Denkmale in Sachsen retten

Im Regierungsentwurf zum Sächsischen Haushaltsplan 2017/18 sind die Mittel für Zuweisungen zur Sicherung, Nutzbarmachung, Erhaltung und Pflege von Kulturdenkmalen auf 0 Euro reduziert worden. Als Reaktion darauf ist eine Petition ins Leben gerufen worden, in der Unterschriften gegen diese Nicht-Zuweisung gesammelt werden (bis 30.11.). Auch viele Restauratoren sprechen sich dafür aus, dass die öffentliche Förderung weiterhin in angemessenem Umfang erhalten bleibt.


undefinedLink zur Petition "Denkmale in Sachsen retten"

"Heute Sachsen – und morgen …?
Der Schutz unserer Denkmale ist gesellschaftlicher Konsens. Deshalb ist er im Sächsischen Denkmalschutzgesetz verankert. Die Verantwortung zum Erhalt und zur Pflege der Denkmale obliegt ihren Eigentümern. Oft ist es für diese eine schwierige Herausforderung, alle Aspekte des Denkmalschutzes mit den modernen Nutzungsanforderungen sowie eigenen Gestaltungsvorstellungen in Übereinklang zu bringen.

Denkmalschutzrechtliche Auflagen erleichtern diese Bemühungen nicht eben, denn oft sind sie mit Mehrkosten verbunden – für manchen nicht einzusehen, für andere nicht leistbar. Positive Erfahrungen sind aber immer dann zu machen, wenn Forderung mit Förderung verbunden wird. Ich spreche mich dafür aus, dass die öffentliche Förderung weiterhin in angemessenem Umfang erhalten bleibt, damit die öffentliche Forderung nach dem Schutz unserer Denkmale wirksam unterstützt werden kann. Denkmalschutz und Denkmalpflege brauchen Weitsicht und Kontinuität. Eine einfache Wahrheit. Wer sie verdrängt, nimmt sehenden Auges Verfall und Verlust in Kauf."

Sven Taubert
Sprecher der VDR-Fachgruppe Wandmalerei und Architekturoberflächen