Olaf Schwieger - "Fäden in der Berufspolitik aufnehmen"

Olaf Schwieger hat im Oktober 2015 den Posten des Vizepräsidenten im VDR-Präsidium übernommen. Davor war der Diplom-Restaurator und Spezialist für Wandmalerei und Steinobjekte bereits etliche Jahre Sprecher der Landesgruppe Berlin-Brandenburg. Der selbstständige Restaurator sieht den Schwerpunkt seiner präsidialen Verbandsarbeit in der Berufspolitik. Hier geht es um den begonnenen Weg der Berufstitelschutzgesetze, aber auch darum, die Möglichkeiten einer Verkammerung in den Ingenieurkammern der jeweiligen Bundesländer zu eruieren.


Mein bisheriges Engagement im VDR

Seit 2007 war ich Sprecher der Landesgruppe Brandenburg, seit 2009 auch Sprecher der fusionierten Landesgruppe Berlin-Brandenburg. In diesem Rahmen habe ich verschiedene Veranstaltungen und Tagungen initiiert sowie diverse Fachartikel verfasst, oftmals mit dem Schwerpunkt der Salzproblematik und Salzumwandlung, aber z.B. auch zu den Themen Dekontamination, Vergaberecht und zum Berufsschutz. Seit 2015 bin ich Vizepräsident des VDR.

Meine berufspolitischen Ziele

Ein Schwerpunkt meiner präsidialen Verbandsarbeit wird in der Berufspolitik liegen. Hierbei werden bestehende Fäden aufgenommen, weitergeführt und unter Hinzufügung aktueller Gesichtspunkte vorangetrieben. So erscheint es mir von besonderer Bedeutung, die Möglichkeiten einer Verkammerung in den Ingenieurkammern der jeweiligen Bundesländer zu eruieren. Die erfolgreichen Bemühungen im Land Brandenburg sollen hierbei als Leitlinie für weitere Bestrebungen gelten. Aufgrund der föderalen Struktur in Deutschland und den unterschiedlichen Aufnahmebedingungen auf Länderebene, ist gewiss davon auszugehen, dass dieser Prozess nur längerfristig beschritten werden kann und von vielen Faktoren abhängig sein wird.

Auch aus diesem Grund wird der begonnene Weg zum Einbringen von Berufstitelschutzgesetzen auf Länderebene keinesfalls aufgegeben. Zumal inzwischen die Situation besteht, dass die Landesregierungen auf den VDR zukommen und uns zu einer Klärung der Sachlage bzw. auch zu einer Einigung mit den Handwerkskammern auffordern - unser Anliegen ist also bekannt und wird weitestgehend verstanden. Ein Rückzug in dieser Sache ist demnach nicht mehr möglich!

Ich werde mit allen Beteiligten - sei es intern (z.B. VDR-Landesgruppen, VDR-Interessengruppen) aber auch extern (z.B. Parteien, Kammern, Restauratoren im Handwerk) - ein kollegiales und konstruktives Miteinander befördern und pragmatisch mehrheitsfähigen Lösungsansätzen nachgehen.

Zu meiner Person

Seit den 1980er Jahren bin ich im Bereich der Baudenkmalpflege und Restaurierung tätig. Von 1992 an habe ich an der Fachhochschule Hildesheim den Studiengang Restaurierung studiert und 1997 in der Fachrichtung Wandmalerei und Steinobjekte erfolgreich abgeschlossen. Im Anschluss an Tätigkeiten im Ausland (u.a. Österreich und Rumänien) gründete ich eine Restaurierungsfirma mit Sitz in Potsdam, zu der ab 1999 auch Christoph Gramann als Teilhaber hinzukam (Gramann und Schwieger GbR).

Seitdem arbeite ich vorwiegend in Berlin und Brandenburg und habe dabei das Privileg, als Freiberufler verschiedene hochrangige Wandmalerei-Projekte zu bearbeiten. Oftmals kam es hierbei zur Gründung größerer Arbeitsgemeinschaften, wobei gelegentlich bis zu 30 Restauratoren tätig waren (z.B. leitende Tätigkeit beim Projekt: Neues Museum, Berlin).

Meine E-Mail: vizepraesident.schwieger(at)restauratoren.de