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Editorial
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Liebe Mitglieder, liebe Leser:innen,
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ohne Moneten kein Monet – wer Restaurierung unterfinanziert, gefährdet unser kulturelles Gedächtnis. Morgen, am 18.03.2026, wird in Frankfurt am Main gestreikt. Wir Restaurator:innen müssen unübersehbar und laut sein. Jede Person, die spontan dazukommt, verstärkt unsere Präsenz. Sichtbarkeit ist derzeit dringend notwendig, nicht nur für eine angemessene Vergütung. Der wachsende wirtschaftliche Druck bedroht kleine spezialisierte Fächer wie die Restaurierung stetig – und damit die Zukunft unseres Berufsstandes. Um es deutlich zu sagen: Ohne faire Bezahlung kein Nachwuchs. Wer junge Menschen für einen hochqualifizierten Beruf gewinnen will, muss attraktive Bedingungen schaffen. Für unsere Berufsgruppe heißt das, klare Forderungen zu stellen, aber auch die Relevanz des eigenen Fachs sichtbar zu machen. Wir wissen: Das gelingt nur mit vielen Beteiligten. Am Wochenende beraten wir im Vorstand über die nächsten Schritte. 25 Jahre VDR – ein Jubiläum, das uns verpflichtet, unsere Zukunft entschlossen zu sichern.
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Mit frühlingshaftem Rückenwind grüßen
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Ihre Patricia Brozio und Gudrun von Schoenebeck für die Redaktion und die gesamte Geschäftsstelle
Unser Titelbild zeigt eine Momentaufnahme von den "Steintagen 2026", als sich Expert:innen für Steinkonservierung an der FH Potsdam trafen und auch das Zentrale Skulpturendepot der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg besichtigten (Foto: Wanja Wedekind).
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Neues aus dem VDR
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HTW Berlin: VDR fordert Senat zum Handeln auf
Nach der beschlossenen Beendigung des Studiengangs Konservierung, Restaurierung und Grabungstechnik an der HTW Berlin hat der Bundesverband der Freien Berufe in Rücksprache mit dem VDR-Präsidium beim Berliner Senat vorgesprochen. Der VDR hat zudem nochmals schriftlich eingefordert, dass der Senat Verantwortung übernehmen und handeln muss – bislang ohne Reaktion. Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege hält weiterhin an ihrem Plan zur Reduzierung von Studienkapazitäten fest. Unterdessen hat die Arbeitsgruppe Kulturgut, die den Transformationsprozess des Berliner Studiengangs begleiten soll, ihre Arbeit aufgenommen. Unsere Präsidentin Nadine Thiel nahm für den VDR an der ersten Sitzung am 06.03.2026 gemeinsam mit weiteren externen Berater:innen teil. Ziel ist es, die fachliche Kontinuität und Kompetenz zu sichern, den Arbeitsmarkt zu analysieren und langfristige Finanzierungsmodelle zu prüfen. Es sollen geeignete Institutsformen oder externe Träger identifiziert sowie Kooperations- und Partnerschaftsmodelle entwickelt werden. Dekan Prof. Thomas Bremer rief dazu auf, dass sich Lehrende der Restaurierungsstudiengänge in Deutschland künftig noch stärker vernetzen sollten, um den Fortbestand des Fachs gemeinsam zu sichern.
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VDR gründet AG zu studienvorbereitenden Praktika
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Mitte Januar hat sich im VDR eine Arbeitsgruppe gebildet, die einen neuen Leitfaden für das studienvorbereitende Praktikum erarbeiten möchte. In der AG sind derzeit Mitglieder aus allen drei Interessengruppen des VDR vertreten – Studierende, Selbstständige und Angestellte – sowie Vertreterinnen des Praktikumsjahrs Altenburg, des Präsidiums und der Geschäftsstelle. Auch die Hochschulstudiengänge sind dazu eingeladen, an diesem Leitfaden mitzuwirken – zumal sie die Kriterien für die Aufnahme der Studierenden und damit auch für das Praktikum festlegen. Wer Interesse hat, in der AG mitzuwirken, oder hilfreiche Tipps zum Thema geben kann, melde sich bitte bei der IG RiA. Details zum Anlass und den Zielen.
