Isabel Wagner ist seit vielen Jahren in der VDR-Landesgruppe Bayern engagiert, zuletzt als Vorsitzende. Im November 2025 wählte die Mitgliederversammlung sie in das Präsidium. Hier berichtet sie über ihre künftigen Aufgaben und Ziele:
Ich bin bereits seit Anfang meines Studiums Mitglied im VDR und habe über die Jahre die Entwicklungen in Verband und Beruf mitverfolgt. Dabei hat sich mir immer wieder gezeigt: Der Verband lebt vom Engagement seiner Mitglieder – wir alle sind „der VDR“. Das hat mich motiviert, in der Landesgruppe Bayern aktiv zu werden, wo ich vor allem den direkten Austausch geschätzt habe. Als ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte, mich im Präsidium zu engagieren, stand meine Antwort schnell fest. Ich freue mich sehr auf die neuen Einblicke und Aufgaben und nehme die bisher im Verband gesammelten Erfahrungen mit in meine Arbeit.
Eine meiner Aufgaben im Präsidium wird sein, die Geschäftsstelle in der Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen, um, aufbauend auf den Erfolg der letzten Jahre, die Sichtbarkeit der Mitglieder und ihrer Arbeit weiter zu erhöhen. Unser Beruf und unsere Fähigkeiten werden in der breiten Öffentlichkeit nur wahrgenommen, wenn wir über unseren spannenden Beruf reden. Dazu zählen auch Veröffentlichungen. Unsere renommierte Fachzeitschrift „Beiträge zur Erhaltung von Kunst und Kulturgut“ hat sich in der digitalen Welt neu aufgestellt und ist nun als „Conserva“ weltweit im OpenAccess abrufbar – ein richtiger und zukunftsfähiger Schritt zum Abbau von Barrieren im Wissensaustausch, der mir wichtig ist.
Ebenfalls wichtig und seit einigen Jahren immer stärker im Fokus ist das Thema Arbeitssicherheit, dem ich mich in Zusammenarbeit mit dem gleichnamigen Arbeitsausschuss widmen werde. Auf internationaler Ebene werde ich für den Verband zudem die Entwicklungen in der Museums- und Restaurierungswelt über ICOM und ICOM-CC verfolgen.
Themen wie Aus- und Weiterbildung, besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Hochschullandschaft, und die Berufspolitik werden uns als gesamtes Präsidium beschäftigen.
In meiner Arbeit ist mir wichtig, das große Ganze im Blick zu behalten und gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um Lösungen und Kompromisse zu finden. Ich möchte dazu beitragen, an die kleinen und großen Erfolge der letzten Jahre anzuknüpfen und freue mich auf die Arbeit für und mit Euch im Präsidium!
Vita:
Studium der Restaurierung, Konservierungswissenschaft und Kunsttechnologie bei Prof. Emmerling an der TU München, Schwerpunkt Kunsthandwerk, Master-Abschluss 2017. Währenddessen mehrjährige Mitarbeit in internationalen Projekten zu Wandmalereien in China und barocken Holzskulpturen in Paraguay und Brasilien. Auslandssemester an den National Museums Scotland in Edinburgh. Nach dem Bachelor zweijährige Anstellung in der Artefacts Conservation der National Museums Scotland. Nach dem Masterabschluss Stationen am Bayerischen Nationalmuseum und als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU München. Von 2019 bis 2025 angestellt als Restauratorin für Kunsthandwerk am Bayerischen Nationalmuseum, seit Oktober 2025 im Fachbereich Kunsthandwerk der Bayerischen Schlösserverwaltung.
