9. Restauratorentag: Kunstwerke der Reformation

Für viele recht abgelegen, und doch ganz zentral im Hinblick auf das Thema „Kunstwerke der Reformation“ – so lässt sich die Lutherstadt Wittenberg wohl am ehesten beschreiben. In dem beschaulichen Städtchen, das derzeit durch eine Vielzahl von Touristen belebt wird, traf man vom 7. bis 10. Oktober 2015 auf viele bekannte Gesichter aus der Restauratorengemeinde, die alle gekommen waren, um am 9. Restauratorentag und der 14. Mitgliederversammlung des VDR teilzunehmen.

Eindrücke aus Wittenberg:

Exkursion nach Dessau und Wörlitz

mit zahlreichen Werken aus der Cranach-Werkstatt

Feierliche Eröffnung mit Politikern

in der Stadtkirche Wittenberg

und mit anschließendem Empfang und

mit kleiner Stärkung nach einem langen regnerischen Tag.

Einführung in die Vortragstage durch den VDR-Präsidenten

Auditorium in der Leucorea

Die ersten Vorträge widmeten sich Stätten der Reformation

darunter auch die Schlosskirche mit der "Thesentür".

Auch war das Lutherdenkmal in Wittenberg Thema eines Vortrags.

Ein Podiumsgespräch zu Kirche und Denkmalpflege schloss die Vorträge ab.

Die Mitgliederversammlung beginnt. Das alte Präsidium stellt seine Tätigkeiten im Verbandsjahr 2014/15 vor.

Es wird diskutiert und gefragt.

Nach einer Pause geht es weiter.

Das alte Präsidium wird verabschiedet.

Ein neues Präsidium wird mit großer Mehrheit gewählt.

Schön war es in Wittenberg!


Was verbindet die Restaurierung mit der Reformation? Spannende Antworten auf diese Frage lieferten Kolleginnen und Kollegen aus Restaurierung und benachbarten Disziplinen. Über eine bunte Tagung mit rotem Faden berichtet Gudrun von Schoenebeck.

Tag 1: Mit nassen Hosenbeinen, guter Laune und politischem Zuspruch

Regnerisch und frisch begrüßte Sachsen-Anhalt seine Besucher am ersten Veranstaltungstag. Und so stieg mancher Exkursionsteilnehmer mit nassen Hosenbeinen, aber dennoch gut gelaunt, in einen der Reisebusse, die nach Dessau und Wörlitz oder alternativ nach Torgau und Mühlberg fuhren. Während Robert Hartmann auf der ganztägigen Tour nach Dessau-Wörlitz zusammen mit weiteren Restauratoren und Kuratoren tiefere Einblicke in Werke Cranach d.J. und d.Ä. gab, führten auf der anderen Tour die Restauratorinnen Nadja Kühne, Mechthild Noll-Minor und Susann Wilhelm durch das Schloss Hartenfels in Torgau und stellten die Restaurierung der ehemaligen Propstei des Klosters Mühlberg vor. Viel gab es zu sehen und auch zu hören, sodass es auch in den Bussen nicht langweilig wurde, in denen die restauratorischen Reiseleiter die Zeit für Erklärungen und Fragen, aber auch für die Bestellung einer wohlverdienten, warmen Mahlzeit am Mittag nutzten.

Unterdessen gab es ebenfalls Programm in Wittenberg selbst, wo die Restauratoren Dirk Knüpfer, Uwe Rähmer und Wanja Wedekind in Stadtkirche, Schlosskirche und Lutherhaus ihre Sanierungs- und Restaurierungsprojekte zu zentralen Stätten der Reformation vorstellten, und die Teilnehmer grüppchenweise auch Teile der großen Landesausstellung zu Lucas Cranach d.J. zu sehen bekamen.

Stimmungsvolle Eröffnung in der Stadtkirche

Für die stimmungsvolle Eröffnung am Abend hätte es dann wohl kaum einen passenderen Ort geben können als die Wittenberger Stadt- und Pfarrkirche, die als Martin Luthers Predigtkirche eng mit dem reformatorischen Geschehen in Wittenberg verbunden ist. Und hier ist noch heute der jüngst restaurierte Reformationsaltar von Lucas Cranach d.Ä. und seinem Sohn Lucas Cranach d.J. aus dem Jahre 1547 zu sehen.

