Einführung „Spektrum Restaurierung“

Liebe Leserinnen und Leser, Der Beruf des Restaurators hat in den vergangenen Jahrzehnten eine rasante Entwicklung erfahren. Längst ist das klassische Berufsbild, wie es bis heute die Außenwahrnehmung prägt, überholt. So wie die enorme Weiterentwicklung des Berufes nicht ohne natur- und geisteswissenschaftlichen Hintergrund zu denken ist, nimmt auch der Restaurator in der Zusammenarbeit mit den […]

Liebe Leserinnen und Leser,

Der Beruf des Restaurators hat in den vergangenen Jahrzehnten eine rasante Entwicklung erfahren. Längst ist das klassische Berufsbild, wie es bis heute die Außenwahrnehmung prägt, überholt. So wie die enorme Weiterentwicklung des Berufes nicht ohne natur- und geisteswissenschaftlichen Hintergrund zu denken ist, nimmt auch der Restaurator in der Zusammenarbeit mit den benachbarten Disziplinen Schlüsselpositionen in Erforschung und Erhaltung des Kulturgutes ein. In diesen interdisziplinären Prozessen sind die Grenzen der Fachbereiche häufig fließend. Die methodischen Ansätze der jeweiligen wissenschaftlichen Fächer greifen ineinander und ergänzen sich. Je nach Aufgabenbereich kommen sie in unterschiedlichen Konstellationen und Gewichtungen zusammen.

Der 8. Restauratorentag im November 2013 betrachtete das Berufsfeld des Restaurators auf neue, erfrischende Weise. Abseits fachspezifischer Fragen diskutierten Restaurierungs-, Natur- und Geisteswissenschaftler über die Faktoren und Kompetenzen, die für eine qualitätvolle Erhaltung von Kunst und Kulturgut notwendig sind.  Hierbei ergründeten sie gemeinsame Schnittstellen, in denen eine enge Kooperation dienlich ist, und sie zeigen auf, in welchen Bereichen die Restaurierung als Kernkompetenz die Handlungsanweisung übernehmen sollte. Über den Tag entstand so eine aktuelle Standortbestimmung für den Bereich Restaurierung, die sowohl Spannungsfelder als auch Chancen für die Zukunft aufzeigte.

Ausgewählte Vorträge der Tagung liegen Seit Anfang 2015 in schriftlicher Form vor. Diese können Sie nun online gratis abrufen.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

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Christian Leonhardt