Aktuelles aus Studium und Forschung

Studentenkonferenz des IIC im Oktober 2015

Das International Institute for Conservation veranstaltet am 15. und 16. Oktober 2015 eine Konferenz mit dem Titel "IIC 2015 Student & Emerging Conservator Conference - Making the transition". Diese findet in Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Academy of Fine Arts in Warschau statt. undefinedMehr Details

 

Ausstellung "Mit Verstand und Hand. Arbeitsplatz: Objektrestaurierung"

Vom 1. bis 24. April 2014 zeigt die Sonderausstellung "Mit Verstand und Hand" wie man Restaurator oder Restauratorin werden kann und welche Fähigkeiten für diesen Beruf nötig sind. Veranschaulicht wird dies vor allem am Beispiel der Konservierung eines Blasebalgs. Veranstalter ist das LWL-Freilichtmuseum Hagen in Kooperation mit dem Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft (CICS) der Fachhochschule Köln.
Die Ausstellung richtet sich vor allem an Schüler/Schülerinnen und am Studium Interessierte.

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Landeslehrpreis für Professor Roland Lenz

Für sein herausragendes und nachhaltiges Engagement im Studiengang "Konservierung und Restaurierung von Wandmalerei, Architekturoberfläche und Steinpolychromie" hat Professor Roland Lenz den Landeslehrpreis 2013 für Kunst- und Musikhochschulen in Baden-Württemberg erhalten. Roland Lenz trat 2008 die Nachfolge von Helmut F. Reichwald an, der den Stuttgarter Studiengang für Wandmalereirestaurierung eingerichtet hatte und für sein „kompromissloses Bemühen um die wissenschaftliche Qualifizierung und institutionelle Professionalisierung des Restauratorenberufes“ von der Kunstakademie Stuttgart 2010 die Ehrendoktorwürde erhielt.

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Das Team der Restaurierungsstudiengänge an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart


Neue Restaurierungsstudiengänge für BA und MA an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart


Nach gründlicher Planung haben die Stuttgarter Restaurierungsstudiengänge gemäß den Vorgaben des Landeshochschulgesetzes in Baden-Württemberg die Umstellung der traditionell in Stuttgart vorhandenen Diplomstudiengänge im Fachbereich Konservierung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut in Bachelor- und Master-Studiengänge vollzogen. Jetzt gibt es insgesamt vier eigenständige und jeweils konsekutive Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen Konservierung und Restaurierung von:

- Gemälden und gefassten Skulpturen unter der Leitung von Prof. Dipl.-Rest. Volker Schaible; wissenschaftlicher Mitarbeiter im Studiengang ist Dipl.-Rest. Peter Vogel

- archäologischen, ethnologischen und kunsthandwerklichen Objekten unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Eggert; wissenschaftliche Mitarbeiterinnen im Studiengang sind Dipl.-Rest. Andrea Fischer und Dipl.-Rest. Margarete Eska

undefinedKunstwerken auf Papier, Archiv- und Bibliotheksgut unter der Leitung von Prof. Dr. Irene Brückle; wissenschaftliche Mitarbeiterinnen im Studiengang sind Dr. Dipl.-Rest. Andrea Pataki-Hundt und Dipl.-Rest. Eva Hummert

- undefinedWandmalerei, Architekturoberfläche und Steinpolychromie unter der Leitung von Prof. Dipl.-Rest. Roland Lenz; wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang ist Dipl.-Rest. Janina Roth 

Weiter konnte durch die Einrichtung einer Professur und der Berufung von Prof. Johannes Gfeller für die Leitung des undefinedMA-Studiengangs Konservierung Neuer Medien und Digitaler Information dieser zukunftsweisende Studiengang endgültig und langfristig an der Akademie etabliert werden. Akademischer Mitarbeiter im Studiengang ist Mario Röhrle. 

