Hornemann Institut aktiv bei Hildesheimer „Kultur-Spitzen“

Mit der Gründung des Bistums Hildesheims im Jahr 815 wurde auch die Basis für eine der ältesten und kulturell weit ausstrahlenden Siedlungen Norddeutschlands gelegt: Hildesheim. Anlässlich des Stadt- und Bistumsjubiläums 2014/15 haben sich seit letztem Jahr sieben Hildesheimer Institutionen zu den Hildesheimer „Kultur-Spitzen“ zusammengefunden: Gemeinsam ist ihnen, dass sie Hildesheimer Kulturerbe wissenschaftlich erforschen, pflegen und vermitteln Das Hornemann Institut der HAWK bietet hierbei von Oktober 2014 bis Januar 2015 regelmäßig Vorträge zur Restaurierung und Denkmalpflege an.
  

Cover des Faltblatts "Kultur-Spitzen"

Geografisch liegen die sieben beteiligten Institutionen eng beieinander und verbinden die mittelalterliche Domburg mit dem mittelalterlichen Rathaus. Da sie auf dem Stadtplan ein Dreieck umschreiben, kamen sie zu ihrem Namen, den „Kultur-Spitzen“, wobei angesichts der zu betreuenden hochkarätigen Kulturschätze die Umkehrung der Substantive als „Spitzen-Kultur“ ein gern gesehener Nebeneffekt war.

Als erster Schritt auf dem Weg einer besseren Vernetzung hat die Gruppe ein erstes undefinedFaltblatt mit einer Kurzdarstellung der Institutionen und ihren vielfältigen Angeboten zum Bistums- und Stadtjubiläum herausgegeben, dass in allen beteiligten Institutionen ausliegt.

Bistumsarchiv und Stadtarchiv verwahren Schriftgut der Bistums- bzw. der Stadtverwaltung, das von mittelalterlichen Urkunden über amtliche Kirchen- bzw. Stadtbücher, über Akten und Dateien bis zu Fotos, Filmen und Tondokumenten reicht. Beide Institutionen bieten zum Jubiläum Kabinettausstellungen und Vortragsreihen an.
Die Dombibliothek ist die älteste Bibliothek Norddeutschlands und verfügt über einen umfangreichen Buchbestand, dessen besonderer Schatz zahlreiche berühmte mittelalterliche Handschriften und Inkunabeln sind. Während der 64 Wochen des Jubiläums bekommen die Besucher hier jede Woche ein anderes Objekt zur 1200jährigen Geschichte von Stadt und Bistum computergestützt erläutert.
Die Sammlung des Roemer- und Pelizaeus-Museum (RPM) ermöglicht eine Reise durch die Kulturen der Welt, weltberühmt ist seine ägyptologische Sammlung. Zum Jubiläum, vom 31. März bis 4. Oktober 2015 präsentiert das RPM in der Ausstellung „Die Wurzeln der Rose“ die ersten fünf Jahrhunderte der Entwicklung Hildesheims. Neue archäologische Funde und kostbare Exponate zeichnen den Weg vom Bischofssitz zur Bürgerstadt. Im Stadtmuseum erleben die Besucher die weitere Geschichte und die Geschichten der Stadt Hildesheim vom Mittelalter bis in die Neuzeit.
Das Hornemann Institut der HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen fördert den weltweiten Wissenstransfer im Bereich Erhaltung von Kulturerbe sowie die Fortbildung von RestauratorInnen und DenkmalpflegerInnen. Zum Jubiläum lädt es alle Interessierten im Rahmen des Hornemann Kollegs zu Vorträgen rund um die Erhaltung von UNESCO Welterbestätten ein.
Das Dommuseum, das ab April 2015 mit viel Objekten in größerem Räumen wieder eröffnet wird, beherbergt wertvolle kirchliche Kunstwerke vom Mittelalter bis in die Neuzeit, darunter die herausragenden Kunstwerke des Domschatzes aus dem 11. bis 13. Jahrhundert.

Hintergrund dieser neuen Allianz ist das Bestreben nach engerer wissenschaftlicher Zusammenarbeit und fachlichem Austausch auf kurzen Wegen, von der auch die Restaurierungsstudenten der HAWK profitieren werden. „Ich hoffe, dass diese regelmäßigere  Zusammenarbeit dazu führt, dass noch mehr unser er Studierenden in Praktika, Projektwochen oder Abschlussarbeiten sich mit Hildesheimer Kunstschätzen auseinandersetzen“, erläutert Dr. Angela Weyer vom Hornemann Institut ihr Engagement für die Gruppe.

Ein Beispiel für die gute wissenschaftliche Vernetzung ist das sogenannte Forum Kunst des Mittelalters, das Dommuseum und Hornemann Institut in Kooperation mit dem Deutschen Verein für Kunstwissenschaft im September 2015 in Hildesheim veranstalten. Es handelt sich dabei um einen internationalen Kongress, bei dem sich Kunsthistoriker und Restauratoren aus zahlreichen Ländern mit neuen Forschungen zur Kunst bis etwa 1250 austauschen.

Hier geht es zum umfangreichen undefinedKultur-Programm zum Bistums- und Stadtjubiläum.

Quelle: Pressemeldung Hornemann Institut der HAWK