Exkursion ins Historische Museum Regensburg

Die Exkursion der Fachgruppe Polychrome Skulptur (VDR) am 18.03.2017 führt die Teilnehmer ins Historische Museum Regensburg. Dort befindet sich der künstlerische Nachlass von Rudolf Maison (1854-1904), einem Münchner Bildhauer am Fin de Siècle. Mit Unterstützung der Stiftung ‚Kunst auf Lager‘ wurde der Bestand in den vergangenen Jahren konserviert und restauriert und kann nun im Rahmen der Ausstellung „Rudolf Maison - Bildhauer für König, Kaiser und andere kunstliebende Laien“ besichtigt werden.

Brunnenmodell Fürth (Foto: Histor. Museum Regensburg)


Im Historischen Museum Regensburg befindet sich der künstlerische Nachlass von Rudolf Maison (1854-1904), einem Münchner Bildhauer am Fin de Siècle. Maison schuf u.a. nationale Denkmäler, Brunnen sowie Skulpturenschmuck an repräsentativen Gebäuden.

Der Regensburger Nachlass besteht aus figürlichen Gipsplastiken, unter ihnen befinden sich auch farbig gefasste Entwürfe. Aus den 1890er Jahren stammen zudem polychromierte Genreplastiken, deren illusionistische Fassungen das Restauratorenherz höher schlagen lassen. In seinem 1894 erschienenen Büchlein “Anleitung zur Bildhauerei” widmete Maison der Polychromie auf Gips ein eigenes Kapitel.

Mit Unterstützung der Stiftung ‚Kunst auf Lager‘ wurde der Bestand in den vergangenen Jahren konserviert und restauriert und kann nun im Rahmen der Ausstellung „Rudolf Maison - Bildhauer für König, Kaiser und andere kunstliebende Laien“ im Historischen Museum noch bis Anfang April 2017 besichtigt werden.

Annette Kurella, Restauratorin am Historischen Museum Regensburg, und die Sprecher Fachgruppe Polychrome Bildwerke laden die Mitglieder der Fachgruppe zum  Besuch der Ausstellung  ein, um gemeinsam mit den beteiligten Restauratoren der Firma Peis&Preis sowie Ronja Emmerich und  Christian Kaiser (TU München) verschiedene Aspekte, die sich aus dem Kontext der Konservierung/ Restaurierung  sowie Beobachtungen zur Gipstechnik (Untersuchung im Kernspin) und Polychromie ergaben, vor den Originalen zu erörtern. Maisons Streben nach Naturwahrheit betraf auch die Imitation von Metalloberflächen. Hier konnten wir die Kollegen Maximilian Heimler und Philipp Schmidt-Reimann von der Firma Haber&Brandner gewinnen, die sich als Metallexperten ebenfalls in die Betrachtung einbringen wollen.

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