Seminar zum Erkennen von Tiefdrucktechniken verschoben

Das zweitägige Seminar „Erkennungsmerkmale künstlerischer Techniken des Tiefdruckes“, das am 13. und 14. Februar stattfinden sollte, wird verschoben und voraussichtlich im Herbst 2015 noch einmal angeboten. Sobald ein exakter Termin feststeht, werden Sie über die VDR Homepage und die Fachgruppe informiert. Diejenigen, die sich bereits zum Seminartermin im Februar in Coburg angemeldet und die Kursgebühr angewiesen haben, erhalten Ihre Beträge schnellstmöglich von der Buchhaltung der VDR Geschäftsstelle zurück.

Bild: Kunstsammlungen der Veste Coburg

 

Demnächst lädt der VDR zu einem Seminar in die Veste Coburg ein. Beim diesem Seminar lernen die Teilnehmer verschiedene Tiefdrucktechniken wie Mezzotinto, Crayonmanier, Aquatinta, englische Punktiermanier, Mischtechniken und  Sondertechniken kennen.

Historischer Hintergrund und Bedeutung des Tiefdrucks
Der steigende Wunsch nach Reproduzierbarkeit von Kunstwerken im 18. Jahrhundert und nach Verbreitung kultureller, wissenschaftlicher, religiöser und politischer Illustrationen gab der Radierung und dem Kupferstich die führende Rolle in der europäischen Druckgraphik. Eine Vielzahl von Ausdrucksmöglichkeiten und technischen Raffinessen entwickelten Künstler und auch „Dilettanten“ in der Reproduktionsgraphik.

„Fac – simile“ – mach es ähnlich – diese beherrschende Idee brachte einen nie zuvor da gewesenen Erfindungsreichtum graphischer Verfahren innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes. Aufbauend auf die Errungenschaften Dürers, Rembrandts, Callots und Bosses konnten sich solche Techniken ausbilden.

Damit wurde das dem Tiefdruck typische Erscheinungsbild von Strichlagen mit flächigen, kreidigen oder aquarellierten Gestaltungsformen bereichert. Der Einsatz von Werkzeugen artverwandter Techniken der Metallbearbeitung, die Entwicklung neuer Werkzeuge und das Experimentieren mit gebräuchlichen chemischen Mitteln verband diese Kunstform mit dem Handwerk und der wachsenden Naturwissenschaft. Die auf Materialforschung basierenden Entwicklungsprozesse leiteten neue Wege in der Kunst und der Illustration ein.

Mit diesen Erfindungen sollte eine optische Nähe der Druckgraphik zu gezeichneten oder gemalten Vorbildern geschaffen werden. Bei all den erzielten Ähnlichkeiten behielten aber die „Reproduktionen“ einen eigenen, unverwechselbaren Charakter.

Analog der Mal- und Zeichentechniken der jeweiligen Vorlagen entwickelten sich die Mezzotinto oder Schabkunst als erste, gefolgt von der  Crayon- und Punktiermanier sowie der Aquatinta.

Inhalte des Seminars:
In diesem Seminar werden die Entwicklungen und vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten dieser graphischen Techniken erklärt. Eine Auswahl von Druckgraphiken aus dem Kupferstichkabinett der Kunstsammlungen der Veste Coburg soll typische Merkmale dieser Verfahren verdeutlichen. Dabei bekommen die Teilnehmer in Zweiergruppen eine oder mehrere Graphiken nacheinander vorgelegt, an denen die Identifikation der unterschiedlichen Techniken - von Aquantina bis hin zur englischen Punktiermenier  - geübt werden.
Mitzubringen sind Lupen und Stoffhandschuhe.

Zeit: Termin im Februar entfällt und wurde verschoben auf Herbst 2015!
Ort: Kupferstichkabinett der Kunstsammlungen der Veste Coburg
Seminarleiter: Restaurator Wolfgang Schwahn
Teilnehmer: max. 15
Zielgruppe: Restauratoren der Fachgruppe Grafik, Archiv- und Bibliotheksgut und benachbarte Disziplinen

Anmeldung:
Die Anmeldung steht bereit sobald ein neuer Termin feststeht!

Teilnahmegebühren:
Frühbuchertarif:
115,00 € VDR-Mitglied (130,00 Nichtmitglied)
90,00 € Student/Praktikant im VDR (100,00 Nichtmitglied)
Spätbucherrabatt:
130,00 € VDR-Mitglied (150,00 € Nichtmitglied)
105,00 Student/Praktikant im VDR (115,00 Nichtmitglied)

Kontakt:
Für inhaltliche Rückfragen:
Seminarleiter Wolfgang Schwahn:undefinedschwahn(at)kunstsammlungen-coburg.de
Für Fragen zu Anmeldung:
VDR-Geschäftsstelle, Christian Salk: undefinedsalk(at)restauratoren.de