VDR-Präsident Christian Leonhardt war der erste Redner des Abends. Es sei der nunmehr 9. Restauratorentag des VDR, der sich in diesem Jahr einem Thema widme, das bundes- und weltweit Menschen bewegt: dem 500jährigen Reformationsjubiläum. Auf Aufforderung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien habe sich der VDR die Beantwortung der folgenden Frage zum Thema gemacht: „Wie lassen sich Luther und seine Zeit unter den Vorzeichen der Erhaltung des kulturellen Erbes angemessen darstellen?“  und eine Veranstaltung entwickelt, in der Restauratoren ihre Restaurierungsprojekte und Forschungsergebnisse zu Zeugnissen der Reformation vorstellen. Dabei sei es ein großes Anliegen gewesen, mit der Veranstaltung nicht nur dem Bedürfnis eines fachlichen Austausches nachzukommen, sondern darüber hinaus auch die zentrale Rolle von Restauratorinnen und Restauratoren bei der Bewahrung unseres kulturellen Erbes der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Leonhardt betonte hierbei, dass sich die Leistungen der Restauratoren gerade in Sachsen- Anhalt und im Kontext der Zeit Martin Luthers hervorragend abbilden lassen. Sie beschäftigen sich mit Dingen, für deren Erhaltung immer weniger Mittel zur Verfügung stehen, die uns aber oftmals ungeahnte Einblicke in unsere gemeinsame Geschichte geben und Identität stiften können: Sakralgegenstände zum Beispiel, die eine Brücke schlagen zwischen den Menschen des Mittelalters und unserer heutigen Gesellschaft. Solche Brückenschläge wolle man an den folgenden zwei Vortragstagen unternehmen. Dass der VDR für dieses Thema zu Gast in Sachsen-Anhalt sei, sei nicht nur thematisch passend. Eine große Freude sei es zudem, da dieses Bundesland eine Vorreiterrolle in der Kulturguterhaltung einnehme, denn es sei eines von zwei Bundesländern, in dem der Berufstitelschutz für Restauratoren gesetzlich geregelt sei. Hierfür dankte er dem Kultusministerium, das einen Redner zur Tagung gesandt hatte.

Staatssekretär Hofmann: "Restauratoren sind Nachhaltigkeitsgestalter"

Dr. Jan Hofmann, Staatssekretär im Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, überbrachte  in seiner Rede den „Dank, den Respekt und die Anerkennung an die Restauratoren aus Perspektive der Landesregierung“. Besonders in Sachsen-Anhalt sei die „Arbeit der Restauratoren angesichts der Weltkulturerbestätten von herausragender Bedeutung“. „Die Restauratoren sind Nachhaltigkeitsgestalter“, sagte Hofmann. Darüber hinaus dienten Fachtagungen wie der Restauratorentag für den Einzelnen nicht nur als Wissenszuwachs, sondern wären auch wichtig als Kommunikationsbörse und für die Netzwerkbildung.

Und schließlich freute sich auch Jochen Kirchner, der als Bürgermeister für Stadtentwicklung, Gebäudemanagement und öffentliches Bauen in der Lutherstadt Wittenberg zuständig ist, über den Restauratorentag in seiner Stadt. Für Sachsen-Anhalt, als Bundesland mit der höchsten Unesco-Welterbe-Dichte sei dies besonders bedeutsam. „Wir reflektieren 500 Jahre und schauen zugleich in die Zukunft“, sagte Kirchner.

Anschließend ging es von der Stadtkirche in den benachbarten Katharinensaal, wo bereits ein kleines Büffet auf die Restauratoren  und ihre Gäste wartete.

