Ethische Maximen bilden die Grundlage des restauratorischen Handelns. In nationalen und internationalen Abkommen und Grundsatzpapieren sind diese berufsethischen Grundsätze und grundlegenden Verhaltensregeln für den fachgerechten Umgang mit unserem Kunst- und Kulturgut festgehalten.

Internationale Chartas und Richtlinien sind länderübergreifende normative Dokumente, die einen hohen Grad an Verbindlichkeit haben. Für die Denkmalpflege, Konservierung und Restaurierung fassen sie die wichtigsten Orientierungen und Prinzipien zusammen und sind Richtschnur für allgemein akzeptiertes, moralisches Handeln in diesen Disziplinen.

Downloads und Links

Die Charta von Venedig (1964 / 1989)

Die „Internationale Charta über die Konservierung und Restaurierung von Denkmälern und Ensembles“ wurde 1964 als Ergebnis einer Konferenz von Teilnehmern aus 17 Staaten verabschiedet. In dem Dokument bündeln sich die Erfahrungen der Denkmalpflege eines ganzen Jahrhunderts. Die Substanzerhaltung wird als die wichtigste Aufgabe in der Denkmalpflege definiert und lässt sich auf den Umgang mit beweglichen Kulturgütern übertragen.

Charta_von_Venedig Fassung 1989 (PDF)

ICOM-CC Definition of profession (1984)

Dieses Dokument wurde von einem mehrköpfigen Team von ICOM-CC zwischen 1978 und 1984 erarbeitet. Es legt grundlegende Prinzipien des Berufes fest.

ICOM-CC Definition of profession 1984 (PDF)

Quelle: http://www.icom-cc.org/47/about-icom-cc/definition-of-profession/

Ehrenkodex der Restauratoren (1986)
Die Charta von Lausanne (1990)

Die „Charta für den Schutz und die Pflege des archäologischen Erbes“ wurde 1990 von der ICOMOS („International Council on monuments and sites“) Generalversammlung in Lausanne beschlossen. Darin sind die Grundsätze zu den verschiedenen Aspekten des Umgangs mit dem archäologischen Erbe festgehalten.

Charta_Lausanne_1990 (PDF)

Das Dokument von Nara (1994)

Das „Nara Dokument über Authentizität“ wurde als Ergebnis einer Expertenkonferenz in Nara, Japan 1994 verabschiedet. Es wurde konzipiert im Geist der Charta von Venedig und beschäftigt sich mit dem Begriff Authentizität in der Restaurierungspraxis.

Nara_Dokument 1994 (PDF)

Das Dokument von Vantaa (2000)

Das „Dokument von Vantaa“ beinhaltet Vorschläge für eine "Europäische Strategie zur Präventiven Konservierung" und wurde 2000 von einer internationalen Arbeitsgruppe in Vantaa, Finnland, verabschiedet.

Dokument_Vantaa_2000 (PDF)

Die Charta von Krakau (2000)

Die Charta ist eine Ergänzung der Charta von Venedig aus dem Jahr 1964.

Charta_von_Krakau_2000 (PDF)

E.C.C.O. – Berufsrichtlinien / Professional Guidelines (2002-2003)

Die European Confederation of Conservator-Restorers´ Organizations (E.C.C.O.) hat 2002 und 2003 Berufsrichtlinien formuliert. Diese beschreiben den Beruf und die Anforderungen an die Restauratorenausbildung. Im Code of Ethics benennt E.C.C.O. zudem die Grundsätze, an die Restauratoren bei der Ausübung ihrer konservatorischen und restauratorischen Arbeit gebunden sind.

E.C.C.O. - Berufsrichtlinien I / Professional Guidelines I (PDF)
Der Beruf des Restaurators / The Profession (2002)

E.C.C.O. - Berufsrichtlinien II / Professional Guidelines II (PDF)
Der Standeskodex / Code of Ethics (2003)

E.C.C.O. - Berufsrichtlinien III / Professional Guidelines III (PDF)
Grundlegende Anforderungen zur Restauratorenausbildung / The Basic Aims of Education in Conservation-Restoration (2004)

Standards für Museen (2006)

Der Deutsche Museumsbund hat 2006 gemeinsam mit ICOM-Deutschland die "Standards für Museen" herausgegeben. Klare Aufgabenbeschreibungen und formulierte Standardwerte sollen die Position von Museen aller Sammlungsbereiche, Größen, Trägerfromen und Regionen in den Gesellschaft festigen und ihnen als Leitfaden für die tägliche Arbeit dienen.

Quelle: http://www.restauratoren.de/fileadmin/red/pdf/Standards_fuer_Museen_2006.pdf

Monumenta I - Internationale Grundsätze und Richtlinien der Denkmalpflege (2012)
Die Publikation „Internationale Grundsätze und Richtlinien der Denkmalpflege“ ist ein gemeinsames Werk der deutschsprachigen Nationalkomitees von ICOMOS.
 
 
E.C.C.O. Kompetenzen für den Zugang zum Beruf des Konservators-Restaurators (2013)

Seit 2013 liegt die 2. Auflage der 49 Seiten umfassenden Broschüre „Kompetenzen für den Zugang zum Beruf des Konservator-Restaurators“ des Europäischen Dachverbandes der Restauratorenverbände E.C.C.O. in deutscher Übersetzung vor. Darin stellt E.C.C.O. seine Definition der für den Beruf Konservator-Restaurator erforderlichen Kompetenzen vor.
Diese stützt sich auf vorhandene Definitionen der Konservierung-Restaurierung (E.C.C.O. 2009) und die Erkenntnis, dass dieser Beruf zum Wohle derzeitiger und künftiger Generationen öffentliche Verantwortung für die Erhaltung von Kulturgut und die Verbreitung der damit verbundenen Kenntnisse trägt.

Deutschsprachige Broschüre "Kompetenzen für den Zugang zum Beruf des Konservators-Restaurators (PDF, 9 MB)