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Mitgliederbefragung zur Aufnahme von Bachelor-Absolvent:innen
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Der VDR hat sich zum Ziel gesetzt, ergebnisoffen über eine mögliche Anpassung der in der Satzung verankerten Zugangskriterien zum Verband zu diskutieren und entsprechende Empfehlungen zu formulieren. Zu diesem Zweck hat sich 2024 eine heterogen zusammengesetzte Arbeitsgruppe konstituiert, die in einem ersten Schritt eine Empfehlung für die Aufnahme von Bachelor-Absolvent:innen erarbeitet hat. Diese wurde auf der Mitgliederversammlung im November in Hildesheim präsentiert. Beim dort erhobenen Stimmungsbild sprachen sich 86 Prozent der Anwesenden für eine Aufnahme aus. Diese Abfrage möchten wir in der gesamten Mitgliedschaft wiederholen. In den kommenden Tagen erhalten unsere Mitglieder daher eine separate Mail mit allen Informationen und dem Link zur Umfrage. Wir freuen uns über eine rege Beteiligung.
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Serie "Mit Kalkül": Souverän aussteigen
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In der 41. Ausgabe unserer Serie "Mit Kalkül" mit betriebswirtschaftlichen Informationen rund um den Restaurator:innenberuf befasst sich die VDR-Geschäftsführerin Dr. Christiane Schillig mit einem heiklen Thema. Wie geht man als selbstständig arbeitende:r Restaurator:in damit um, wenn der Arbeitsumfang in einem übernommenen Auftrag ausufert und das Projekt die ursprünglich kalkulierte oder vereinbarte Leistung deutlich übersteigt? "Souverän aussteigen – Exit-Strategien für unwirtschaftliche Restaurierungsprojekte" heißt diese Folge, in der es um die Frage geht, wie man, falls nötig, rechtzeitig die Reißleine zieht.
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Mitgliederbereich
Mitglieder: Wir begrüßen in diesem Monat Jennifer Oster als Ordentliches Mitglied. Karoline Reck, Katharina Künzel, Marie Hedwig, Paola Molina Echeverria, Sebastian Obermaier und Tabea Strube
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verstärken nun die Reihen der Restaurator:innen in Ausbildung. Das Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz ist neues korrespondierendes Mitglied. Herzlich willkommen im Verband.
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Gremien: Die Fachgruppe Archäologisches Kulturgut hat im Februar ihr Sprecher:innenteam neu gewählt. Als Vorsitzende wurde Susanne Domke gewählt, sie wird vertreten von Miriam Braun und Svenja Kampe. Die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen lädt am 16.04.2026 um 20 Uhr ihre Mitglieder zu einem Online-Treffen ein. Es werden Neuwahlen für das Sprecher:innenteam stattfinden.
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Schwarzes Brett: In unserem Mitgliederbereich werden aufgrund einer Werkstattauflösung im Fachgebiet Papier- und Buchrestaurierung verschiedene Geräte sowie Verbrauchsmaterialien verkauft, u.a. eine Schneidemaschine, ein selbstgebauter Prägnant, Lupe mit Beleuchtung, Karton, Gewebe und vieles mehr. Abzuholen in Ettlingen südlich von Karlsruhe. (Bitte loggen Sie sich ein.)
