Restaurator/in (m/w/d)

Die Archäologische Staatssammlung sucht für eine DFG-Projektstelle in der Restaurierung zum 01.11.2022, befristet auf ein Jahr, eine/n Restaurator/in (m/w/d) in Vollzeit.

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Erstellt vor 2 Wochen

Die Archäologische Staatssammlung sucht für eine DFG-Projektstelle in der Restaurierung zum 01.11.2022, befristet auf ein Jahr, eine/n Restaurator/in (m/w/d) in Vollzeit.

 

Die Archäologische Staatssammlung ist das zentrale Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte in Bayern mit Hauptsitz und großen, modernen Restaurierungswerkstätten in München. Das Museumsgebäude wird derzeit generalsaniert und voraussichtlich Ende 2023 wiedereröffnet.

Einer der Höhepunkte der neuen Dauerausstellung wird das 2011 in Niederbayern entdeckte und mit zahlreichen prunkvollen Beigaben ausgestattete hallstattzeitliche Männergrab aus Otzing sein.

Das in zwei großen Blockbergungen von 1,4 m bzw. 1,1 m x 2,8 m Größe geborgene Grab wurde in den vergangenen 10 Jahren in den Restaurierungsateliers der Archäologischen Staatssammlung unter Laborbedingungen fast vollständig freigelegt. Es wurden Proben entnommen und analysiert sowie zahlreiche Detailbeobachtungen zur Stratigrafie, zu einzelnen Objekten und dem Grabaufbau dokumentiert.

Seit 2022 wird die wissenschaftliche Bearbeitung des Grabes durch ein DFG-Projekt gefördert. Schwerpunkte des Projektes sind weitere naturwissenschaftliche Analysen, die Untersuchung von Herstellungs- und Nutzungsspuren und die archäologische Auswertung auf der Basis der Untersuchungen sowie vergleichender Studien. Alle Ergebnisse fließen in eine umfangreiche Abschlusspublikation ein.

Für die Untersuchung, Dokumentation und Interpretation der Herstellungs- und Nutzungsspuren auf den Metall- und Keramikobjekten sucht die Archäologische Staatssammlung einen Restaurator/eine Restauratorin mit Schwerpunkt Metallobjekte oder archäologisches Kulturgut und besonderem Fachwissen zu Herstellungstechniken.

 

Aufgabengebiet:

  • Untersuchung von Materialzusammensetzung, Herstellungs- und Nutzungsspuren an den Metallobjekten und Keramikgefäßen des Grabes mit Mikroskop, REM / EDX
  • Auswertung von Röntgenaufnahmen und CT-Scans der Eisenobjekte
  • Auswertung und Interpretation aller Untersuchungen hinsichtlich der Herstellungsverfahren und Verzierungstechniken
  • Rekonstruktion des ursprünglichen Erscheinungsbildes ausgewählter Keramik- und Metallobjekte
  • Anfertigung einer ausführlichen bildlichen Dokumentation aller Herstellungs- und Nutzungsspuren (Fotografie, Zeichnungen, Mikroskopaufnahmen)
  • Schriftliche Dokumentation aller Untersuchungen, Ergebnisse und Interpretationen mit Erstellung eines publikationsreifen Textes zur Gesamtauswertung und zu ausgewählten Einzelobjekten

 

Anforderungen:

  • Abgeschlossenes Studium der Restaurierung / Konservierung / Kunsttechnologie mit Bachelorabschluss (Uni/FH)
  • Sehr gute Kenntnisse im Bereich Metall- und Keramikobjekte, ihrer Herstellungs- und Verzierungstechniken sowie Aspekten der Nutzung
  • Sehr gute Kenntnisse mikroskopischer Untersuchungstechniken und -dokumentation
  • Gute Kenntnisse naturwissenschaftlicher Untersuchungsmethoden
  • Erweiterte Grundkenntnisse in digitaler Bildverarbeitung und EDV Anwendungen (Word, Excel, Access, Photoshop)
  • Körperliche Eignung zum Arbeiten an der großen Blockbergung (Mikroskopische Untersuchung an noch im Block liegenden Objekten in vornübergebeugter Haltung) und langem Arbeiten am Mikroskop mit dem Ziel einer detailgetreuen Wiedergabe des Befundes in Form von Zeichnungen

 

Wir bieten Ihnen:

  • eine Vollzeitstelle (40,10 Wochenstunden) befristet auf ein Jahr
  • Eingruppierung in Entgeltgruppe E 11 TV-L
  • eine verantwortungsvolle Tätigkeit in einem Team aus Restauratoren und Archäologen
  • einen attraktiven Arbeitsplatz in modernen Restaurierungswerkstätten
  • gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Gleichstellung aller Beschäftigten ist uns wichtig. Daher freuen wir uns auf Bewerbungen von Menschen unabhängig von kultureller und sozialer Herkunft sowie von Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität. Die Stelle ist für die Besetzung mit schwerbehinderten Menschen geeignet. Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt eingestellt.

 

Für Rückfragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

Herr Prof. Dr. Rupert Gebhard / 089-12599691-0 / mailto: Rupert.Gebhard@archaeologie.bayern

und Dr. Catharina Blänsdorf / 089-21124-500 / mailto:Catharina.Blaensdorf@archaeologie.bayern

 

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen per E-Mail und als PDF-Dateien richten Sie bitte bis spätestens 22.08.2022 an: verwaltung(at)archaeologie.bayern

 

Bitte beachten Sie, dass E-Mails mit einem Volumen von mehr als 20 MB automatisch geblockt werden. Ferner bitten wir Sie darum, alle Bewerbungsunterlagen in einem einzigen pdf-Dokument zu übermitteln.

Durch die Bewerbung entstehende Kosten werden nicht erstattet. Ihre Bewerbungsunterlagen werden nach Abschluss des Verfahrens unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen vernichtet.

 

Dienstort: Archäologische Staatssammlung, Himbselstraße 1, 80538 München


Anbieter 
Archäologische Staatssammlung

Ansprechpartner Prof. Dr. Rupert Gebhard

Straße Himbselstraße 5

Ort München

PLZ 80538

E-Mail Rupert.Gebhard(at)archaeologie.bayern

 

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Stellen-KategorieArchäologisches Kulturgut

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