Ziele und Aufgaben des VDR

Das Leitbild des VDR

Das Hauptanliegen des VDR ist der Schutz und die sachgerechte Bewahrung des Kunst- und Kulturgutes unter Respektierung seiner materiellen, kunsthistorischen und ästhetischen Bedeutung. Restauratoren tragen eine besondere Verantwortung für das Kulturgut gegenüber der Gesellschaft und der Nachwelt. Deshalb setzt sich der Verband dafür ein, dass sie über eine qualifizierte Ausbildung und hohe ethische Grundsätze verfügen, in ständigem fachlichen Austausch miteinander stehen und sich weiterbilden.

Ausbildung


Restaurierung hat eine stark wissenschaftlich geprägte Komponente. Während sich Objekte der Restaurierung häufig nur mit kunsthistorischen Fachkenntnissen erschließen lassen, bedarf die Restaurierung selbst der Anwendung naturwissenschaftlicher Methoden. Kulturgüter zu respektieren, zu konservieren und zu restaurieren setzt fundierte Fachkenntnisse voraus, die ständig erweitert und aktualisiert werden müssen. Um die professionellen Standards aufrecht zu erhalten, muss die Berufsausbildung auf Hochschul-Niveau angesiedelt sein.

Berufsschutz


Um Kunst- und Kulturgut wirksam schützen zu können, fordert der VDR, dass nur qualifizierte Restauratoren am Kulturgut tätig werden dürfen. Er hält die Wahrung der fachlichen Standards für unverzichtbar und fordert Maßnahmen des Berufsschutzes in Deutschland ein. Dabei geht es nicht um die Etablierung von Privilegien für die „Zunft der Restauratoren“, sondern um die Sicherung von Qualität und den Erhalt unschätzbarer materieller und ideeller Werte. Erste Erfolge dieser Verbandspolitik sind das Ende 1999 in Mecklenburg-Vorpommern und Anfang 2011 in Sachsen-Anhalt verabschiedeten „Restauratorengesetze“. Darin ist geregelt, dass sich nur diejenigen „Restaurator“ nennen dürfen, die ihre Qualifikation und Erfahrung nachgewiesen haben. Weitere Informationen zur Berufspolitik, darunter auch der Entwurf des VDR zum Restauratorengesetz, befinden sich auf der Homepage des VDR unter Berufspolitik.

Ehrenkodex


Die im VDR organisierten selbstständig tätigen Restauratorinnen verstehen sich als Angehörige der Freien Berufe und verpflichten sich, ihre Leistungen persönlich und in hoher Qualität zu erbringen. Ein aus der Restauratorenschaft heraus entwickelter Ehrenkodex gilt als Maßstab für die restauratorischen Leistungen der angestellten und der freiberuflichen Mitglieder des VDR. Die Verpflichtung der Mitglieder auf den verantwortungsvollen Umgang mit historischen Zeugnissen bedeutet eine erhebliche Verbesserung für den Kulturgutschutz.

Öffentlichkeit


Ein wichtiges Arbeitsfeld des VDR ist die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Kulturgutschutzes. Nur wenn die besondere Bedeutung der Kulturgüter und die Wichtigkeit ihrer Bewahrung und Pflege im Bewusstsein der Gesellschaft verankert sind, kann die Arbeit der Restauratoren gelingen. Angesichts einer zunehmenden Bedrohung geschützter Kulturgüter durch Umwelteinflüsse, Ausstellungstourismus und nicht zuletzt durch Vandalismus wächst die Bedeutung derer, die sprichwörtlich zum Wohle der Erhaltung von Kunst- und Kulturgütern Hand anlegen und mit dem kulturellen Erbe umzugehen wissen.

Konkrete Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit leistet der VDR durch Pressearbeit, Publikationen und Beratungen sowie durch die sogenannten "Restauratorentage", an denen auch Nichtmitglieder teilnehmen können. Diese und weitere Konferenzen dienen der Förderung des internationalen und interdisziplinären Austauschs von Fachinformation.