Call for Papers – Abschlusstagung | závěrečná konference
Gemeinsamer Schutz und Dokumentation des Kulturerbes des Erzgebirges | Společná ochrana a dokumentace kulturního dědictví Krušnohoří
3. – 4. Februar 2027 | 3. – 4. února 2027
Hochschule für Bildende Künste Dresden in Zusammenarbeit mit der Region Ústí | Hochschule für Bildende Künste Dresden ve spolupráci s Ústeckým krajem
Das deutsch-tschechische Kooperationsprojekt lädt mit seiner Abschlusstagung zur kritischen Reflexion, methodischen Weiterentwicklung und strategischen Vernetzung der Erforschung und Erhaltung spätmittelalterlicher Sakralkunst in grenzübergreifenden Kulturlandschaften ein. Im Zentrum steht die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří, die seit 2019 zum UNESCO-Welterbe zählt. In dieser historisch gewachsenen, durch den Bergbau geprägten Transformationslandschaft, lassen sich paradigmatisch die komplexen Verflechtungen von Rohstoffgewinnung, wirtschaftlicher Dynamik, Frömmigkeitskultur, urbaner Entwicklung und künstlerischer Produktion im späten Mittelalter erforschen. Die außergewöhnlich dichte Überlieferung spätmittelalterlicher Holzbildwerke und Tafelmalereien stellt ein kulturhistorisches Schlüsselmaterial zur Untersuchung vormoderner Transfer- und Austauschprozesse im mitteleuropäischen Raum dar.
Das o.g. Kooperationsprojekt der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Region Ústí, gefördert im Rahmen des Programms „INTERREG Sachsen–Tschechien 2021–2027“ und kofinanziert von der Europäischen Union, baut auf einer seit 2018 bestehenden deutsch-tschechischen Zusammenarbeit auf. Im Ergebnis dreier Projektphasen wurden systematische grenzübergreifende Objekterfassungen durchgeführt und die interdisziplinäre Forschungsdatenbank arsligni.org aufgebaut. Die Plattform dokumentiert derzeit über 420 Kunstwerke aus Sachsen und Nordböhmen und verknüpft dabei historische und stilkritische Objektforschung sowie kunsttechnologische und restauratorische Untersuchungen systematisch miteinander.
Zum Projektabschluss zielt die Tagung darauf ab, die deutsch-tschechische Zusammenarbeit nachhaltig zu verankern, gemeinsame wissenschaftliche und konservatorische Standards zu stärken und Impulse für zukünftige Forschungs- und Erhaltungsinitiativen in grenzübergreifenden Kulturräumen zu setzen.
Weitere Informationen zum Call for Papers
Abgabe der Exposés bis 30.06.2026