Das Museum Morsbroich vor der Schließung bewahren!

Der VDR und vier weitere Verbände, die für den Erhalt des kulturellen Erbes eintreten, appellieren in einem Schreiben an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, an die nordrhein-westfälische Kulturministerin Christina Kampmann und den Leverkusener Oberbürgermeister Uwe Richrath, alles daran zu setzen, das Museum Morsbroich vor einer Schließung zu bewahren.

Schloss Morsbroich, Frontfassade, 2007 (Foto: Emanuel13; CC BY 3.0)


Wirtschaftsprüfer hatten in einem Gutachten empfohlen, das 1951 eröffnete Museum Morsbroich mit seiner anerkannten Sammlung zeitgenössischer Kunst zu schließen und Teile seines Bestands zu verkaufen, damit die verschuldete Stadt Leverkusen ihre Sparvorgaben erfüllen könne.

„Allein das Ansinnen, mit einem schnellen Ausverkauf kurzfristig Haushaltslöcher stopfen zu wollen“, widerspreche „dem gesellschaftspolitisch gebotenen Grundgedanken einer ausgewogenen Ressourcen-Nutzung, bei der auch die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des Kulturlebens in der Stadt und der Region für seine wirtschaftliche Attraktivität im Vordergrund stehen muss.“ 

Appell gegen die Schließung des Museums Morsbroich

Die Sparvorschläge rufen viele Kritiker auf den Plan. Neben Künstlern wie Gerhard Richter und dem Deutschen Museumsbund sowie den 20 Direktoren der Ruhrkunstmuseen, die sich öffentlich gegen das Vorhaben äußern, ist es jedem Bürger möglich, sich an einer undefinedOnline-Petition zu beteiligen.

Der VDR unterstützt diese Petition und ruft seine Mitglieder dazu auf, ebenfalls zu unterzeichnen.