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Veranstaltungen des VDR
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StuKo – 15. Studierendenkolloquium in Bern
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Die Interessengruppe Restaurator:innen in Ausbildung (IG RiA) des VDR lädt am 23. und 24.05.2026 zum 15. Studierendenkolloquium nach Bern ein. Eingeladen sind alle Studierenden aus dem Bereich der Konservierung und Restaurierung, sowie alle Vorpraktikant:innen. Die Teilnehmenden dürfen sich auf zwei inspirierende Tage mit spannenden Vorträgen von Studierenden, einem interaktiven Workshop, lebhaften Diskussionen und einem regen Austausch mit anderen Restaurator:innen in Ausbildung freuen. Von Student:innen für Student:innen organisiert, ist das Kolloquium eine Möglichkeit, sich in einem informellen Rahmen zu vernetzen und über die eigene Hochschule hinauszublicken. Zusätzlich zum Kolloquium findet am Sonntag das jährliche Treffen der IG RiA statt. Es gibt Einblicke in aktuelle Projekte, relevante Themen des Verbandes und es bleibt Raum für Fragen und Anregungen. Anmeldeschluss ist der 10.05.2026
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"Was bin ich mir wert – souverän verhandeln, klar kommunizieren"
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Wie lassen sich Honorar und fachliche Leistung überzeugend vertreten – auch bei Preisdruck oder knappen Budgets? Das Seminar vermittelt Restaurator:innen Argumentationssicherheit für Honorarverhandlungen, Strategien für schwierige Gesprächssituationen und mehr Klarheit in der eigenen Positionierung. Mit fundiertem Input der Rechtsanwältin Hildegard Hesselmann sowie praxisnahen Übungen und Austausch erhalten Teilnehmende konkrete Werkzeuge für den Berufsalltag. Das Angebot richtet sich an Restaurator:innen aller Erfahrungsstufen – von Studierenden bis zu erfahrenen Selbstständigen und Angestellten. Das VDR-Seminar "Was bin ich mir wert – souverän verhandeln, klar kommunizieren" findet am 11. und 12.04.2026 im Deutschen Hygiene Museum in Dresden statt. Anmeldeschluss ist der 29.03.2026.
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Hybrid-Tagung "Schön? Toxisch!"
Der VDR veranstaltet am 08. und 09.05.2026 in Hamburg die zweite Ausgabe der fachübergreifenden Tagung „Schön? Toxisch!“. Im Fokus stehen Gift- und Gefahrstoffe, die seit Jahrzehnten den Arbeitsalltag in Restaurierung, Denkmalpflege, Museen sowie in Archiven und Bibliotheken prägen. Besonderes Gewicht liegt diesmal auf der praktischen Umsetzung von Gefährdungsanalysen, Projektplanungen sowie der Durchsetzung von Schutzmaßnahmen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Standardisierung sicherheitsrelevanter Verfahren beim Arbeiten mit kontaminierten Objekten und in schadstoffbelasteten Bereichen. Early-Bird-Tickets bis 29.03.2026, Anmeldeschluss ist der 19.04.2026. Hinweis: Wir empfehlen, sich frühzeitig um eine Unterkunft zu bemühen, da zeitgleich zur Tagung der Hafengeburtstag in Hamburg stattfindet. Im internen Mitgliederbereich der VDR-Website haben wir eine Schlafbörse eingerichtet.
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Zwischen Kunibert und Ursula: Fachgruppenausflug nach Köln
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Am 29.11.2025 war die Fachgruppe Polychrome Bildwerke zu Gast in Köln. Einen Nachmittag lang gaben dort Erzdiözesankonservatorin Dr. Anna Pawlik und Marc Peez, leitender Restaurator am LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, interessante Einblicke in ihre Arbeit. "Beim Betrachten der Ausstattungen von St. Kunibert und St. Ursula haben wir uns über die Herausforderungen und Ergebnisse der Restaurierungen ausgetauscht und nicht zuletzt über die Fragen von langfristiger Wartung und Pflege gesprochen", berichtet Fachgruppenvorsitzende Dörte Busch. Die zahlreiche und engagierte Teilnahme machte den Nachmittag zu einem besonders inspirierenden Austausch.
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"Rund ums Vergaberecht": zwei Erfahrungsberichte
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Am 27.02.2026 fand in Hildesheim das 11. Seminar „Rund ums Vergaberecht“ mit dem Titel „Mehr Verständnis bringt mehr Sicherheit!“ als eintägige Hybridveranstaltung statt. Gastgeberin war die HAWK – Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim, vertreten durch Dr. Ralf Buchholz. Die Seminarreihe wurde 2015 von der Interessengruppe Selbstständige Freiberufler:innen (IGSF) ins Leben gerufen. Sie ist als Baustein zur Selbsthilfe zu sehen, gedacht für freiberufliche und angestellte Restaurator:innen sowie Zuständige in Vergabestellen, um Vergabeverfahren gerecht und wirtschaftlich zu gestalten. Wir haben zwei Erfahrungsberichte.
