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Call for Papers: „funktionieren und nützen“

15. Dezember

funktionieren und nützen / function and use

In Band 39 der Restauratorenblätter – Papers in Conservation dreht sich alles um „Funktion“. Der Titel „funktionieren und nützen“ eröffnet uns ein weites thematisches Spektrum: Dabei spannt sich dieses von der Funktion im technischen Verständnis bis hin zur Funktion im kulturellen Sinn. Welche Rolle spielt ein Objekt? Inwiefern ist die Funktionalität von Kunst- und Kulturgütern mit ihrer Erhaltung vereinbar? Worauf basiert der Wunsch nach Erhaltung im Einklang mit ihrer Funktionalität? Wie sehr verändert sich die Funktion mit der Übertragung eines Gegenstandes / eines Gebäudes in einen neuen Kontext (z.B. Musealisierung)?

Diese Fragestellungen werden oft in drei „Zeitebenen“ diskutiert, wobei der „Funktion“ eines Gegenstands die Perspektive von Personen als „Benützende“ gegenübersteht:

  • Erfahrbarkeit ehemaliger Nutzung
  • Erlaubnis aktueller Nutzung / aktueller Nutzen
  • Erhalt zukünftiger Nutzung / Nutzbarkeit.

    Genauso wie die zeitlichen Ebenen sollen auch die verschiedenen Bedeutungen von Funktion und weiter gedachte Assoziationen ihren Platz finden. Wir denken an:

    • Funktion als wesentliche Eigenschaft von Objekten – seien es Gebäude, technische Kulturgüter, Musikinstrumente, interaktive Kunstwerke etc.
    • Funktion und „Gebrauchswert“
    • das „Funktionieren“ und die Dokumentation digitaler Inhalte
    • das „Funktionieren“ im Sinne der Erfüllung einer Erwartungshaltung
    • Kulturgüter, die sich, entkoppelt von ästhetischen Werten, durch ihre Brauchbarkeit auszeichnen
    • Objekte, die die Kultur und Traditionen ihrer Nutzung dokumentieren
    • die Erhaltung, Wiederherstellung und Zugänglichmachung von Informationsgehalt
    • die Wiederherstellung von Informationsgehalt durch (digitale) Kopien / Rekonstruktionen
    • Veränderungen der Funktion und Zweckwidmung in Zusammenhang mit dem Kontext (zeitlich, lokal, kulturell, …)
    • Veränderungen der Verwendung historischer Gebäude, deren Erhaltung eng mit deren Nutzung verknüpft ist, im Laufe der Jahrhunderte -…

      Wir möchten Fragen nachgehen wie: Welchen Informationswert und welche Ästhetik haben Gebrauchsspuren? Wie spiegelt sich die Intention der Nutzung in Gebäuden, technischem Kulturgut, (Social) Design und (interaktiver) Kunst wider? Wie steht es um Brauchbarkeit im Sinne von Bedürfnis („need“) von Kunst und Kultur? Inwiefern liegt es auch in der Hand von Restaurator_innen, auf diese Bedürfnisse einzugehen?

      Wir sind offen für alle Beiträge, die sich von diesen Fragen angesprochen fühlen. Besonders freuen wir uns über Berichte mit starkem Praxisbezug oder von Beispielen aus der Praxis der Konservierung-Restaurierung, Denkmalpflege, Kunst-, Kultur- oder Naturwissenschaften oder interdisziplinärer Zusammenarbeit: welche Rolle spielen diese Aspekte in laufenden oder abgeschlossenen Projekten?

 

Wir bitten um Einreichung von Abstracts mit Ausgangslage, Fragestellung, wichtigsten Inhalten, Methoden und (zu erwartenden) Ergebnissen (200-300 Wörter) in englischer oder deutscher Sprache bis 15. Dezember 2021, per E-Mail an redaktion(at)iic-austria.org.

Details

Datum:
15. Dezember
Veranstaltungskategorien:
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