Aktuelles aus der Landesgruppe Hamburg

Besuch im Rahmen-Atelier von Martin Dickel am 21.11.2015

Ein Bericht von Christine Fölsch
Die Landesgruppe Hamburg hatte eingeladen zu einem Besuch in das Atelier des Rahmenrestaurators und Rahmensammlers Martin Dickel in die Warnstedtstraße 8 in Hamburg. 15 Kolleginnen und Kollegen der verschiedensten Fachrichtungen waren gekommen, um sich die Sammlung von ca. 6.000 Rahmen anzusehen, die Martin Dickel im Laufe seines Berufslebens zusammengetragen und zum großen Teil ausgestellt hat.

Eine Führung durch die chronologisch aufgebaute Sammlung, deren früheste Stücke in die Zeit um 1500 zu datieren sind, bot viel Anlass zu Diskussionen. Die wichtigen Themen wie Entstehungszeit- und ort, Material und Technik, Erhaltungsgeschichte und Restaurierungsziele einiger ausgewählter Rahmen wurden besprochen. Die Tendenz auf internationaler Ebene nach geeigneten historischen Rahmen für Gemälde zu suchen, macht deutlich, wie groß die Bedeutung des ursprünglichen (also authentischen) Zusammenhangs zwischen Bild und Rahmen heute wieder ist.Martin Dickel zeigte auch historische Bücher aus seiner umfangreichen Bibliothek, in denen die ornamentalen Vorlagen für die Rahmen gesammelt und weitergegeben wurden.

Nach einem Nachmittag hätten noch zahlreiche Themen rund um Rahmen und Einrahmung behandelt werden können, so dass wir uns auf einen weiteren Besuch im Atelier freuen dürfen.
Vielen Dank, Martin Dickel


Landesgruppe Hamburg stellt auf Art Fair aus

Vom 28. Februar bis zum 2. März 2014 findet in Hamburg zum ersten Mal die Messe Art Fair statt. Die Landesgruppe Hamburg wird den Verband der Restauratoren hierbei mit einem Infostand vertreten. Wir freuen uns über zahlreiche Besuche an unserem Stand!

1. ART FAIR
Handelskammer Hamburg
28. Februar bis 2. März 2014

Handelskammer Hamburg
Adolphsplatz 1
20457 Hamburg

Eröffnungsvernissage am 28. 2. 2014

Öffnungszeiten:
Freitag von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Samstag 11.00 bis 19.00 Uhr
Sonntag 11.00 bis 18.00 Uhr

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Hamburger Restauratorenstammtisch vom 24. Mai 2012

Neuwahlen

Beim letzten Restauratorenstammtisch wurden die Sprecherinnen der Landesgruppe Hamburg neu gewählt. Das Protokoll des Treffens finden Sie im internen Bereich dieser LG-Seite. Bitte loggen Sie sich ein.

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Photoshop-Seminar in Hamburg

Ein Bericht von Stephanie Westermann, Januar 2011

Am 15. Januar trafen sich 10 Restauratorinnen in Hamburg, um einen Tag lang ihre Kenntnisse in der Bildbearbeitung mit Photoshop zu vertiefen. Die Referentin hatte schon Schulungen für Restaurierungspraktikanten gegeben und kannte sich mit den spezifischen Fragestellungen der Restauratoren aus. Trotzdem kamen im Laufe des Tages sehr viele individuelle Fragen und Probleme zur Sprache, die bei der Themenvielfalt manchmal nur angerissen werden konnten.
Auch aufgrund der verschiedenen Fach- und Tätigkeitsbereiche waren die Anforderungen der einzelnen Teilnehmerinnen an Photoshop verschieden. Neben Fragen zur Datei- und Bildgröße, dem richtigen Dateiformat und der Integration von Farbkarten in das Bild, lag der Schwerpunkt bei der Kartierung. Es wurden verschiedene Muster und Schraffuren angelegt, die für die Kartierung verwendet werden können. Außerdem übten die Teilnehmerinnen das Umrahmen eines ausgewählten Bereichs mit verschiedenen Werkzeugen, der für die Kartierungsfläche in Frage kommen sollte.
Die meisten Teilnehmerinnen hatten zuvor noch nicht mit Photoshop kartiert, so dass hier vor allem Grundlagen geschaffen wurden. Zu diesem Thema könnte also sicher auch ein eigenes Seminar stattfinden. Insgesamt waren die Erfahrungswerte und Kenntnisse ganz unterschiedlich, so dass es gut war, die Expertin zu fragen, wie man es denn richtig macht. Nach 8 Stunden und sehr vielen Informationen war der Wissensdurst aber erstmal gestillt und die neuen Kenntnisse wollten am eigenen Computer umgesetzt werden. Dabei ergeben sich sicher neue Fragen, die in einem möglichen Vertiefungsseminar erörtert werden könnten.