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Steintage 2026 mit über 100 Fachleuten
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Nunmehr zum dritten Mal fanden in diesem Frühjahr die "Steintage" statt, dieses Mal mit Unterstützung der Fachhochschule Potsdam. Veranstalterin war die VDR-Fachgruppe Steinkonservierung, die wohl mitgliederstärkste Expert:innengruppe für Steinkonservierung in Europa und darüber hinaus. In gewohnt offener und kollegialer Atmosphäre und mit einem freudvollen Wiedersehen für viele Tagungsgäste fanden über 100 Fachleute der Steinkonservierung zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Zehn thematisch breit gefächerte Beiträge zogen die Zuhörer:innen in ihren Bann und sorgten für intensiven Austausch.
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Neu im Blog
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Weitsicht trifft Kurzsicht – und die Restaurierung zahlt den Preis
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Wie steht es um die Restaurierung in den nächsten 20 Jahren? Ein Blick nach Köln und Berlin zeigt: Es könnte kaum gegensätzlicher sein! In Köln denkt man langfristig. Die römischen Denkmale sollen bis zum 2.000-jährigen Stadtjubiläum 2050 umfassend restauriert werden. Der Kunst- und Kulturausschuss hat einstimmig beschlossen, zunächst den Restaurierungsbedarf systematisch zu erfassen – ein klarer kulturpolitischer Auftrag mit Weitblick. Doch diese Weitsicht endet an der Landesgrenze. Denn wer soll all diese Arbeiten in 20 Jahren überhaupt noch ausführen? Während Köln vorausdenkt, wird andernorts die Grundlage für solche Projekte schrittweise entzogen. Ein Kommentar von VDR-Präsidentin Nadine Thiel.
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"Kunsttechnologie ist besonders spannend"
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Auch im Studienjahr 2025/26 hat der VDR erneut Deutschland-Stipendien vergeben. In dieser zweiten Runde wurden vier Stipendiat:innen ausgezeichnet. Wir beginnen unsere Vorstellung mit Alexandra Ziegler. Sie studiert an der Hochschule für Bildende Künste Dresden derzeit im dritten Studienjahr mit dem Schwerpunkt Malerei auf mobilen Bildträgern. Wir haben mit ihr über ihren Weg in die Restaurierung gesprochen, warum sie den Fachbereich gewählt hat und welche Pläne und Ideen sie für die Zukunft hat.
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Meldungen
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"Leichte Wartung" des Jüngsten Gerichts
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Michelangelos Fresko Das Jüngste Gericht in der Sixtinischen Kapelle wird derzeit einer "leichten Wartung" unterzogen, wie Barbara Jatta, die Direktorin der Vatikanischen Museen es nennt. Nach der großen Reinigung der Kapelle in den 1990er Jahren wurde eine jährliche Wartung eingeführt, die normalerweise von den Besucher:innen unbemerkt bleibt. Für das 180 Quadratmeter große Fresko an der Stirnwand hat man sich jedoch für ein festes Gerüst entschieden, um die Arbeiten effizient auf etwa drei Monate zu begrenzen. Mit den Jahren hatten sich Salzablagerungen (Calciumlactat) gebildet, die durch den Schweiß der vielen Besucher entstanden waren. Nun wird die weißliche Schicht mit Hilfe von Seidenpapier und destilliertem Wasser entfernt. Das Jüngste Gericht ist zwar durch das Gerüst verstellt, die Kapelle bleibt jedoch geöffnet. Bis Ostern sollen die leuchtenden Farben des Freskos wieder sichtbar werden, wie der Deutschlandfunk berichtet.
