Vortrag: Die Restaurierung der Nicolaikirche im 19. Jahrhundert
12. März @ 18:30 - 19:30
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Das Ortskuratorium Lüneburg lädt zum Vortrag ein
Das Ortskuratorium Lüneburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Donnerstag, den 12. März 2026 um 18.30 Uhr zum Vortrag „Die Restaurierung der Nicolaikirche im 19. Jahrhundert“ von Dr. Christoph Wiesenfeldt, ehemals Superintendent in Lüneburg, in das Gemeindehaus der St. Nicolaikirche, Lüner Straße 15 in 21335 Lüneburg ein. Wiesenfeldt wirft in seinem Vortrag einen Blick zurück in eine Zeit als die Lüneburger St. Nicolaikirche, ein 600 Jahre altes Meisterwerk der Backsteingotik, in der Mitte des 19. Jahrhunderts schon einmal in großer Gefahr war. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird gebeten.
St. Nicolai ist die kleinste von ehemals vier Hauptkirchen in der Hansestadt Lüneburg. Die Kirche ist eine dreischiffige Backstein-Basilika mit Seitenkapellen und Emporen. Das Mittelschiff erreicht eine Höhe von 28,5 Metern. Mit dem Bau des Gotteshauses wurde ab dem Jahr 1406 begonnen. Bauschäden, Mängel im Fundament und ein Blitzschlag im Jahr 1811 in den Turm führten 1830 zum Beschluss, die Kirche abzureißen. Der damalige Oberküster Klingemann mobilisierte die Bürger dagegen. Ihm ist es zu verdanken, dass man einen Bauverein zur Erhaltung der Kirche gründete. In der Folge lieferte der berühmte Kirchenbaumeister Conrad Wilhelm Hase (1818-1902) aus Hannover die Pläne zur Reparatur des Kirchenschiffs und zur Errichtung eines neuen Turms. Damit „rettete“ er nicht nur die Kirche, sondern brachte auch ihre Architektur wieder zum Vorschein. Auch heute ist die Kirche in Gefahr. Durch Risse im Sternengewölbe muss das Gotteshaus vorübergehend geschlossen bleiben, weil herabfallende Gewölbebruchstücke nicht ausgeschlossen werden können. Gespannte Netze unter der Gewölbedecke des Kirchenraums sollen zunächst Schutz bieten. Ein weiterer Schritt wird die umfassende Sanierung der ganzen Kirche sein.

