VDR-Delegation beim franz. Botschafter in Berlin

Als zu Beginn dieses Jahres die Nachricht aus Frankreich kam, dass die Regierung in Paris mit einem Erlass die Restaurierung von Kulturerbe ganz in das Kunsthandwerk eingliedert, waren auch die deutschen Kollegen in der Restauratorenschaft alarmiert. „Die Restauratoren in Deutschland sind sehr besorgt über den Angriff auf die Stellung des Restauratorenberufes, der sich gegenwärtig in Frankreich ereignet“, so fasste VDR-Präsident Dr. Jan Raue die Empfindungen damals zusammen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sische_Botschaft_in_Berlin#/media/File:Berlin,_Mitte,_Pariser_Platz,_Botschaft_Frankreich.jpg

Die französische Botschaft in Berlin (Foto: Wikipedia; Beek100; CC BY-SA 3.0)


In einer europäischen Petition, die nicht nur von Restauratoren sondern auch von zahlreichen Museumsdirektoren, Architekten, Kunsthistorikern und Hochschullehrern getragen wurde, gab es mit rund 7.000 Unterschriften undefinedenorme Unterstützung für die französischen Kollegen.

Um der deutschen Solidarität mit den französischen Restauratoren Nachdruck zu verleihen, schrieb der VDR auch an den französischen Botschafter mit Bitte um Erklärung. In einer freundlichen Replik lud Seine Exzellenz Monsieur Phillipe Etienne den VDR zu einem Gespräch in die französische Botschaft ein. Am 27.10.2016 trafen sich Präsident Jan Raue und die E.C.C.O.-Delegierte des VDR Anja Romanowski mit dem Botschafter sowie Vertreterinnen der Kulturabteilung der Botschaft. Das Treffen fand in einer herzlichen Atmosphäre statt.

Die große Offenheit des Botschafters für Fragen des professionellen Kulturguterhalts war deutlich spürbar. Das kollegiale Interesse der deutschen Restauratoren an der Situation in Frankreich wurde sehr gewürdigt. Unsere Bedenken werden nun an das Kulturministerium in Paris weitergeleitet. Die Botschaft bietet uns und unserem französischen Schwesterverband FFCR (Fédération Française des Professionnels de la Conservation-Restauration) an, uns bei bilateralen Aktivitäten im Rahmen des europäischen Kulturerbejahres ECHY 2018 zu unterstützen, wofür wir herzlich danken!“