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Schadensmonitor Kulturgut Deutschland wurde modernisiert
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Blue Shield Deutschland hat den Schadensmonitor Kulturgut Deutschland überarbeitet und auf Basis des Umfragetools Baserow neu aufgesetzt. Das modernisierte System ermöglicht eine einfachere, schnellere und präzisere Erfassung notfallbedingter Schäden an Kulturgut. Mit dem Relaunch schafft Blue Shield eine verlässliche Datenbasis, die für Prävention, Forschung und politische Entscheidungen im Kulturgutschutz dringend benötigt wird. Begleitend dazu präsentiert Blue Shield eine Ausstellung zu Schäden am Kulturerbe, die Ergebnisse des Schadensmonitors sowie historische Schadensfälle – darunter Weimar, Köln und das Ahrtal – sichtbar macht.
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Zwischenstand zum Mutterschutz für Selbstständige
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Der Mutterschutz für Selbstständige ist im Koalitionsvertrag verankert – ein wichtiger Erfolg. Jetzt muss ein Gesetzesentwurf so gestaltet werden, dass er im Alltag wirklich trägt: rechtssicher, praxistauglich und ohne Lücken. Daher zeigt das Bündnis Mutterschutz weiterhin Präsenz, denn für ein tragfähiges Gesetz bleibt entscheidend, dass die Perspektiven der Betroffenen ernst genommen werden. Nur so entsteht ein Mutterschutz, der seinen Namen verdient. Das Bündnis informiert auf LinkedIn und Instagram regelmäßig über den aktuellen Stand. Auf der Website gibt es Informationen zum Bündnis Mutterschutz für Alle!, das aus einer Petition aus dem Jahr 2022 hervorgegangen ist. Dieser Community kann jede:r beitreten und die Aktionen unterstützen.
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Schätze des Mittelalters – neu präsentiert
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Knapp vier Jahre hat die Renovierung, Restaurierung und Neukonzipierung der Mittelaltersäle des Bayerischen Nationalmuseums gedauert. Die Sammlung mittelalterlicher Kunst im Bayerischen Nationalmuseum gehört nach Umfang, Qualität und Vielfalt zu den bedeutendsten ihrer Art in Deutschland. Um diesen Schatz zeitgemäß präsentieren zu können und die historische Architektur des Museums einzubeziehen, wurden die originale farbige Ausmalung von Saal 3 sowie ein großformatiges Fresko in Saal 4 in mühevoller Arbeit freigelegt und rekonstruiert. Außerdem wurden etwa 30 Objekte einer hoch technologisierten Untersuchung und umfassender Restaurierung unterzogen. Neu präsentiert in "Stimmungsräumen" sind Grabmale, Altaraufsätze, Chorfenster, Reliquiare, Madonnen und in Saal 7 Kunst aus ehemaligen Frauenklöstern. Ende des Jahres soll ein Medienguide verfügbar sein, der die gesamte Renovierungs- und Restaurierungsphase nachvollziehbar erklärt. (Foto: Raumeindruck Saal 4, Bayerisches Nationalmuseum, Bastian Krack)
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Schützt Vegetation Kulturerbe?
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Das Forschungsprojekt VegProtect der Universität Bayreuth untersucht, wie sich verschiedene Arten von Vegetation auf den Feuchtehaushalt an Mauerwerk auswirken. So will man belastbare Grundlagen für die Bewertung von Pflanzenbewuchs als potenziell protektiven Faktor an Natursteinoberflächen schaffen und dieses Wissen für die Restaurierung und Denkmalpflege nutzbar machen. Das Forschungsprojekt untersucht an Burgen, Universitätsgebäuden und Testwänden in Deutschland, Belgien und Großbritannien, wie verschiedene Vegetationstypen – von Flechten und Moosen bis zu Kletterpflanzen – den Feuchtehaushalt und das Mikroklima von Naturstein beeinflussen. Mit Sensorik, Geophysik und Laboranalysen ermittelt das Team, welche Pflanzenarten Schutz bieten, ohne Schäden durch Wurzeln oder Verwitterung zu verursachen.
