Jacob Jordaens

Im Mai widmete sich der VDR in einer Tagung erstmals der umfassenden Betrachtung der Malerpersönlichkeit und des Werkes Jacob Jordaens‘, dessen Rezeption in der Vergangenheit im Schatten der Malergrößen des 17. Jahrhunderts Peter Paul Rubens und Anthonis Van Dyck gestanden hat. Das spannende Symposium haben Esther Rapoport und Mechthild Struchtrup in einem Tagungsbericht zusammengefasst. Zudem gibt ein Video einen lebhaften Einblick in die Podiumsdiskussion „Jacob Jordaens, großformatige Gemälde und die Arbeitsweise zeitgenössischer Künstler“.

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Tagungsbericht

Am 6. und 7. Mai 2013 richtete der VDR mit freundlicher Unterstützung der Museumslandschaft Hessen Kassel das interdisziplinäre Symposium „Jacob Jordaens. Werkgenese–Veränderung–Restaurierung“ aus. Dieses stand im Zeichen zweier aktueller Ausstellungen, „Jordaens und die Antike“ und „Jordaens und die Moderne“, die bis zum 23. Juni 2013 im Kasseler Friedericianum zu sehen waren. Aus sieben verschiedenen Ländern kamen Forscher im Gartensaal der Orangerie zusammen,um sowohl kunsthistorische als auch kunsttechnologische Aspekte zum Werk Jacob Jordaens' vorzustellen. Diese interdisziplinäre Herangehensweise war ein Musterbeispiel für das äußerst fruchtbare und hochinteressante Zusammenspiel der unterschiedlichen Disziplinen...undefinedTagungsbericht weiterlesen


Video der Podiumsdiskussion
„Jacob Jordaens, großformatige Gemälde und die Arbeitsweise zeitgenössischer Künstler“ war das Thema der Podiumsdiskussion. Hierbei kamen nicht nur der Kunsthistoriker Prof. Dr. Nils Büttner und die Diplom-Restauratorin Kathrin Kinseher zu Wort. Bei der Podiumsdiskussion sprachen auch die drei Künstler Hubertus Giebe, Johannes Grützke und Rainer G. Mordmüller. In einem spannenden Frage- und Antwortspiel, moderiert von Dr. Justus Lange (Kurator, Museumslandschaft Hessen-Kassel), berichteten sie auf eindrückliche sowie amüsante Weise von ihren Vorbildern und Werdegängen, ihrer Werkstattpraxis, von Auftragsarbeiten und ihrem künstlerischen Selbstverständnis.
Das Ergebnis war ein interessanter Brückenschlag zwischen Jordaens' Großformaten des 17. Jahrhunderts und den Werken seiner heutigen Künstlerkollegen. undefinedDer Film gibt einen kurzen Einblick.



Tagungsprogramm


Bildnachweis:

Abb. 1 und 2: Am ersten Veranstaltungstag stand der Besuch der beiden Jordaens Ausstellungen auf dem Programm, wobei Andreas Hoppmann (Köln) und Nadine Scheibner (Karlsruhe) die jüngst ausgeführten Restaurierungen zweier Gemälde von Jordaens vorstellten.

Abb. 3: Anne Harmssen (Museumslandschaft Hessen Kassel) gab eingangs einen Überblick über die 13 Gemälde Jordaens′, die sich heute in der Kasseler Sammlung Alter Meister befinden.

Abb. 4: Kathrin Kinseher (AdBK München) sprach in Anlehnung an die Großformate Jordaens′,  über  die Herausforderung, die große Formate in der aktuellen Malerei für heutige Künstler mit sich bringen.

Abb. 5: Die Pausen waren dem kollegialen Austausch gewidmet. Es gab zahlreiche inspirierende Gespräche, auch für weitere interdisziplinäre Tagungen.

Abb. 6: Prof. Ivo Mohrmann (HfBK Dresden) stellte neue Erkenntnisse zu Jordaens’ Werktechnik vor.

Abb. 7: Dr. Timo Trümper (Stiftung Schloss Friedenstein, Gotha) berichtete in einem gemeinsamen Vortrag mit Christiane Ehrenforth (Kassel) von der gewinnbringenden Zusammenarbeit von Kunsthistorikern und Restauratoren. Sowohl die kunsttechnologische Analyse des Gemäldes „Bohnenfest“ als auch der kunstgeschichtliche Vergleich mit anderen Gemälden von Jordaens lieferten aufschlussreiche Erkenntnisse.

Abb. 8: Jacob Jordaens, Satyr beim Bauern (Museumslandschaft Hessen Kassel)

Alle Tagungsfotos: Ellen Hanspach, Sprecherin der Fachgruppe Gemälde im VDR