Anna webt Reformation. Ein Bildteppich und seine Geschichten

Im Museum europäischer Kulturen in Berlin läuft noch bis zum 28. Januar 2018 die Ausstellung „Anna webt Reformation. Ein Bildteppich und seine Geschichten“. Der Teppich, der in der norddeutschen Region Dithmarschen im Jahr 1667 anlässlich des 150. Jahrestages der Reformation entstand, führt den Betrachter in die historische Alltagswelt seiner Stifterin Anna Bump. Die textilen Bilder […]

Im Museum europäischer Kulturen in Berlin läuft noch bis zum 28. Januar 2018 die Ausstellung „Anna webt Reformation. Ein Bildteppich und seine Geschichten“.
Der Teppich, der in der norddeutschen Region Dithmarschen im Jahr 1667 anlässlich des 150. Jahrestages der Reformation entstand, führt den Betrachter in die historische Alltagswelt seiner Stifterin Anna Bump. Die textilen Bilder auf der Wirkerei offenbaren aber auch die zeitgenössische theologische Weltsicht. Die handwerkliche Arbeit spiegelt flämische und nordniederländische Einflüsse wider, da viele, die wegen ihres Glaubens fliehen mussten, in Norddeutschland eine neue Heimat fanden und ihre Fähigkeiten mitbrachten. Weitere wertvolle zeitgenössische Objekte aus frühem Kircheninventar der Region, textile Vergleichsstücke sowie verschiedene Objekte der Alltagkultur komplettieren die Ausstellung und ermöglichen so einen emotionalen Zugang in die bäuerliche Welt Dithmarschens in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Zum interessanten Rahmenprogramm der Ausstellung gehören auch mehrere Termine, in denen es um Restaurierungsgeschichten zum Teppich der Anna Bump geht (16.09.2017, 21.10.2017 und 06.01.2018, jeweils um 15 Uhr).

Foto: Textilrestauratorinnen des MEK bei der näheren Begutachtung des Reformationsteppichs, © Museum Europäischer Kulturen, Staatliche Museen zu Berlin, Michael Mohr

Website zur Ausstellung