Mit der Zusage des Ministeriums für einen uneingeschränkten Übergang von den Bachelor-Studiengängen in die Master-Studiengänge kommen die an der Stuttgarter Akademie neu ausgeformten BA- und MA-Studiengänge einem grundständigen fünfjährigen Masterstudium gleich, bei welchem die Bachelorprüfung einer Zwischenprüfung nach drei Jahren entspricht.

Im Zuge der Umstrukturierung der Studiengänge wurde zusätzlich die jährliche Aufnahmeprüfung für die Bachelor-Studiengänge nach vorne verlegt. Bewerbungsunterlagen können ab 18. Dezember 2012 bis 15. Februar 2013 eingereicht werden. Die Aufnahmeprüfung selbst findet nach Sichtung der Unterlagen vom 8. bis 12. April 2013 statt.

Im Juni findet die Auswahl von externen Bewerbern für die Masterstudiengänge statt. Einzelheiten können bei den Studiengangsleitern erfragt werden.

Konservierung-Restaurierung von Musikinstrumenten. Ein Pilotprojekt an der Hochschule der Künste Bern HKB

Die HKB bietet ab Herbstsemester 2012 als schweizweites Novum Kurse in Musikinstrumentenrestaurierung an. Diese richten sich vorzugsweise an Interessenten mit einer abgeschlossenen handwerklichen Ausbildung im Musikinstrumentenbau und eigener musikalischen Praxis.

Ziel des Angebots ist die Ausbildung in Musikinstrumentenrestaurierung auf Hochschulniveau und der Aufbau eines breit vernetzten Kompetenzzentrums. Neben den Lehrangeboten sollen Dienstleistungs- und Forschungsprojekte den Praxisbezug und die ständige Innovation sicherstellen.

In hochschulinternen Ateliers wird neben den theoretischen Inhalten (wie Musik- oder Instrumentenbaugeschichte, Mensuration, Mechanik und Statik etc.) die handwerklich qualifizierte,  an den CIMCIM-Richtlinien über den Umgang mit Musikinstrumenten orientierte und wissenschaftlich reflektierte praktische Atelier-Arbeit der Konservierung-Restaurierung von Musikinstrumenten vermittelt.

Weitere Informationen zur Ausbildung und zu den Zulassungsbedingungen finden Sie im Fachbereich undefinedKonservierung und Restaurierung oder im Rahmen einer individuellen Studienberatung (Anmeldung telefonisch unter +41 31 848 38 78 oder per Email an kur(at)hkb.bfh.ch).


Plasmatechnologie

Ein verheerendes Feuer vernichtete am 2. September 2004 das historische Gebäude der Anna Amalia Bibliothek in Weimar. Auch 50.000 Bücherbände fielen den Flammen zum Opfer, 62.000 konnten beschädigt geborgen werden. Solche Katastrophen, aber auch der sprichwörtliche Zahn der Zeit, stellen Restauratoren und Konservatoren vor neue Herausforderungen beim Erhalt von historischen Kulturgütern.
Die Forschungsallianz Kulturerbe, an der auch insgesamt 22 Fraunhofer-Institute beteiligt sind, hat nun mit ihrem Projekt »Plasmatechnologie – eine innovative Technologie zur Konservierung und Restaurierung von Kulturgütern« begonnen, das große Potenzial der Plasmatechnologie für dieses Anwendungsgebiet zu erforschen. Diese umweltverträgliche und nachhaltig wirkende Technik bietet neue Möglichkeiten für den Erhalt von Kunst- und Kulturgut.
Abschlusskurzbericht Plasmatechnologie (pdf; 3 MB)

Lehrstuhl für Konservierung Neuer Medien und Digitaler Informationen in Stuttgart neu besetzt

