Forschung und Restaurierung zu Monet

Am 11. März lief in Frankfurt die Ausstellung „Monet und die Geburt des Impressionismus“ an, die bedeutende Werke aus der Sammlung des Städel Museums zeigt. Im Vorfeld der Ausstellung hat die Abteilung für Gemälderestaurierung des Städel 15 impressionistische Werke aus dem eigenen Sammlungsbestand einer umfassenden maltechnischen Untersuchung unterzogen.

  

Restauratoren des Frankfurter Städel machen ihre Forschungsergebnisse öffentlich zugänglich.

Für die aktuell laufende Monet-Ausstellung wurden 15 Gemälde untersucht, einige von ihnen konserviert und restauriert. Fotos: Städel Museum

Die mithilfe von optischen und strahlendiagnostischen Methoden wie Mikroskop, UV-, Infrarot- und Röntgenstrahlen erlangten Ergebnisse bereichern das Projekt um eine fundierte gemäldetechnologische Perspektive. Dank der vorausgegangenen Untersuchungen lässt sich unter anderem erstmals die komplexe Bildgenese von Monets Mittagessen aus den Jahren 1868/69 (Abbildung rechts) nachvollziehen. Auf dem Röntgenbild in der linken Bildhälfte sind die Kompositionsveränderungen während des Werkprozesses zu sehen. Die am Fenster stehende Besucherin schaut in der sichtbaren Version in den Raum, bei den übermalten früheren Varianten richtet sie den Blick aus dem Fenster, einmal stehend und einmal am Tisch sitzend.

QR-Codes zur Vermittlung von Hintergründen in der Ausstellung

Die Untersuchungsergebnisse sind im begleitenden Ausstellungskatalog publiziert. Zudem können Besucher in der Ausstellung bei sieben ausgewählten Werken mittels eines QR-Codes direkt auch online ausführliche Informationen zu den gemäldetechnologischen Untersuchungsergebnissen erhalten. 

Für alle, die unabhängig von einem Ausstellungsbesuch Einblick in die Forschung erhalten möchten, stehen die Texte und Bilder auch auf der Website des Museums zur Verfügung.

Hier geht es zur undefinedProjektseite "Forschung und Restaurierung. Sieben Gemälde der Monet-Ausstellung"

Begleitende Vorträge

Im Rahmen der Schau bietet das Museum verschiedene undefinedVorträge. Am Donnerstag, den 21.05. um 19:00 Uhr wird es einen Vortrag über Monets Mittagessen geben: "Das Private als Provokation. Monets „Mittagessen“ aus kunsthistorischer Perspektive und die technologische Untersuchung des Gemäldes" mit Dr. Felix Krämer (Sammlungsleiter Kunst der Moderne, Städel Museum) und Eva Bader (Diplom-Restauratorin (FH), Städel Museum).

Die undefinedAusstellung ist noch bis zum 21. Juni 2015 zu sehen.