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Echt: Die Vision des Zacharias im Tempel stammt von Rembrandt
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Forscher:innen des Rijksmuseum haben nachgewiesen, dass das Gemälde „Vision des Zacharias im Tempel“ (1633) tatsächlich von Rembrandt stammt. Mithilfe moderner Untersuchungsmethoden – darunter dieselben Techniken wie bei der Restaurierungs- und Forschungsinitiative Operation Night Watch – wurde das Bild mit anderen Werken Rembrandts aus derselben Zeit verglichen. Materialanalysen, stilistische und thematische Übereinstimmungen, nachweisbare Überarbeitungen durch den Künstler sowie die hohe malerische Qualität sprechen eindeutig für die Authentizität des Werkes. Das Gemälde zeigt eine Szene aus der Bibel: den Moment, in dem der Hohepriester Zacharias im Tempel Besuch vom Erzengel Gabriel erhält, der ihm die Geburt seines Sohnes Johannes des Täufers ankündigt. 1960 war das Bild aus Rembrandts Werkverzeichnis gestrichen worden und verschwand nach einem Privatkauf 1961 aus der Öffentlichkeit. Erst als der heutige Besitzer das Rijksmuseum kontaktierte, begann eine zweijährige Studie. Sie zeigte, dass Pigmente, Maltechnik, Schichtaufbau, Signatur und sogar die Datierung des Holzträgers mit Rembrandts Arbeiten übereinstimmen. Auch thematisch passt das Werk zu anderen frühen Historienbildern des damals 27-jährigen Künstlers. (Foto: Rijksmuseum, Kelly Schenk)
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Termine
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Die 17. Jahrestagung für Universitätssammlungen findet vom 10.-12.09.2026 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg statt. Sie wird gemeinsam von der Kustodie und der Gesellschaft für Universitätssammlungen e. V. veranstaltet.
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The international conference on "Baroque Stucco Marble Altars: Materials, Conservation-Restoration and Significance" will take place in Ljubljana on 15 and 16 September 2026 at the National Gallery of Slovenia.
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Im Restaurierungskolloquium am Mannheimer Technoseum geht es dieses Mal um den Miniatur-Nachbau eines Etagenkarussells im Besitz des Technoseums. Es sprechen Dr. Sarah Pister, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Helga Erbacher, Holzrestauratorin und Markus Thomé, Restaurator für Elektrotechnik und Fahrzeuge.
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Die Veranstaltung thematisiert die Kulturgeschichte des Hörens und die akustische Identität von Orten. Konkret wird gefragt, wie besondere Klangräume und -körper erhalten werden können. Zusätzlich zu den Vorträgen gibt es Führungen zu ausgewählten Klangräumen in Detmold.
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Alle an der Ausbildung Interessierte sind am Tag der offenen Tür im Goering Institut herzlich willkommen. Auch über den Besuch bisheriger Absolvent:innen freut sich das Institut sehr.
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Call for Papers zur 9. Internationalen Architectural Finishes Research Conference, die vom 03.–06.11.2027 in Wien stattfindet. Die Konferenz lädt zu Beiträgen ein, die sich kritisch mit Methoden, Narrativen, Praxis und Vermittlung der Architectural Finishes Research auseinandersetzen.
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Die internationale Konferenz „Materiality and Color in Modernist Architecture: From Science to Everyday Heritage Conservation Practice“ die in der Architektenkammer Berlin stattfindet, bringt Expert:innen aus allen Bereichen der Denkmalpflege zusammen.
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Das diesjährige Motto der BibiloCon heißt „Analog trifft Algorithmus“. Zentral sind gesellschaftliche Themen wie Datensouveränität, Bibliotheken als Orte für alle Generationen, notwendige Qualifikationen im Berufsfeld und die Verbindung von Traditionen mit neuen Technologien.
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Der nächste reguläre Newsletter erscheint Mitte April 2026. Themenvorschläge nimmt das Newsletter-Team bis zum Redaktionsschluss am 14. April 2026 per E-Mail entgegen.
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Verband der Restaurator:innen e.V. | Haus der Kultur | Weberstraße 61 | 53113 Bonn Telefon: 0228/9 26 89 70 | www.restauratoren.de
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V.i.S.d.P.: Dr. Christiane Schillig, Geschäftsführerin des VDR Redaktion: Patricia Brozio, Dr. Christiane Schillig, Gudrun von Schoenebeck E-Mail: newsletter@restauratoren.de
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