30 Prozent der Hamburger Restauratorenstellen sollen gestrichen werden!

Ein Statement der Landesgruppe Hamburg des Verbandes der Restauratoren (VDR), Hamburg 3. November 2010

Das Altonaer Museum sollte geschlossen werden. Die Hamburger Restauratoren haben auf das Schärfste dagegen protestiert, da diese Entscheidung unserer Meinung nach kurzsichtig und nicht hinnehmbar war, zumal die vermeintlichen Spareffekte angezweifelt werden können. Die Schließung konnte vorerst abgewendet werden, aber die Stellensituation der Restauratoren im öffentlichen Dienst ist weiterhin unsicher.

Alle Restauratorenstellen im öffentlichen Dienst müssen erhalten bleiben!

Museale Sammlungsbestände bedürfen der objektgerechten Verwahrung und regelmäßigen Überprüfung ihres Zustandes durch Restauratoren, die beständig vor Ort tätig sind.

Restauratoren bilden bei den verschiedensten Aufgabengebieten eine wichtige Schnittstelle zwischen Wissenschaftlern und Handwerkern, sie sind daher also unentbehrlich in den Museen und im Denkmalschutzamt.

Wer soll, falls tatsächlich etwa ein Drittel der Hamburger Restauratorenstellen abgebaut wird, in Zukunft diese Aufgaben übernehmen?

Kunst- und Kulturdenkmäler gehören in die Obhut von speziell ausgebildeten Restauratoren. Ohne fachgerechte Betreuung besteht die Gefahr, dass wichtige Kunstwerke und kulturhistorische Dokumente unwiederbringlich verloren gehen, verfälscht oder beschädigt werden.

Die Erhaltung des geistig kulturellen Erbes muss in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit sein.

Aktuelles auch zum Thema auf der externer Link in neuem Fenster folgtFacebook-Seite "Altonaer Museum. Offen bleiben"

 

Denkmalschutz trifft Klimaschutz

Im Rahmen eines Anwenderforum der ZEBAU GmbH trafen sich am 15. Februar 2010 Architekten, Ingenieure, Denkmalpfleger und Restauratoren im frisch sanierten Hamburger "Michel".

Die Zukunftsperspektiven von denkmalgeschützter und erhaltenswerter Bausubstanz und die Möglichkeiten der energetischen Modernisierung unter besonderer Berücksichtigung der Erhaltung der ursprünglichen Gestaltgebung (Fassaden) der Gebäude standen im Mittelpunkt dieses Anwenderforums.

Link für Dateidownload folgtEin Bericht von Malaika Scheer und Carla Leupold (pdf; 50 KB)

externer Link in neuem Fenster folgtAnwenderforum der ZEBAU GmbH und Vorträge



"Preise vertreten und verhandeln"
im November 2007 im Museum für Hamburgische Geschichte

Das Thema „Preise vertreten und verhandeln“ hatte 18 Kolleginnen am 29. November 2007 in das Museum für Hamburgische Geschichte (Hamburg-Museum) gelockt. Während des eintägigen Workshops ging es darum, sich mit dem eigenen Verhandlungsstil im Hinblick auf die Preisgestaltung näher zu beschäftigen.

Der Referentin, Rechtsanwältin Hildegard Hesselmann gelang es, den Teilnehmerinnen die Basis einer erfolgreichen Preisverhandlung zu offenbaren.

Zunächst wurde in einer kurzen Vorstellungsrunde deutlich, dass die Thematik sowohl selbständige als auch im öffentlichen Dienst beschäftige und in Ausbildung befindliche Restauratorinnen betrifft, und dass die Problematik häufig darin besteht, die Sachebene von der Beziehungsebene zu trennen. Das heißt, eine persönliche Betroffenheit kann eine sachliche Verhandlung beeinträchtigen und dazu führen, dass der angestrebte Preis nicht durchgesetzt werden kann. Es galt, die unterschiedlichen Gründe dieses Konfliktes zu erkennen und Strategien für eine Lösung zu entwickeln.

Der Blick auf eine konkrete Situation, in Gestalt eines Rollenspiels, zeigte allen deutlich, dass Preisverhandlungen gut vorbereitet sein sollten und trainiert werden können. Unter verschiedenen Fragestellungen lassen sich die eigene Position, die eigenen Interessen ebenso wie die der Verhandlungspartner einschätzen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, den Persönlichkeitstyp des Gegenübers zu erkennen und den Verhandlungsstil entsprechend anzupassen. Einen Leitfaden bietet das Harvard-Konzept - auch eine der Grundlagen des Seminars -, das konstruktives Verhandeln mit Konzept lehrt.

Übereinstimmendes Fazit: einen herzlichen Dank an die Referentin und eine Empfehlung an alle RestauratorInnen, diese positive Motivation und Unterstützung eines schwierigen Bereichs unseres Berufes auch wahrzunehmen.

Christine Fölsch

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