Kulturguterschutz aus dem Weltraum. Praxisbeispiele veröffentlicht

Kulturguterschutz aus dem Weltraum – das können Erdbeobachtungs- und Satellitendaten leisten. Doch Kulturgutschützer:innen sind über diese Möglichkeiten kaum informiert. Dies will eine Sammlung von 12 guten Praxisbeispielen ändern, die im […]
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Kulturguterschutz aus dem Weltraum – das können Erdbeobachtungs- und Satellitendaten leisten. Doch Kulturgutschützer:innen sind über diese Möglichkeiten kaum informiert. Dies will eine Sammlung von 12 guten Praxisbeispielen ändern, die im europäischen Projekt SATCULT zusammengestellt wurden – als Inspiration und Ermutigung, den Austausch mit Datenexpert:innen aus der Geoinformation zu suchen.

Ob Folgen des Klimawandels wie Austrocknung, Überschwemmungen, Sturm- und Hagelschäden an Baudenkmälern, die Bewertung kriegsbedingter Zerstörungen und die Vorbereitung der Schadensbe-wertung und Rekonstruktion - Kulturerbestätten wie Schlösser, historische Gärten und archäologische Parks haben es schwer im Schutz und Erhalt. Nicht nur aus finanzieller Sicht ist der Kulturguterschutz eine gewaltige Aufgabe, auch in der Nutzung z. B. neuer Technologien ist es für Kulturerbemanager:innen schwer, mit Entwicklungen Schritt zu halten. Interdisziplinärer Austausch mit dem Sektor der Geoinformation wird immer wichtiger, um beispielsweise Forschungsergebnisse oder neue Technologien nutzen zu können.

Baden-Württemberg nimmt nun in diesem Thema eine Vorreiterrolle ein: In einer interdisziplinären Veranstaltung im Heidelberger Schloss trafen erstmals Vertreter:innen beider Disziplinen aus ganz Deutschland zusammen, um Voraussetzungen der Datennutzung kennen zu lernen. Vorgestellt wurde dabei eine neue Broschüre der SATCULT-Initiative, die in 12 interdisziplinär ausgerichteten Praxisbeispielen zeigt, wie Satellitendaten eingesetzt werden können im Schutz des Kulturerbes. Darin wird deutlich, welche fachlichen Voraussetzungen z. B. bei Qualifikationen des Personals wichtig sind und wie man mit Expert:innen in Kontakt kommt, die Satellitendaten liefern, analysieren und anwenden können. Im europäischen Projekt SATCULT ("Closing a knowledge gap by vocational training about satellite-based services in cultural heritage preservation") werden erstmals diese Bedingungen untersucht und erfasst, unter denen Kulturerbe-Organisationen das notwendige Wissen durch berufliche Fortbildung erwerben können. Geleitet wird das Projekt von der Bad Mergentheimer media k GmbH.

Der Druck der deutschsprachigen Broschüre wurde mit finanzieller Unterstützung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg ermöglicht. Sie kann unter satcult@media-k.eu von Kulturerbe-Einrichtungen angefordert werden und steht auch zum kostenlosen Download bereit: https://satcult.eu/about/information-material/

Teilnahme an Umfrage bereitet Qualifizierungsprogramm vor

Beschäftigte im Kulturgüterschutz wie Manager:innen von Schlössern, Museen, Ausgrabungsstätten oder historischen Gärten sowie alle Beschäftigten in der Geoinformation, Luft- und Raumfahrt (Geowis-senschaftler:innen, Ingenieur:innen, etc) sind zudem zu einer europaweiten Umfrage eingeladen. Die Ergebnisse sollen Aufschluss geben, wie ein interdisziplinär angelegtes Qualifizierungsprogramm zur Datennutzung aussehen sollte, um den Bedarfen der Praxis bestmöglich entgegen zu kommen.

Die Umfrage ist hier zugänglich und bis 28. Februar 2026 geöffnet:
Für Beschäftige im Kulturerbe-Erhalt: https://forms.gle/bJv5MhSpC5dUswt78 
Für Expert:innen aus der Geoinformation: https://forms.gle/ai5PfAauHxDGe1Vp9

Gefördert durch das europäische ERASMUS+ Programm ist diese Umfrage eine „große Chance, um die Umsetzung von Satellitendaten in konkretes Handeln zum Schutz des Kulturerbes zu ermöglichen“, so Geschäftsführerin und Projektleiterin Dr. Karin Drda-Kühn. Sie ist überzeugt, „dass Satellitendaten den Kulturgüterschutz zukunftsfähig machen und finanziell entlasten können“.

Neben der deutschen media k GmbH sind das nationale italienische Forschungsinstitut Consiglio Nazionale delle Ricerche und das zypriotische Forschungsinstitut Erastosthenes Centre of Excellence beteiligt. Qualifizierte Expertise aus Baden-Württemberg ist ebenfalls eingebunden: Patricia Alberth, Geschäftsführerin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, ist Mitglied des hochrangigen europäischen Beirats.

