Historische Quellen digital erschlossen

Die neue Online-Datenbank digitale-kunst-pforte.ch macht bekannte, aber auch bisher unbekannte historische und kunsttechnologische Quellen zu künstlerischen und handwerklichen Materialien und Techniken digital zugänglich. Die Online-Plattform trägt Quellenschriften und Informationen zu Darstellungen künstlerischer und handwerklicher Tätigkeiten von der Antike bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einer öffentlich zugänglichen Datenbank zusammen. Damit wird es möglich, mit […]

Die neue Online-Datenbank digitale-kunst-pforte.ch macht bekannte, aber auch bisher unbekannte historische und kunsttechnologische Quellen zu künstlerischen und handwerklichen Materialien und Techniken digital zugänglich.

Die Online-Plattform trägt Quellenschriften und Informationen zu Darstellungen künstlerischer und handwerklicher Tätigkeiten von der Antike bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einer öffentlich zugänglichen Datenbank zusammen. Damit wird es möglich, mit der internationalen Forschungs-Community in Austausch zu treten und die kunsttechnologische Forschung interdisziplinär und institutionenübergreifend voran zu bringen.

Ein wichtiges neues Arbeitsmittel für z.B. Restauratoren und Historiker, aber auch interessierte Hobbyforscher steht zur Verfügung. Denn historische Schriften liefern wesentliche Erkenntnisse zu den Herstellungsprozessen und den verwendeten Materialien in Kunst und Kunsthandwerk.

In den Jahren 2015 bis 2018 hatte sich das vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderte Forschungsprojekt „Die Erschliessung kunsttechnologischer Quellen in Schrift und Bild“ unter der Leitung der HKB-Dozierenden und Forschenden Anne Krauter damit beschäftigt, bisher unbekannte kunsttechnologische Quellen zu sichten. Zusammen mit Mitarbeitenden der Universität Bern, des Max-Planck-Instituts Berlin sowie der HKB wurden die gewonnen Daten in einer eigens dafür entwickelten relationalen Datenbank zusammengetragen. Sie basiert auf der wegweisenden, 2010 veröffentlichten Buchpublikation „Die Güldene Kunstpforte“ des Restaurators Christophe Zindel, für die der Autor bereits zahlreiche wichtige kunsttechnologische Quellen inventarisierte und beschlagwortete.Ergänzt wurden diese Quellen durch weitere Quellschriften inSchweizer Bibliotheken, die Zindel von 2015 – 2019 innerhalb des oben genannten Forschungsprojektes zusammentrug.

Die digitale-kunst-pforte.ch setzt diesen Ansatz nun zeitgemäss und für jedermann zugänglich fort:

  • Differenziert ausgearbeiteter Schlagwort-Thesaurus
  • Volltext-Suche
  • Suche nach zahleichen Fachbegriffen aus Materialkunde, Kunsttechnologie und Kunsttheorie
  • Verlinkung zu materialarchiv.ch
  • Zugriff auf eine Anleitung zu Struktur und Funktionsweise der Datenbank
  • Ermöglicht die internationale Zusammenarbeit in einer Community

Quelle: Pressemeldung der HBK Bern, Juli 2019