Sprecher der Fachgruppe Steinkonservierung

Fabian Belter (Vorsitzender)
Brunnenstraße 2
38527 Meine
Tel.d.: 05304/9186242
Mobil: 0178/7106435
Fax: 05034/9186243
E-Mail: belter.fabian(at)t-online.de

Abgeschlossene Lehre zum Steinmetz; Diplom in der Fachrichtung Restaurierung von Objekten aus Stein und Keramik an der Fachhochschule Hildesheim; freiberuflich selbstständig seit 2005.


Wanja Wedekind

Leinestraße 24
37073 Göttingen
Tel. dienstlich: 0551/399713
Mobil: 0179/7485069
E-Mail: wwedekind(at)gmx.de

Wanja Wedekind arbeitet seit 20 Jahren in der praktischen Denkmalpflege, ist gelernter Stuckateur, Fachkraft im Lehmbau und studierte an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim, wo er 2003 sein Diplom in Restaurierung abgeschlossen hat.
Als Fachautor und Konservierungswissenschaftler hat er zahlreiche Beiträge zur Natursteinverwitterung, Salzreduzierung und denkmalpflegerischen Fragen veröffentlicht. In der Kompetenzbildung für Restaurierung und Steinkonservierung ist er als Berater und Dozent international tätig. Derzeit promoviert er an der Georg-August-Universität Göttingen mit dem Forschungsschwerpunkt „Die Denkmalgesteine West- und Zentral-Mexikos - Vorkommen, Verwitterung und Konservierung“.


Henning Argow
Nieschlagstraße 5
30449 Hannover
Mobil: 0177/7937840
E-Mail: mail(at)henningargow.de

Ich arbeite seit 2011 als freiberuflicher Restaurator M.A. in Hannover und im Raum Niedersachsen mit den Schwerpunkten Stein- und Stuckkonservierung. Meinen Master of Arts in Konservierungs- und Restaurierungswissenschaften habe ich 2010 erfolgreich an der HAWK Hildesheim absolviert. Zuvor habe ich den Studiengang präventiver Konservierung an der HAWK Hildesheim mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen. Von 1995 bis 1998 absolvierte ich meine Lehre zum Stukkateur bei der Firma Klaus Stuckert in Hannover.


Vorstellung des Fachgebiets

Das Fachgebiet der Steinkonservierung umfasst die Materie „Stein“ im weitesten Sinne. Die Restauratoren bearbeiten Naturstein ebenso wie Kunststein, Keramik und Stuck. Nicht immer sind die Objekte dabei materialsichtig, häufig liegen Farbfassungen vor, die ebenfalls konserviert/restauriert werden müssen. Überschneidungen mit anderen Fachgebieten wie Wandmalerei/Architekturoberfläche und archäologische Objekte sind dabei nicht auszuschließen. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit ist, wie so oft in der Restaurierung, empfehlenswert. Die in der Steinrestaurierung zu bearbeitenden Objekte sind vielfältig und reichen von kleinen Skulpturen bis hin zu großformatiger Bauplastik, Mosaiken, Terrazzoböden und steinverkleideten Fassaden. Entsprechend sind die Restauratoren des Fachgebiets sowohl in der Werkstatt als auch am Objekt vor Ort anzutreffen.

Das Material Stein ist längst nicht so beständig und unempfindlich wie gemeinhin angenommen. Ganz im Gegenteil ist Naturstein durch seine Struktur oft gegen bestimmte Einwirkungen sehr empfindlich: Marmor z.B. leidet besonders unter Temperaturschwankungen. Selbst Tiefengestein wie Granit kann durch Salzbelastungen und/oder Hydrophobierungen geschädigt werden und Schadensphänomene wie sandende Oberflächen und Schalenbildung zeigen. Bei den künstlich hergestellten „Steinen“ wie Keramik, Stuck oder Kunststein spielt die Kenntnis der Zusammensetzung eine entscheidende Rolle für die Analyse der Schadensphänomene und die Entwicklung von geeigneten Konservierungs-/Restaurierungskonzepten. Die Restaurierung eines Objekts umfasst idealerweise die Bestands- und Zustandsaufnahme, die Ermittlung der Schadensursachen und Erstellung eines Konservierungs- bzw. Restaurierungskonzeptes sowie die anschließende praktische Umsetzung und Dokumentation der Arbeiten. Bei allen Maßnahmen sollte stets die Authentizität des Objektes im Vordergrund stehen. Spuren ihrer Geschichte gehören ebenso zu den Objekten wie Spuren ihrer ursprünglichen Bearbeitung.