VDR-Vorstand kam zu seiner 30. Sitzung zusammen

Zwei Mal jährlich treffen sich die Vorsitzenden der Fach-, Landes- und Interessengruppen mit dem Präsidium. Zusammen bilden sie den 37-köpfigen Vorstand des VDR und somit die Interessenvertretung der gesamten Mitgliedschaft, die sich über dringliche Themen austauscht und diese diskutiert. In diesem Jahr kam der Vorstand zu seinem zweiten Treffen am 13. und 14. Juni in Bonn zusammen. Auf der umfangreichen Tagesordnung standen aktuelle Themen ...

  

Nach dem ersten Sitzungstag

erhielten die Vorstandsmitglieder eine Führung

durch die Dauerausstellung des Universitätsmuseums Bonn.

Fotos: Tatjana Held

..., darunter die Überarbeitung und der Ausbau der VDR-Website, die rechtlich-finanzielle Situation der VDR-Publikationen, die Zusammenarbeit mit den Hochschulen sowie die Fortführung der Bemühungen um einen flächendeckenden Berufstitelschutz. Daneben berichteten die Gremien wie immer von ihren Tätigkeiten seit der letzten Sitzung und über anstehende Veranstaltungen. Zudem stimmten die Vorstandsmitglieder über die Aufnahme neuer Mitglieder ab.

Ein erster Schritt zum neuen Online-Auftritt des VDR ist vollzogen

Wie schon länger bekannt, überarbeitet der VDR derzeit seinen Online-Auftritt. Im Zuge dessen wird die bestehende Website www.restauratoren.de neu strukturiert und modernen Gegebenheiten angepasst. Benutzerfreundlichkeit wie z.B. die Kompatibilität mit Tablets und Smartphones oder eine unkomplizierte Benutzerführung stehen dabei genauso im Vordergrund wie die dringend erforderliche technische Verjüngung. Auf der Sitzung informierte die Geschäftsstelle über den Status quo: Die Überarbeitung des bestehenden Website-Angebots sei im Gang und werde voraussichtlich bis Herbst abgeschlossen sein.
Ergänzend zur bestehenden Website ist in den letzten Monaten  zudem ein neues, zusätzliches Online-Portal undefinedwww.forum-restaurierung.de entstanden. Damit hat der Verband eine Grundlage geschaffen, künftig Tagungspublikationen schnell und unkompliziert in Form von E-Books, Druckerzeugnissen sowie Videos und Podcasts bereitzustellen. Es sind bereits einige Inhalte vorhanden, die in den kommenden Monaten und Jahren stetig Zuwachs erhalten sollen. Zudem sind Bestellungen der jüngsten VDR-Publikationen jetzt über den Online-Shop möglich. Nach und nach werden dort auch alle älteren, verfügbaren Publikationen des VDR und seiner Vorgängerverbände eingepflegt, sodass diese nicht mehr per Bestellzettel geordert werden müssen. Auch ist geplant, dass auf der neuen Plattform in den nächsten Monaten ein lebendiges Diskussionsforum entstehen soll, das mit wichtigen Basisinformationen aufwartet. „Die Website hat ein recht großes Entwicklungspotenzial. Es wird weiter wachsen, nicht nur um Inhalte, sondern auch um weitere Funktionen. Wir freuen uns darauf!“, berichtete Patricia Brozio, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im VDR.

Optimierung der VDR-Publikationen

Insbesondere über den Bereich der VDR-Publikationen wurde auf der letzten Vorstandssitzung viel und angestrengt diskutiert. Dabei ging es weniger um die Qualität und Inhalte der Veröffentlichungen als vielmehr um rechtliche und finanzielle Hintergründe, die dringend zu klären sind. Über die genauen Hintergründe berichtet VDR-Vizepräsident Jan Raue im undefinedInterview.
Die Bewertung der Qualität und Inhalte der VDR-Veröffentlichungen lag im Juni in den Händen der Mitglieder. Hierzu hatten Präsidium und Geschäftsstelle eine Online-Umfrage auf den Weg gebracht, die binnen eines Monats zu über 520 Rückmeldungen führte und nun ausgewertet wird. Die Ergebnisse dieser Umfrage lagen zur Vorstandssitzung noch nicht vor, jedoch war die Neugierde darauf unter allen Beteiligten sehr groß, da man sich hieraus Anregungen für inhaltliche Verbesserungen und auch für eine rechtlich und finanziell optimierte Neustrukturierung erhoffte. Einigkeit unter allen anwesenden Vorstandsmitgliedern herrschte darüber, dass man die bestehenden Medien des VDR beibehalten wolle, dazu gehören Website, Newsletter, Themenbände und vor allem auch die wissenschaftliche Fachzeitschrift „Beiträge“,  die mit gleichbleibender Qualität auch in Zukunft erscheinen soll.

Neuigkeiten zum Berufstitelschutz

Im Laufe des vergangenen Jahres fanden zwischen Gremien des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) und Präsidiumsmitgliedern des VDR eine Reihe von Treffen statt, aus denen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Gesetzesinitiative für den Berufstitelschutz hervorgingen. Anlass für diese Treffen war die kritische Einschätzung des ZDH, dass die Bemühungen des VDR um eine Ausweitung des Berufstitelschutzes wirtschaftliche Interessen der Restauratoren im Handwerk tangieren. Der VDR-Vorstand beriet sich hierzu bereits im März und erarbeitete eine konstruktive Lösung, die das Präsidium in die weiteren Gespräche mit dem ZDH mitnahm. Bei der Vorstandssitzung im Juni berichtete das Präsidium über die neuen Entwicklungen. Obwohl neun von elf Änderungswünschen im Gesetzesentwurf umgesetzt wurden kam es zu keiner Einigung in der Sache. In einer undefinedStellungnahme des VDR sind die Hintergründe genauer nachzulesen.

Berichte aus den Gremien

Neben diesen großen Themen berichteten Präsidium und Gremiensprecher wie bei jeder Sitzung über ihre Aktivitäten, die sie seit dem letzten Treffen im März wahrgenommen haben. Auch stellten sie die für 2015 und 2016 anstehenden Tagungen und Seminare vor. Dazu gehören der undefined9. Restauratorentag des VDR in Wittenberg (7.-9.10.2015), die Tagungen „undefinedTransparente Oberflächen auf Holz" (6.-7.11.2015), „undefinedVom Drunter und Drüber – Techniken der archäologischen Spurensicherung“ (13.-16.04.2016) sowie die Seminare zum Vergaberecht und zur Existenzgründung, die bereits in diesem Jahr erfolgreich stattgefunden haben und Anfang 2016 neu aufgelegt werden.
Wie bei jeder Sitzung stimmten die Vorstandsmitglieder über die Aufnahme neuer Mitglieder ab, die sich über den sogenannten „Genieparagraphen“ um eine Mitgliedschaft beworben hatten.

Der VDR-Vorstand freute sich über folgende Neuzugänge: Als ordentliches Mitglied ist Sonja Jill Müller neu hinzugekommen. Als korrespondierende Mitglieder darf der VDR die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Mathias Conrads  und John Berg begrüßen. Es gab einen Applaus: „Willkommen im VDR!“