Tag 2: Restauratoren berichten über Stätten der Reformation und Liturgie im Wandel

Nach einer kurzen Begrüßung durch VDR-Präsident Christian Leonhardt  befasste sich Dr. Burkhard Kunkel im Eröffnungsvortrag  „Werk und Reformation. Zwischen Überlieferung, Bewahrung und Vermittlung – eine Herausforderung für Historiker, Denkmalpfleger und Restauratoren“ mit denkmalpflegerischen und restauratorischen Fragen zum Begriff des Originals. Wo liegen die historische Richtigkeit und die denkmalpflegerische Rechtmäßigkeit im Umgang mit der materiellen Vielfalt? Und welche Rolle spielt der Kontext, in dem bestimmte Deutungen vorgegeben und andere verdrängt werden? Für Kunkel war klar, dass die Kontinuität einer ständigen Nutzung den Zustand des Originals permanent verändert. „Einen Originalzustand gibt es praktisch gar nicht und er kann auch nicht hergestellt werden.“ Das, was wir heute als Original begreifen würden, besitze ein Eigenleben und jeder neue Fund sei ein Korrektiv für die bisherigen Deutungen. Dies sollten sich Restauratoren immer wieder klar machen und den gesellschaftlichen Kontext und Bedeutungsrahmen anerkennen.

Es gebe die Notwendigkeit eines fachübergreifenden Blicks auf die Werke und deren Vitalität und jeder dieser Blicke stelle nur eine von vielen Lesarten dar.  Kunkel warnte außerdem davor, Kulturgüter rein ästhetisch zu betrachten. Mit einer rein ästhetischen Sichtweise würden die Werke ihres Kontextes beraubt  und zur bloßen historischen Erinnerung. „Dann verlieren sie ihre Bedeutung.“ Im Grunde seien es die historischen Brüche in einem Werk, die es für den Restaurator besonders interessant machten.  „In die Vergangenheit können wir jedoch nicht zurück und so weiß niemand, ob unsere heutigen Entscheidungen auf historisch-konservatorischer Ebene für spätere Generationen noch nachvollziehbar sein werden.“

Stätten der Reformation

Nach dieser Einführung führte Robert Hartmann als Moderator durch den ersten Themenblock. Dieser widmete sich Stätten der Reformation, darunter der Schlosskirche Wittenberg, an der Luther der Überlieferung nach seine 95 Thesen verkündete und anschlug. Dabei stellte Restaurator Uwe Rähmer die restauratorische Fachplanung vor, bei der eine umfangreiche Bestandserfassung und Schadensanalyse Grundlage für die anschließenden konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen waren. Das Projekt erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Architekten, Gutachtern und weiteren Fachplanern. Einer von ihnen, Dr. Steffan Scheffler, gab Einblicke in die Klimaplanung und damit verbundene Heiz- und Lüftungstechnik.

Auch zur Stadtkirche Wittenberg gab ein interdisziplinäres Team aus Bauforscherin, Architekt und Restaurator Einblicke in die Generalsanierung. Bauforscherin Prof. Dr. Elgin von Gaisberg visualisierte die verschiedenen Bauphasen, Architekt Dr. Jens Birnbaum berichtete von einem Klima-, Beleuchtungs- und Brandschutzkonzept für das Bauwerk inklusive seiner hochwertigen Ausstattung, das sich weitgehend an musealen Maßstäben orientierte, und Restaurator Dirk Knüpfer ergänzte die Aspekte der restauratorischen Baubegleitung, bei der die Arbeiten an Fassade und Innenraum zu koordinieren waren.

Um die Erhaltung eines etwas anderen Bauwerks, nämlich einer Ruine, ging es anschließend im Beitrag von Wanja Wedekind. Der Restaurator stellte das Annexfragment am Lutherhaus in Wittenberg vor, das zunehmend Witterungseinflüssen ausgesetzt war. Entsprechend war eine statische Sicherung notwendig umzusetzen ohne dass der Charakter des Bauwerksfragments verloren geht.

Aber nicht nur Bauwerke standen im ersten Themenblock im Mittelpunkt. Auch Kanzeln waren als Orte der Predigt zentrale Stätten der Reformation, an denen die christliche Erneuerung über das gesprochene Wort zu den Menschen gelangte. Dies wurde anschaulich anhand der Berichte von Kerstin Klein und Markus Döll, die Beispiele aus der Röhn und Halle präsentierten. Im letzten Vortrag über die Stätten der Reformation stellte Kathrin Rahfoth das jüngst abgeschlossene Restaurierungsprojekt an den mittelalterlichen Glasmalereien der Augustinerkirche in Erfurt vor. Es ging vor allem konservatorische Aspekte, da seit der letzten Restaurierung 1980-83 die Schäden an Glassubstanz und Malerei markant fortgeschritten sind.