Kulturgüterschutz aus dem Weltraum – das können Erdbeobachtungs- und Satellitendaten leisten. Doch Kulturgutschützer:innen sind über diese Möglichkeiten kaum informiert. Dies will eine Sammlung von 12 guten Praxisbeispielen ändern, die im europäischen Projekt SATCULT zusammengestellt wurden – als Inspiration und Ermutigung, den Austausch mit Datenexpert:innen aus der Geoinformation zu suchen.

Ob Folgen des Klimawandels wie Austrocknung, Überschwemmungen, Sturm- und Hagelschäden an Baudenkmälern, die Bewertung kriegsbedingter Zerstörungen und die Vorbereitung der Schadensbe-wertung und Rekonstruktion - Kulturerbestätten wie Schlösser, historische Gärten und archäologische Parks haben es schwer im Schutz und Erhalt. Nicht nur aus finanzieller Sicht ist der Kulturgüterschutz eine gewaltige Aufgabe, auch in der Nutzung z. B. neuer Technologien ist es für Kulturerbemanager:innen schwer, mit Entwicklungen Schritt zu halten. Interdisziplinärer Austausch mit dem Sektor der Geoinformation wird immer wichtiger, um beispielsweise Forschungsergebnisse oder neue Technologien nutzen zu können.

Baden-Württemberg nimmt nun in diesem Thema eine Vorreiterrolle ein: In einer interdisziplinären Veranstaltung im Heidelberger Schloss trafen erstmals Vertreter:innen beider Disziplinen aus ganz Deutschland zusammen, um Voraussetzungen der Datennutzung kennen zu lernen. Vorgestellt wurde dabei eine neue Broschüre der SATCULT-Initiative, die in 12 interdisziplinär ausgerichteten Praxisbeispielen zeigt, wie Satellitendaten eingesetzt werden können im Schutz des Kulturerbes. Darin wird deutlich, welche fachlichen Voraussetzungen z. B. bei Qualifikationen des Personals wichtig sind und wie man mit Expert:innen in Kontakt kommt, die Satellitendaten liefern, analysieren und anwenden können. Im europäischen Projekt SATCULT ("Closing a knowledge gap by vocational training about satellite-based services in cultural heritage preservation") werden erstmals diese Bedingungen untersucht und erfasst, unter denen Kulturerbe-Organisationen das notwendige Wissen durch berufliche Fortbildung erwerben können. Geleitet wird das Projekt von der Bad Mergentheimer media k GmbH.

Der Druck der deutschsprachigen Broschüre wurde mit finanzieller Unterstützung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg ermöglicht. Sie kann unter satcult@media-k.eu von Kulturerbe-Einrichtungen angefordert werden und steht auch zum kostenlosen Download bereit: https://satcult.eu/about/information-material/

Teilnahme an Umfrage bereitet Qualifizierungsprogramm vor

Beschäftigte im Kulturgüterschutz wie Manager:innen von Schlössern, Museen, Ausgrabungsstätten oder historischen Gärten sowie alle Beschäftigten in der Geoinformation, Luft- und Raumfahrt (Geowis-senschaftler:innen, Ingenieur:innen, etc) sind zudem zu einer europaweiten Umfrage eingeladen. Die Ergebnisse sollen Aufschluss geben, wie ein interdisziplinär angelegtes Qualifizierungsprogramm zur Datennutzung aussehen sollte, um den Bedarfen der Praxis bestmöglich entgegen zu kommen.

Die Umfrage ist hier zugänglich und bis 28. Februar 2026 geöffnet:
Für Beschäftige im Kulturerbe-Erhalt: https://forms.gle/bJv5MhSpC5dUswt78 
Für Expert:innen aus der Geoinformation: https://forms.gle/ai5PfAauHxDGe1Vp9

Gefördert durch das europäische ERASMUS+ Programm ist diese Umfrage eine „große Chance, um die Umsetzung von Satellitendaten in konkretes Handeln zum Schutz des Kulturerbes zu ermöglichen“, so Geschäftsführerin und Projektleiterin Dr. Karin Drda-Kühn. Sie ist überzeugt, „dass Satellitendaten den Kulturgüterschutz zukunftsfähig machen und finanziell entlasten können“.

Neben der deutschen media k GmbH sind das nationale italienische Forschungsinstitut Consiglio Nazionale delle Ricerche und das zypriotische Forschungsinstitut Erastosthenes Centre of Excellence beteiligt. Qualifizierte Expertise aus Baden-Württemberg ist ebenfalls eingebunden: Patricia Alberth, Geschäftsführerin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, ist Mitglied des hochrangigen europäischen Beirats.