Erste Bilanz von "Kunst auf Lager"

Das Interesse ist enorm und die erste Bilanz von "Kunst auf Lager" kann sich sehen lassen: Über 1,2 Millionen Euro wurden seit dem Start des neuen Bündnisses zur Erschließung und Sicherung von Museumsdepots für bundesweite Förderprojekte bewilligt. Unterstützt werden vor allem „Rettungseinsätze“ in den Bereichen Restaurierung, Konservierung und Inventarisierung sowie Baumaßnahmen und die Verbesserung der Infrastruktur. Schimmel und Gifte, Beschädigungen, Verschmutzungen, eine unzureichende Lagerung oder Umzüge haben vielen einzigartigen Kulturschätzen in den Depots oft stark zugesetzt.

KUNST AUF LAGER Im Depot; Foto: Silke Lachmund, mit freundlicher Genehmigung der Berlinischen Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur

Dem neu gegründeten Bündnis gehören derzeit zwölf private und öffentliche Stiftungen an, die sich bereits seit Jahren für die Erschließung, Erforschung und Sicherung öffentlicher Sammlungen einsetzen und ihrem Engagement seit Februar eine gemeinsame Stimme geben. Fünf Stiftungen legen jetzt ihre jüngsten Förderentscheidungen vor, weitere werden im Laufe des Jahres folgen. Dabei reicht das Spektrum der wertvollen Kulturgüter von 180 Millionen Jahre alten Saurierfossilien, einzigartigen Vasen der Antike und bedeutenden mittelalterliche Skulpturen und Malereien über Bibliotheksschätze aus der Reformationszeit, einem barocken Modell des Salomonischen Tempels und fernöstlichen Kostbarkeiten bis hin zu DDR-Architekturentwürfen und Schlüsselwerken der Nachkriegszeit und Gegenwart.

Die Fördermaßnahmen richten sich an Kunstmuseen ebenso wie an Heimat- und volkskundliche, naturwissenschaftliche und technische Museen. Durch die Aufarbeitung, Instandsetzung und wissenschaftlichen Erforschung der wertvollen Objekte wird ihre Erst- oder Neu-Präsentation in Museen und auf Online-Portalen erst möglich. "Kunst auf Lager" möchte das Thema in die Öffentlichkeit tragen, weitere Förderer motivieren, sich dem Bündnis anzuschließen und Politik und Verwaltung davon überzeugen, Zeit und Geld in die nicht sichtbaren Fundamente der Museen zu investieren. Der Aufruf trägt auch hier erste Früchte: Bei nächsten Koordinationstreffen im September in Ludwigsburg sollen neue Bündnispartner aufgenommen werden.

undefinedFörderentscheidungen im Rahmen von "Kunst auf Lager" (PDF)

 

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