An der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart ist letzten Herbst der Lehrstuhl des Masterstudienganges Konservierung Neuer Medien und Digitaler Information mit Johannes Gfeller neu besetzt worden. In der Schweiz geboren und studierter Kunsthistoriker, ist Gfeller seit 1978 aufs engste mit dem Medium Video verbunden, zuerst in der Produktion, dann ab 1987 in der Lehre. Neben der autodidaktischen Ausbildung zum Fachfotografen und langjähriger selbständiger Tätigkeit in diesem Bereich war Gfeller auch als innovativer Techniker für optische und elektronische Medien unterwegs, bis er 2001 eine Professur an der Hochschule der Künste Bern antrat und im Fachbereich Konservierung und Restaurierung die Erhaltung elektronischer Medien aufbaute.
Der Stuttgarter Master, der vorerst nicht Restauratoren im engeren Sinne ausbildet, sondern Preservation Manager, reagiert auf die weltweit festzustellende Konfrontation von Museen, Sammlungen, Bibliotheken und Archiven mit dem drohenden Verlust ihrer Medienbestände.
undefinedLink zum Studiengang

Starke Nachfrage beim "Fachwiki Salze"


Das undefinedFachwiki zu Salzen und Schäden durch Salze erreicht nach Angaben des Hornemann Instituts monatlich über 10.000 Hits. Die starke Resonanz liege an der Bedeutung des Themas, aber auch an den namhaften Experten aus dem In- und Ausland, die das Wiki schreiben und kürzlich den Verein "Salze im Kulturgut: Forschung - Praxis - Wissenstransfer" gründeten.
Die Internetplattform bestehe inzwischen aus drei Bereichen. Zwei öffentlich zugängliche Wikis auf Deutsch und ab Ende 2011 auch auf Englisch sowie ein zugangsbeschränktes Repositorium, das mit beiden Wikis verbunden ist und den Wissenschaftlern als virtuelle Forschungsumgebung mit einem Speicher für unpublizierte Berichte, Abbildungen oder Daten dient.

Das Louis-Philippe Zimmer - Fragmente aus dem ehemaligen Bischofspalais in Bodo, Norwegen

Im Rahmen eines Studentenprojektes der FH Erfurt wurden unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Maier in zwei verschiedenen Restaurierungskampagnen die Grundlagen für eine Konservierung und Restaurierung von Leinwandtapeten-Fragmenten aus dem Louis-Philippe Zimmer des Bischofspalais in Bodo, Nordnorwegen erarbeitet.
Zum Bericht von Prof. Dr. Sabine Maier (pdf; 113 KB)   

 

Eiche aus restauratorischer Sicht

Wachstum - Verwendung - Schäden - Untersuchungsmethoden
Ziel des Kurses ist die Charakterisierung von Eichenholz aus restauratorischer Sicht, denn Eichenholz macht seit vielen Jahrhunderten Möbelgeschichte. Aber nicht nur das: Aufgrund seiner spezifischen physikalischen, chemischen und ästhetischen Eigenschaften wurde Eichenholz auch bei technischen Objekten und in der bildenden Kunst verwendet. Das Wissen über diese Holzart ist für Restauratoren von großer Bedeutung.
externer Link in neuem Fenster folgtWeitere Infos


NET-Heritage

Kommunikationsplattform im Netzwerk für europäische Kulturerbeforschung
Kulturdenkmäler prägen das Stadtbild und formen die Identität eines Ortes. Aber an den schönen Fassaden nagen umweltschädliche Stoffe. Unterstützung für Forschungsprojekte, in denen Techniken entwickelt werden, die das Kulturerbe erhalten, kommt auch von der EU. Sie will die nationalen Forschungs- und Förderinstrumente besser aufeinander abstimmen und stellt dafür in so genannten externer Link in neuem Fenster folgtERA-NETs (European Research Area Networks) Geld bereit.
Für die Kulturerbeförderer sind das insgesamt zwei Millionen Euro von 2008 bis 2011.
Im Netzwerk für europäische Kulturerbeforschung externer Link in neuem Fenster folgtNET-HERITAGE wird Deutschland von der externer Link in neuem Fenster folgtDeutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vertreten. Sie koordiniert einen bundesweiten Facharbeitskreis aus Experten aus den Konservierungswissenschaften. Ziel dieses Arbeitskreises ist es, Ausschreibungen und Förderprogramme modellhaft mitzugestalten und somit das kulturelle Erbe nachhaltig zu bewahren. Darüber hinaus versteht sich netheritage.de als Austauschplattform für alle, die sich für Kulturgüterschutz interessieren.

