Niedersachsen: Novelle des Denkmalschutzgesetzes – Petition läuft bereits

Ähnlich wie in Sachsen steht auch in Niedersachsen eine weitreichende Reform des Denkmalschutzes an. Das Kabinett hat am 7. Juli 2026 den Entwurf zur Änderung des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes zur Verbändebeteiligung […]
AegidienkircheHannover_Beispielbild_pixabay

Ähnlich wie in Sachsen steht auch in Niedersachsen eine weitreichende Reform des Denkmalschutzes an. Das Kabinett hat am 7. Juli 2026 den Entwurf zur Änderung des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes zur Verbändebeteiligung freigegeben. Unter dem Motto „Einfacher. Schneller. Günstiger." sieht die Novelle u.a. vor:

• Reduzierung der Pflichten der unteren Denkmalschutzbehörden (Kommunen)
• Einschränkung des Ensembleschutzes auf das äußere Erscheinungsbild
• Wegfall der Abstimmungspflicht mit dem Landesamt für Denkmalpflege bei Bodendenkmalen
• Erleichterungen für Erdarbeiten außerhalb eingetragener Kulturdenkmale
• Erleichterungen für militärische Bauvorhaben im Denkmalrecht

So sehr Reformen grundlegend sinnvoll sind, sollten sie unter Einbezug der Fachinstanzen erfolgen. Das bauliche Erbe, das unsere Vorfahren hinterlassen haben, verdient mehr als eine Verwaltungsreform unter Kostengesichtspunkten.

Das Bündnis "Jahrtausende retten“ zum Erhalt der Archäologie in Niedersachsen hat eine Petition an den Niedersächsichen Landtag eingerichtet, die online unterzeichnet und auch gerne geteilt werden kann:

>> Hier geht es zur Online-Petition gegen die geplante Änderung.

Viele der geplanten Änderungen zeigen Parallelen zu den Entwicklungen in Sachsen und anderen Bundesländern. Die DSD zählt derzeit mindestens vier betroffene Bundesländer: Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen und Sachsen.

Weitere Details sind nachzulesen in der Pressemitteilung der Niedersächsischen Staatskanzlei.

 

Foto: Das Musterbild zeigt die Ägidienkirche in Hannover, Bildnachweis: pixabay