Liturgie im Wandel

Am Nachmittag lenkten die Moderatorin Susanne Gerlach und die Referenten den Blick auf „Liturgie im Wandel“. Mit der Reformation erfuhr die mittelalterliche Liturgie einige Umgestaltung. Dies war der wichtigste Schritt zu einer eigenständigen liturgischen Professionalisierung im Protestantismus. Bisherige imitierende Rituale wurden kritisch hinterfragt. Fortan ging es darum, das gesprochene Wort in die Herzen der Menschen zu tragen und verständlich zu machen. Das „Wissen um die Religion“ und somit das Verstehen des Glaubenden wird zum wichtigsten Ziel des liturgischen Handelns. Dieser Umbruch hatte zwangsläufig auch Auswirkungen auf die Kirchenausstattungen, die Restauratoren heute betreuen. Welche Spuren dieses Wandels bei Untersuchungen und Restaurierungen zutage kamen, darüber berichteten Dr. Burkhard Kunkel, Christa Jeitner und Mechthild Noll-Minor.

Abends kamen alle, die Lust am Austausch hatten, zu einem „Get togehter“ im Brauhaus zusammen. Bei zünftiger Hausmannkost und in gemütlichem Ambiente ließ man so den prall gefüllten Vortragstag ausklingen.

Tag 3: Vorträge zu Forschung und Praxis an reformatorischen Bildwerken, ein Gespräch über das Spannungsfeld Denkmalpflege und Gemeindeleben und ein bunter Abend mit Rüschenhemd

Der dritte Tag begann mit dem Thema „Bekenntnisse des Glaubens“, moderiert von Dr. Jan Raue. Hierbei stellten Restauratoren Kulturgüter vor, die im Zuge und zur Zeit der Reformation entstanden sind und der Wende in der Vermittlung des Glaubens Ausdruck verliehen. Dazu gehören Reformationsschriften, wie sie heute in der Forschungsbibliothek Gotha erhalten sind. Zu dieser Materie gab Barbara Hassel einen praxisnahen Vortrag, in dem sie vor allem auch auf die Verbesserung der Aufbewahrungssituation der Archivalien einging. Aber auch Bildwerke waren Teil dieses Themenblocks – darunter, ganz prominent, Werke aus der Cranach-Werkstatt. Hiervon zeigte Prof. Dr. Gunnar Heydenreich beindruckende Bilder, die im Cranach Digital Archive zu finden sind.
Genauso erhielt das Publikum in den Vorträgen von  Prof. Dr. Sabine Maier, Tino Simon und Eric Stenzel Einblicke in Werke anderer weitgehend unbekannter Künstler, die sich an Cranach orientierten, aber für die kunsttechnologische und historische Forschung äußerst spannend sind.

Darstellungen von Luther und Melanchthon

Darstellungen der Reformatoren Luther und Melanchthon sind seit der Zeit des Umbruchs bis heute beliebt und verbreitet. Ihnen war der letzte Themenblock, moderiert von Helma Konstanze Groll, gewidmet. Von der Restaurierung und der Rekonstruktion der gusseisernen Baldachine der Denkmäler Luthers und Melanchthons auf dem Wittenberger Marktplatz berichtete Prof. Jörg Freitag. Über verschiedene Glasmalereien aus dem Raum Harz referierte Hans-Georg Losert.  Prof Dr. Haller stellte zudem stellvertretend für ein mehrköpfiges Team die Forschungsergebnisse und Restaurierung eines lebensgroßen Bildnisses Melanchthons vor, bei dem vor allem die Rekonstruktion des verloren gegangenen Gesichts eine Herausforderung war, die virtuell umgesetzt werden konnte.

Podiumsgespräch: Kirche und Denkmalpflege

Mit einem Podiumsgespräch schloss das Vortragsprogramm ab. Unter dem Titel „KirchenGut erhalten – Wie sind sakrale Nutzung und museale Präsentation miteinander vereinbar?“ diskutierten Dr. Elisabeth Rüber-Schütte, Abteilungsleiterin der Bau- und Kunstdenkmalpflege im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, und Propst Siegfried T. Kasparick, Beauftragter der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland für Reformation und Ökumene innerhalb der Reformationsdekade, moderiert von Diplom-Restaurator Robert Hartmann.