Flash ist Pflicht!

"Vom Atmen der Bilder"

Der Film "Vom Atmen der Bilder" (Bern 1989, Dauer 06:11 Min. mp4) von Prof. Volker Schaible zeigt in Zeitraffungen die Bewegungen in Gemäldestrukturen, welche durch gezielte Veränderungen der klimatischen Umgebungsbedingungen hervorgerufen werden.(Zum Anschauen des Films benötigen Sie die aktuelle Version eines MP4-Players; der Ladevorgang kann einige Zeit in Anspruch nehmen.)
 




Florence Declaration - Empfehlungen zum Erhalt analoger Fotoarchive

Das Kunsthistorische Institut in Florenz – Max-Planck-Institut möchte das Verständnis für die grundsätzliche Bedeutung analoger Fotos und Archive für die Zukunft der Geistes-, Sozial- und Humanwissenschaften fördern. Nur die Integration analoger und digitaler Formate kann einen angemessenen Erhalt des fotografischen Erbes auch für die zukünftige Forschung garantieren und gleichzeitig das Potenzial digitaler Werkzeuge kreativ ausschöpfen.
Analoge Fotoarchive sind Teil unseres kulturellen Erbes. Die „Florence Declaration“ will das öffentliche Bewusstsein hierfür erhöhen. Sie richtet sich nicht nur an fotographische Sammlungen, an die universitäre und wissenschaftliche Forschung, sondern auch an die Entscheidungsträger aus Gesellschaft und Politik.
Die Erklärung kann über die Internetseiten des Kunsthistorischen Instituts in Florenz unterzeichnet werden. Hier findet sich auch eine regelmäßig aktualisierte Liste der Unterzeichner.
externer Link in neuem Fenster folgtDie Florence Declaration
externer Link in neuem Fenster folgtLink zum Kunsthistorischen Institut Florenz


Bunte Wände

Schablonen und Walzmuster aus den Beständen des Freilichtmuseums Hessenpark

Eine Publikation von Matthias Stappel (unter Mitarbeit von Beate Bickel), herausgegeben vom Freilichtmuseum Hessenpark 2009
Link für Dateidownload folgtRezension von Dipl.-Rest. Jan Raue (pdf; 78 KB)


Baumsarg als Herausforderung

Im Depot des externer Link in neuem Fenster folgtMuseums für Sepulkralkultur in Kassel lagert ein frühmittelalterlicher Baumsarg. Das Museum würde den Sarg, der dort nicht optimal gelagert werden kann, gerne abgeben und hofft, dass sich das einstmals mangelhaft restaurierte Objekt in einer Werkstatt oder Hochschule als Übungsstück verwenden oder sogar retten lässt. Eventuell wäre das Objekt auch eine Herausforderung im Rahmen einer Diplomarbeit (Umgang mit einer missglückten Restaurierung).
Der Sarg datiert ca. ins 9. bis 11. Jahrhundert (es gibt von der Auffindung 1993 keine archäologische Dokumentation), stammt aus dem Münsterland und ist vermutlich aus Eichenholz gefertigt. Er ist ca. 2,40 Meter lang und 60 Zentimeter breit und besteht aus einem Untersarg und Deckel, bzw. einzelnen Fragmenten. Er dürfte um die 150 Kilogramm schwer sein und hat damals in einer Zuckerlösung gelegen, die aber umgekippt ist.
Weitere Fragen beantwortet E-Mail Link folgtAndreas Ströbl vom Museum für Sepulkralkultur in Kassel.