Hannover/Bonn, 3. Juni 2026 –
Wenn es brennt, wenn Wasser eindringt oder Mauern einstürzen, sind Feuerwehr, THW und Katastrophenschutz die Ersten vor Ort. Sie entscheiden in Sekunden, ob ein Gemälde im Löschwasser untergeht, verschüttetes Archivmaterial geborgen werden kann oder eine verrußte Skulptur gesichert wird. Genau deshalb ist der Verband der Restaurator:innen (VDR) in diesem Jahr erstmals auf der INTERSCHUTZ vertreten – der Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz.
Vom 1. bis 6. Juni 2026 zeigt der VDR in Halle 26, Fläche B21, wie Kulturgut im Ernstfall geborgen und erstversorgt werden kann. Gemeinsam mit Blue Shield Deutschland demonstrieren Restaurator:innen praxisnah, wie Einsatzkräfte Schäden erkennen, Risiken einschätzen und erste Schutzmaßnahmen ergreifen können – schnell, sicher und mit dem Bewusstsein, dass kulturelles Erbe Teil unserer gemeinsamen Identität ist.
„Wir zeigen Feuerwehrleuten und THW‑Einsatzkräften, wie die Erstversorgung von Kulturgut im Einsatzalltag mitgedacht werden kann“, sagt VDR‑Präsidentin Nadine Thiel. „Und wir machen deutlich, dass Kulturgut als kritische Infrastruktur verstanden und geschützt werden muss.“
Die Messe bietet dem VDR zudem eine Bühne für fachpolitische Impulse:
– Podiumsdiskussion „Wenn Kulturgut in Gefahr ist: Wer trägt Verantwortung?“, 5. Juni, 14:55–15:30 Uhr, INTERSCHUTZ Forum.
– Vortrag „Einsatz Kulturgut – Eine neue Handreichung für Institutionen und die Gefahrenabwehr“, 6. Juni, 10:40–10:55 Uhr, INTERSCHUTZ Forum.
Mit seiner Präsenz auf der INTERSCHUTZ setzt der VDR ein deutliches Zeichen: Kulturgutschutz gehört in die Ausbildung, in die Einsatzpraxis und in die strategische Planung des Bevölkerungsschutzes. Denn der Erhalt unseres kulturellen Gedächtnisses beginnt dort, wo Einsatzkräfte unter Zeitdruck handeln.
Standort: Halle 26, Fläche B21
Freikarten: können über die VDR‑Geschäftsstelle angefragt werden.