Beim Podiumsgespräch ging es um das Spannungsfeld in der Kirche zwischen denkmalpflegerischen Erfordernissen und Bestimmungen und einem aktiven Gemeindeleben. Kasparick betonte die großen Anstrengungen, die für die Kirche mit dem Erhalt ihrer Kirchengebäude verbunden sind. „Sachsen-Anhalt hat 25 Prozent der Kirchen in Deutschland, aber nur vier Prozent der Kirchenmitglieder. Wir brauchen Kraft für die Weiterentwicklung der Gemeinde, aber auch viel Energie für die Erhaltung der Gebäude.“ Rüber-Schütte konnte von einer überwiegend positiven Zusammenarbeit zwischen Denkmalpflege und Kirchengemeinden berichten, mit Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten. „Schmerzgrenzen“ gebe es sicherlich, wenn zum Beispiel veränderte Nutzungskonzepte dem denkmalpflegerischen Konzept im Wege stünden, aber im Gesetz sei auch klar vorgegeben, dass kirchliche Belange berücksichtigt werden müssten. Beide Gesprächspartner hoben die große Bedeutung der Restauratoren in diesem Spannungsfeld hervor. Zum einen seien sie wertvolle Garanten für eine Qualitätssicherung in der Denkmalpflege. Zum anderen hätten sie aber auch eine wichtige Bildungsaufgabe. Kasparick: „Wenn Restauratoren das, was sie tun, transparent machen, sind die Menschen regelmäßig begeistert, weil sie das Gebäude dann besser verstehen.“

Bunter Abend mit Rüschenhemd

Der Bunte Abend mit seinem erlesenen Essen war trotz des ersatzweise eingesprungenen 'Kaffeehausmusikers' mit Rüschenhemd und Geige, der für einiges Gekicher sorgte, für viele ein schöner Ausklang eines reichen Vortragsprogramms und eine willkommene Gelegenheit zum geselligen Zusammensein mit Kollegen. Zu später Stunde – DJ und Publikum hatten sich aufeinander eingestimmt – schwang man dann wie üblich auch das Tanzbein und lockerte die vom Sitzen steif gewordenen Gelenke.

Es war eine bunte Tagung mit familiärem Charakter. Bunt aufgrund der vielfältigen Vorträge und Themen. Familiär schon alleine wegen der schönen intimen Stimmung in der Stiftung Leucorea, aber auch aufgrund der kleinstädtischen Atmosphäre in Wittenberg. An den drei Tagen trafen wir in den Straßen und Gassen Wittenbergs immer wieder auf bekannte Gesichter. So nutzte man Pausen für einen gemeinsamen Stadtbummel und Kaffee und kam nach teils längerer Zeit einmal wieder ins Gespräch.

Der Verband der Restauratoren dankt der Beauftragten für Kultur und Medien, die die Veranstaltung aufgrund eines Beschlusses des Bundestages gefördert und somit diesen fachlichen Exkurs ermöglicht hat.

Tag 4: Eine themenreiche Mitgliederversammlung und ein neu gewähltes Präsidium
An die Fachtagung schloss sich die 14. Mitgliederversammlung des VDR an. Auf dieser zeigte sich, wie viele Themen das Präsidium im vergangenen Verbandsjahr angestoßen und bewältigt hat. Wichtige Punkte waren der Haushalt 2014/15, die aktuellen Entwicklungen im Berufstitelschutz, die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und auch die Verbandsmedien. (Einen Bericht hierzu können die VDR-Mitglieder in den Unterlagen zur Mitgliederversammlung nachlesen, die im Vorfeld der Versammlung versandt worden sind.) Im Anschluss an die Präsentationen und Diskussionen wählten die Teilnehmer schließlich mit großer Mehrheit das neue Präsidium. Neuer VDR-Präsident ist Dr. Jan Raue, Vizepräsidentin und Schatzmeisterin Susanne Danter und Vizepräsident Olaf Schwieger. Als weitere Präsidiumsmitglieder sind mit dabei Dr. Ralf Buchholz und Birgit Schwahn.

Bildnachweis:
Susanne Danter (Abb. 2-3)
Tatjana Held (Abb. 14-19)
Gudrun von Schoenebeck (Abb. 1, 4-13)