Nachruf für Cornelia Peres

Am 11.12.2020 verstarb Cornelia Peres, eine Woche vor Ihrem 68. Geburtstag. Sie war als Gemälderestauratorin seit 2013 Mitglied des VDR. Sowohl das Studium als auch die Praktika absolvierte sie in diversen Ländern (Deutschland, Schweiz, Italien, Österreich und Niederlande). Cornelia Peres gehörte noch zu den „alten Hasen“, die nach einem Studium der Kunstgeschichte über diverse Praktika […]

Am 11.12.2020 verstarb Cornelia Peres, eine Woche vor Ihrem 68. Geburtstag. Sie war als Gemälderestauratorin seit 2013 Mitglied des VDR.

Sowohl das Studium als auch die Praktika absolvierte sie in diversen Ländern (Deutschland, Schweiz, Italien, Österreich und Niederlande). Cornelia Peres gehörte noch zu den „alten Hasen“, die nach einem Studium der Kunstgeschichte über diverse Praktika an den Denkmalämtern und in verschiedenen Museen zu einer gut ausgebildeten und kompetenten Restauratorin heranreifte. Sie arbeitete sechs Jahre in Den Haag im heutigen Rijksdienst Cultureel Erfgoed als Gemälderestauratorin und anschließend bis 1998 im Van Gogh Museum in Amsterdam. Hier führte sie die Kunsttechnologie als Bewertungsmittel und Untersuchungsmethode zur Bestimmung der jeweiligen Restaurierungsmaßnahmen ein. Dieser Teil einer „Konzeptfindung“ wird dort heute noch mitberücksichtigt.Private Gründe ließen sie nach Italien zurückkehren, wo sie mit eigenem Atelier dann selbständig tätig war.

Ihr Atelier trug nicht umsonst den Namen AM’ARTE – Ich liebe die Kunst!
Denn sie liebte ihren Beruf und widmete sich den Kunstwerken mit Leib und Seele. Bevor sie z.B. selbst mit einer Retusche Hand anlegte, recherchierte sie die Malerei, die Farben, die Pinselführung des Künstlers, bereiste diverse Museen, um andere Werke des Künstlers im wahrsten Sinne des Wortes unter die Lupe zu nehmen.

Seit 2013 arbeitete sie auch wieder mehr in Deutschland, weil die Sorge und Pflege um ihre hochbetagte Mutter sie regelmäßig in ihre Heimatstadt Koblenz zurückkehren ließ. Sie suchte Anschluss an Kollegen, trat in den VDR ein und unterstütze mich das ein oder andere Mal im Hintergrund bei meiner Arbeit als Landesgruppensprecherin. In dieser Zeit haben wir uns kennen und schätzen gelernt.
Mit meinem Mann arbeitete sie an einigen gemeinsamen Projekten. Es war immer ein interessanter und spannender Austausch.

Sie war ein so fröhlicher und hilfsbereiter Mensch, immer geneigt, ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu teilen. Nach einer gelungenen Tumoroperation, verstarb sie Wochen später an einer Lungenentzündung.
Ihre Verwandten spendeten das Kranzgeld ganz nach ihrem Sinne dem Förderkreis Konservierung Restaurierung (FKR). So bleibt Cornelia Peres über den Tod hinaus der Kunst und der Restaurierung verbunden.

Ricarda Holly (Landesgruppensprecherin Rheinland-Pfalz/Saarland)

 

 

 

bty