Restaurierungskolloquium "Rekonstruktion und Restaurierung einer Standuhr mit Musikwerk von H.C. Langerhans"

Mit dem Restaurierungskolloquium wendet sich das Technoseum in Mannheim seit 1988 an Museumsmitarbeiter aller Bereiche, wie Restauratoren und Archivare, Historiker, Ausstellungsgestalter usw. und ebenso an interessierte Laien. Es will ein Podium für aktuelle Fragen aller Restaurierungsgebiete sein und damit die Kommunikation innerhalb der Restaurierungsszene fördern. Die Veranstaltungen beginnen um 18 Uhr, der Eintritt ist frei.


Thema am 20. April 2017: "Rekonstruktion und Restaurierung einer Standuhr mit Musikwerk von H. C. Langerhans (Umkreis Roentgen und Kinzing, Neuwied)", von Paul Kostial, Schloß Homburg

Bei technischen Objekten, deren Funktion einen wesentlichen Teil der Faszination ausmacht, die von dem Objekt ausgeht, befindet sich der Restaurator oft im Spannungsfeld zwischen Konservieren und Reparieren. Allein mit Konservierungsmaßnahmen, die zwar ethisch zu rechtfertigen sind, können diese Objekte oft nicht mehr funktionsfähig gemacht werden, sodass bei der Präsentation ein wesentlicher Teil des Objekts fehlt. Für das Wiederherstellen der Funktionsfähigkeit, was dem Erlebbar-Machen des immateriellen Teils entspricht, sind dagegen oft Maßnahmen von Nöten, die über eine Restaurierung hinausgehen. Am Beispiel einer Musikuhr mit Orgel und Zimbal soll ein Mittelweg aufgezeigt werden, der restaurierungsethische Ansprüche und den Wunsch nach einer objektgerechten Präsentation vereint.