Kulturgutschutz bei bewaffneten Konflikten: SiLK aktualisiert das Kapitel „Gewalttaten“

Das Kapitel „Gewalttaten“ im SicherheitsLeitfaden Kulturgut (SiLK) wurde vollständig überarbeitet und wird Ende März 2026 veröffentlicht. Anlass der Aktualisierung war der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine; zugleich verdeutlichen die weltpolitische […]

Das Kapitel „Gewalttaten“ im SicherheitsLeitfaden Kulturgut (SiLK) wurde vollständig überarbeitet und wird Ende März 2026 veröffentlicht. Anlass der Aktualisierung war der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine; zugleich verdeutlichen die weltpolitische Lage und die Zerstörung von Kulturgut etwa im Iran die Notwendigkeit wirksamer Schutzmaßnahmen.

Die Inhalte wurden an die aktuelle Bedrohungslage angepasst und um präzisere, praxisnahe Fragestellungen ergänzt. Umfassende Maßnahmenempfehlungen unterstützen Einrichtungen dabei, Risiken systematisch zu erfassen, zu bewerten und geeignete Vorsorgemaßnahmen zu entwickeln.

Das Kapitel behandelt neben bewaffneten Konflikten und Krieg auch Terrorlagen wie Bombendrohungen, Attentate oder Geiselnahmen sowie Störungen der öffentlichen Ordnung durch Unruhen oder Krawalle. Detailliert beleuchtet wird zudem das Risiko von Infrastrukturausfällen, die als Kollateralschaden oder durch gezielte Manipulation entstehen können. Neu aufgenommen wurde das Thema Bombenfunde und die damit verbundenen Gefährdungen für Kulturgut im Rahmen von Kampfmittelräumungen.

Für die inhaltliche Ausarbeitung konnten Alexander Gatzsche, Sonderbeauftragter für Militärischen Kulturgutschutz der Deutschen Gesellschaft für Kulturgutschutz e.V. und Restaurator der Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sowie Kapitänleutnant d.R., und Ralph Stephan, Leiter des Archäologischen Hegau-Museums der Stadt Singen und Hauptmann d.R., gewonnen werden. Mit ihrer Expertise haben sie die bisherigen Texte von Rudolf Gundlach und Thomas Schuler fundiert weiterentwickelt und an die aktuelle Lage angepasst.