. Am Beispiel der Objektrestaurierung wird der Frage nachgegangen, welche Fähigkeiten für Restaurierungsarbeiten nötig sind. Beispiele aus dem Lehrbetrieb der Studienrichtung „Objekte aus Holz und Werkstoffen der Moderne“ (HOM) behandeln Kernthemen der Konservierung-Restaurierung, so z.B.: Verschiedenartigkeit der Objekte und Wertbegriffe, Zeit, Präzision, Geschicklichkeit, Verantwortung, ethisches Handeln u.v.m.

Anlass der Ausstellung war die Präsentation eines Blasebalgs des 18. Jahrhunderts aus dem Sammlungsbestand des LWL-Freilichtmuseums Hagen, der nach der Konservierung durch einen Studenten im Rahmen seines Bachelor-Studiums am CICS erstmalig der Öffentlichkeit gezeigt wird.

Dieser Sitzblasebalg bildet den Schwerpunkt der Schau. Verwendet wurde er vermutlich in einer Schmiede. Sein Zustand hatte sich durch die dortige Luftverschmutzung und durch mechanische Beanspruchung sowie auch während der späteren Lagerung verändert. Eine dicke Rußschicht sowie Staub hatten sich abgelagert. Der Blasebalg zeigte zudem leichte Abriebspuren, er hatte Ausfluglöcher von holzzerstörenden Insekten und Risse am ledernen Balg, gering weißen Schimmel in den Falten sowie rostige Metallteile.

Ziel der Restaurierungsarbeit war der Erhalt der vorhandenen Substanz und deren Sicherung bei gleichzeitigem Erhalt der Gebrauchsspuren aus der Schmiede.

Die einzelnen Arbeitsschritte der Objektrestaurierung – Untersuchen, Planen, Konservieren-Restaurieren – werden aber nicht nur am Blasebald verdeutlicht. Auch an weiteren Arbeiten von Studierenden des CICS (Cologne Institute of Conservation Sciences) werden sie gezeigt.

Die Schau richtet sich insbesondere auch an Schüler/Schülerinnen und am Studium Interessierte. Lehrende und Studierende werden am 13.04.2014 im Rahmen eines Aktionstags von 13 bis 17 Uhr Einblicke in die praktische Arbeit der Restaurierung-Konservierung geben und dem Publikum Rede und Antwort stehen. Ab 13 Uhr findet eine „Objektsprechstunde“ statt, in der Besuchern des Museums die Gelegenheit einer kurzen Inspektion mitgebrachter Objekte gegeben wird. Ab 14 Uhr werden Führungen durch die Ausstellung angeboten.

Ort: Wechselausstellungsgebäude des LWL-Freilichtmuseums Hagen – Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik, Mäckingerbach, D 58091 Hagen

Dauer: 01.04.2014 – 24.04.2014

Informationen: Andreas Krupa Dipl.-Rest. (FH) M.A., Fachhochschule Köln, Cologne Institute of Conservation Sciences (CICS)

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