Die Gläserne Frau, eine der ikonischen Figuren des Deutschen Hygiene-Museums, ist in die Dauerausstellung zurückgekehrt. Ursprünglich 1935/36 als Auftragswerk für den US‑Textilfabrikanten Camp entstanden, wurde sie wegen hoher Feuchtigkeit und Temperatur-Schwankungen drei Jahre lang ausgelagert.
Die Figur besteht aus Celluloseacetat, einem Kunststoff, der Alterungsschäden zeigt. In einem Forschungsprojekt wurden Erhaltungsmaßnahmen untersucht und ein präventives Konservierungskonzept entwickelt.
Für eine langfristige Erhaltung wurden spezielle Klimabedingungen identifiziert: 15–18°C und 30–35% relative Feuchte; diese Werte lassen sich in der Ausstellung und im Depot jedoch nicht dauerhaft realisieren. Daher wurde die Gläserne Frau in eine eigens angefertigte Klimavitrine integriert, um optimale Bedingungen zu gewährleisten. Eine größere Klimazelle von ca. 20 m² dient der Lagerung weiterer Figuren aus dem Konvolut „Gläserne Figuren“. Die Klimavitrine (ca. 4 m³) hat eine Doppelverglasung, Erschütterungsdämmung und ein Aktivkohlefiltersystem gegen Essigsäure aus Celluloseacetat.
Im Bild oben bringt der Restaurator Jakob Fuchs vom Deutschen Hygiene-Museum die Gläserne Frau sicher in die neue Klimavitrine (Foto: Oliver Killig).
