Ein Neuanfang in der Steinkonservierung

Am letzten Wochenende wurden die neuen Werkstätten und Labore des Studienganges "Konservierung und Restaurierung von Kulturgut aus Stein" an der Technischen Hochschule in Köln eingerichtet. In seiner Rede an die versammelte Studentenschaft und die Protagonisten der Denkmalpflege der Dom-Stadt richtete Prof. Dr. Peter Kozub seinen Dank an alle Beteiligte.   Foto und Text: Dr. des. […]

Am letzten Wochenende wurden die neuen Werkstätten und Labore des Studienganges "Konservierung und Restaurierung von Kulturgut aus Stein" an der Technischen Hochschule in Köln eingerichtet. In seiner Rede an die versammelte Studentenschaft und die Protagonisten der Denkmalpflege der Dom-Stadt richtete Prof. Dr. Peter Kozub seinen Dank an alle Beteiligte.

 

Foto und Text: Dr. des. Wanja Wedekind
Foto und Text: Dr. des. Wanja Wedekind

"An den Eingangstüren zu den neuen Räumen können Sie Stein-Werkstatt lesen. Nicht unumstritten ist die Bezeichnung Werkstatt in der Restaurierung. Manche möchten es lieber als Atelier bezeichnen, obwohl das lediglich das französische Pendant zu Werkstatt ist und im deutschen Wortgebrauch auch eher für Räume, in denen kreative künstlerische Arbeiten stattfinden, vorbehalten ist. Oder Labor, was letztendlich aus dem Latinischen stammend nichts anderes bedeutet als Arbeitsraum, aber natürlich sehr wissenschaftlich klingt." So Kozub und weiter: "Es ist natürlich nicht nur das entscheidend, dass wir hier das Lernen ermöglichen möchten (das sollte man als eine Selbstverständlichkeit sehen). Auch nicht nur das, dass wir unseren Absolventinnen und Absolventen die Fähigkeit das Erlernte universal einzusetzen vermitteln möchten (eigentlich ein Charakteristikum jeder guter Lehre) und nicht nur das, dass diese Lehre auf eigener Erfahrung basieren soll (ohne praktische Erfahrung ist die Lehre in der Restaurierung so oder so nicht möglich). Entscheidend ist, dass wir hier das Verständnis für die Wertigkeit des Vergangenen weiter geben möchten und dass durch unsere Absolventen dieses Verständnis weiter gegeben wird. Sichtbar wird es nicht. Zumindest nicht sofort aber, und ich bin davon überzeugt, wertvoller als jedes angemeldete Patent."

Nach Ansprachen und einer Werkstattführung rundete ein Grillabend in lockerer Runde bei dem ein oder anderen "Kölsch" den Abend ab.

Die neue Ausstattung bietet eine fundamentale Basis für eine Steinkonservierung als eigenständige Disziplin der angewandten Wissenschaften. Zahlreiche neue Geräte und eine neue Ausstattung könnten erworben und eingerichtet werden. Hierzu zählen ein Werkstattkran, Arbeits- und unterschiedliche Messgeräte.

Dr. Wanja Wedekind, Juli 2017