Das Forschungsprojekt VegProtect der Universität Bayreuth untersucht wie sich verschiedene Arten von Vegetation auf den Feuchtehaushalt an Mauerwerk auswirken. Ziel ist es, belastbare Grundlagen für die Bewertung von Pflanzenbewuchs als potenziell protektiven Faktor an Natursteinoberflächen zu schaffen und dieses Wissen für die Restaurierung und Denkmalpflege nutzbar zu machen.
Restaurator:inen einschlägiger Fachgebiete sind am 27. März zur Beteiligung an einem Workshop eingeladen.
Das Projekt
VegProtect soll zeigen, dass gezielte Wandbegrünung historische Gebäude wirksam vor Feuchtigkeit und Witterung schützen kann. Das Forschungsprojekt untersucht an Burgen, Universitätsgebäuden und Testwänden in Deutschland, Belgien und Großbritannien, wie verschiedene Vegetationstypen – von Flechten und Moosen bis zu Kletterpflanzen – den Feuchtehaushalt und das Mikroklima von Naturstein beeinflussen. Mit Sensorik, Geophysik und Laboranalysen ermittelt das Team, welche Pflanzenarten Schutz bieten, ohne Schäden durch Wurzeln oder biogene Verwitterung zu verursachen. Die Ergebnisse fließen in eine praxisorientierte Richtlinie ein, die Denkmalpflege und Eigentümer*innen eine fundierte Bewertung von Chancen und Risiken der Wandbegrünung ermöglicht.
Workshop in Nürnberg
In einem Workshop der am 27.03.26 auf der Kaiserburg Nürnberg stattfindet, möchte das Projektteam Forschende verschiedener Fachrichtungen, Praktiker:innen und Entscheidungsträger:innen aus den Bereichen Kulturgutschutz und Klimaresilienz zusammenbringen, um verschiedene Blickwinkel auf die Herausforderung "Fassadenbegrünung" aufzuzeigen. Restaurator:innen, insbesondere der Fachrichtungen Steinkonservierung und Wandmalerei/Architekturoberflächen, sind dazu eingeladen, daran teilzunehmen.
20260302_Einladung_Workshop_VegProtect_27.03.2026.pdf
Förderung und Laufzeit
Das Projekt VegProtect, das voraussichtlich von Jan 2025 bis Dezember 2027 laufen soll, wird gefördert von der DBU.
