Nach den großen Herausforderungen für Kulturschaffende während der Coronapandemie meldet das Statistische Bundesamt am 21. Januar 2026 einen Anstieg der Erwerbstätigen in Kulturberufen um sechs Prozent gegenüber 2021 – auf insgesamt 1,3 Millionen Personen.
Auffällig bleibt die hohe Selbstständigenquote. Mit rund 33 % liegt diese fast viermal so hoch wie im Durchschnitt aller Erwerbstätigen (9%). Besonders hoch war die Selbstständigenquote im Bereich Kunsthandwerk und bildende Kunst (85 %) sowie in der Moderation und Unterhaltung (61 %). Deutlich geringer fiel der Anteil in den Bereichen Veranstaltungsservice und -management (17 %) sowie Redaktion und Journalismus (26 %) aus.
Gleichzeitig ist die wirtschaftliche Lage vieler Kulturschaffender weiterhin angespannt: Rund ein Drittel verfügt über ein monatliches Nettoeinkommen unter 1.500 Euro, besonders häufig im Kunsthandwerk und im Kunsthandel. Die höchsten Anteile an Kulturberufen verzeichnen Berlin (8 %) und Hamburg (6 %).
Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) ordnet ein:
„Ein großer Teil ihrer Tätigkeiten ist den Freien Berufen zuzuordnen. Gerade vor diesem Hintergrund sind stabile und verlässliche Rahmenbedingungen zentral für die Zukunftsfähigkeit der Kulturberufe.“
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis).
Hier geht es zur Pressemitteilung.
