1. Restauratorentag Brandenburgische Ingenieurkammer (BBIK)

Der erste Restauratorentag, den die Brandenburgische Ingenieurkammer (BBIK) in Abstimmung mit dem VDR Berlin-Brandenburg organisierte, war nicht nur ein Novum, sondern von geradezu historischer Bedeutung. Mit der Weiterbildungsveranstaltung, die am 28.10.2016 in Potsdam stattfand, wurde ein sichtbares Zeichen dafür gesetzt, dass zukünftig eine namhafte Zahl an Restauratoren in der BBIK Aufnahme finden werden. Innerhalb der BBIK wird der nächste Schritt die Bildung einer Sektion „Restaurierung und Denkmalpflege“ sein.


Mit diesem ersten Thementag über Restaurierung in der Denkmalpflege wollte die BBIK den Beruf des Restaurators und die entsprechenden Ausbildungsmöglichkeiten für den Berufszweig vorstellen sowie anhand ausgeführter Projekte die restauratorische Tätigkeit beispielhaft vorführen. Die BBIK will ihre bisherigen Aktivitäten zur Weiterbildung für das Gebiet der Denkmalpflege erweitern und sowohl den in der Restaurierung tätigen Fachleuten, aber auch insbesondere Hochbauplanern ein Podium zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch und zur Netzwerkbildung eröffnen.

Für den VDR war die Durchführung eines Restauratorentages durch die BBIK eine Initiative von geradezu historischer Bedeutung. Der Verband begrüßte die Veranstaltung als ein äußerst positives Signal seitens der Ingenieure, sich mit dem Thema Restaurierung auseinanderzusetzen und den fachlichen Austausch mit Restauratoren zu intensivieren. In ihren Vorträgen stellten namhafte Kollegen aus den Reihen des VDR Aspekte der Zusammenarbeit aus restauratorischer Sicht dar. Dies nicht zuletzt mit Blick darauf, dass die Tür zu einer Mitgliedschaft von Restauratoren bei der Brandenburgischen Ingenieurskammer geöffnet wurde und der VDR eine Entwicklung der Partnerschaft in jeder Beziehung unterstützt.

Eine wichtige Frage, die für die Aufnahme von Restauratoren in einer Ingenieurkammer von Bedeutung ist, wurde ebenfalls im Zusammenhang mit dem Restauratorentag geklärt. Professor Werner Koch von der Fachhochschule Potsdam überbrachte die Bestätigung, dass der MINT-Anteil (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) im Studiengang Konservierung-Restaurierung im Curriculum mindesten 51 Prozent beträgt. Dies wird den Weg ebnen für Restauratoren, die sich um die Aufnahme in der BBIK bemühen.

Vorerst gilt demzufolge: Master- bzw. Diplom-Absolventen der vier in Potsdam ausgebildeten Studienrichtungen können sich um Aufnahme in die BBIK bewerben, sofern sie ihren Wohnsitz oder beruflichen Schwerpunkt im Land Brandenburg haben.

Außer der Begrüßung des BBIK-Präsidenten Matthias Krebs und von Frank Segebade vom Referat für Bautechnik, Energie, Bau- und Stadtkultur des brandenburgischen Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung, richtete auch VDR-Präsident Jan Raue ein Grußwort an die Tagungsteilnehmer.

undefinedProgramm des 1. Restauratorentages des BBIK

undefinedInterview mit Olaf Schwieger, dem Vizepräsidenten des VDR und Mitglied der BBIK