FORWARD – Vorwärts ging es in Berlin

Eine Fülle an Statements und Praxisbeispielen sowie teils brandneue Fakten zum Berufsstand lieferte die Tagung "FORWARD - Forum wissenschaftliches Arbeiten in Restaurierung und Denkmalpflege" am 30. Juni 2017 in Berlin. Inhalte waren der Wandel des Restauratorenberufs hin zu einer von Wissenschaft durchdrungenen Disziplin. Die Veranstaltung gab außerdem viele Impulse und Perspektiven für die Weiterentwicklung in […]

Eine Fülle an Statements und Praxisbeispielen sowie teils brandneue Fakten zum Berufsstand lieferte die Tagung "FORWARD - Forum wissenschaftliches Arbeiten in Restaurierung und Denkmalpflege" am 30. Juni 2017 in Berlin. Inhalte waren der Wandel des Restauratorenberufs hin zu einer von Wissenschaft durchdrungenen Disziplin. Die Veranstaltung gab außerdem viele Impulse und Perspektiven für die Weiterentwicklung in den kommenden Jahren.

Fotografischer Rückblick

Bildnachweis: Iris Schönfelder, Diplom-Restauratorin (FH) in Berlin, und Patricia Brozio, VDR-Geschäftsstelle.

Worüber auf der Tagung referiert und diskutiert wurde. Im Folgenden lesen Sie eine kurze Zusammenfassung der Vorträge.

Grußworte:
Appelle für die Wissenschaftlichkeit, Interdisziplinarität, Anwendungsorientierung und Nachhaltigkeit

Prof. Dr. Matthias Knaut
Hochschule für Technik und Wirtschaft
Als Gastgeber präsentierte Knaut zunächst die HTW Berlin als facettenreiche Hochschule für Angewandte Wissenschaft, bei der Studiengang-übergreifende interdisziplinäre Projekte eine besondere Rolle spielen. Restauratoren hätten sehr viele Schnittstellen mit anderen Wissenschaften. Diese gelte es zu nutzen, um das Bewusstsein für den Erhalt des Kulturerbes zu stärken.

Dr. Thomas Drachenberg
Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum
„Ich möchte das Zeitalter der Konservierung und Restaurierung ausrufen“, lautete der plakative Aufruf von Thomas Drachenberg. Baudenkmale seien eine wesentliche gesellschaftliche Basis. Es sei ein Irrtum zu meinen, dass restauratorische Großkampagnen für die Ewigkeit seien. Der Staat habe das noch nicht erkannt und den Pflegeetat für Denkmäler auf null gekürzt. Wartung und Pflege seien aber das Thema der Zukunft. Dies gelte es zu vermitteln. Grundlage hierfür seien gut ausgebildete Restauratoren und hochqualifizierte Handwerker in den Forschungseinrichtungen und auch auf dem freien Markt.

Prof. Dr. Matthias Wemhoff
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Professor Wemhof warf einen Blick auf die restauratorischen Aufgaben an den Museen. Hier beruhe ein Großteil der Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten auf der Bearbeitung von Altbeständen. Deren „Bewahrung ist immens wichtig“ sagt er. In Berlin beispielsweise seien die mittelalterlichen Flächen fast weg. Gerade deshalb müssten die Altbestände so bewahrt werden, dass künftige Forschung noch möglich ist. Denn aus diesen Objekten lassen sich immer wieder neue Erkenntnisse gewinnen. Jedoch zeige sich, dass die Gelder für diese Arbeiten knapp seien. Ein Förderprojekt wie „Die Sprache der Objekte“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bräuchte es auch für Restaurierungsvorhaben.* Restauratoren müssten zudem mehr Selbstbewusstsein zeigen.
*Anm. der Red.: Aktuell sind Restaurierungsvorhaben von der Förderung explizit ausgeschlossen.

Einführung:
Mit Leiden und Wissenschaft

Dr. Jan Raue
Verband der Restauratoren
Waren wir in den 1980er Jahren schon einmal weiter als heute? VDR-Präsident Jan Raue blickte zurück auf das ‚Goldene Zeitalter‘, als noch jeder Restaurator werden wollte und die Kulturguterhaltung, befördert durch das Jahr der Denkmalpflege 1975, eine enorm große Aufmerksamkeit in der Gesellschaft hatte. Es herrschte Aufbruchsstimmung. Heute hingegen seien Tendenzen einer Wissenschaftsskepsis zu spüren, einhergehend mit einer drohenden Verschlechterung der Qualität in der Konservierung und Restaurierung. Diese machen es dringend erforderlich, auf erreichte Standards hinzuweisen und kraftvoll die zwingende Notwendigkeit des wissenschaftlichen Arbeitens in allen musealen und denkmalpflegerischen Sparten hervorzuheben. Es sei überfällig, dass sich die Verantwortlichen klar positionieren. Fakten im großen Themenkreis transdisziplinärer Zusammenarbeit zu liefern, sei das Anliegen dieser Veranstaltung des VDR. Die Tagung, zu der auch im Nachgang eine Publikation erscheinen wird, solle sichtbar machen, welch substanziellen und unverzichtbaren Beitrag wissenschaftlich denkende und arbeitende Restauratoren für die positive Entwicklung in den Museen und an den Denkmalen leisten. Das Europäische Jahr des Kulturerbes SHARING HERITAGE 2018 sei eine Chance, die Gesellschaft und Politik wieder für das Thema zu begeistern und ein neues goldenes Zeitalter einzuläuten.
Die Rede von Jan Raue in kompletter Länge können Sie hier nachlesen.

Erfahrungen aus der Praxis:
Appelle für solides Wissen und fachliche Gespräche auf Augenhöhe

Mechthild Noll-Minor
Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum
„Mein Steckenpferd ist die Transdisziplinarität“, sagte Mechthild Noll-Minor zu Beginn ihres Vortrages und vertiefte die Bedeutung dieser Herangehensweise, bei der sich Wissenschaft und Praxis gegenseitig durchdringen. In der Denkmalpflege sei zum Beispiel die Verwendung von schädlichen Baustoffen ein großes Thema. Hier stelle der Restaurator sowohl die Frage, welche Schadensprozesse abgelaufen seien, als auch die Frage, wie diese schädlichen Prozesse verlangsamt werden könnten. Beides sei wichtig, um mit Kollegen aus anderen Disziplinen fachliche Gespräche auf Augenhöhe führen zu können. „Zu oft gibt es noch die Auffassung, dass Restauratoren eine Spezialdisziplin betreiben und dass Kunsthistoriker und Architekten die breitere Ausbildung haben. Aus unserer Sicht ist das nicht der Fall.“

Mechthild Most
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Für Mechthild Most ist klar, dass eine „Restaurierungspraxis ohne wissenschaftliches Fundament und Ausbildung nicht möglich ist und verantwortungslos“ wäre. Die kunsttechnologische Untersuchung sei dabei Basis und Schlüssel, um ein Verständnis und solides Wissen über das originale Werk erhalten zu können. „Dazu gehören auch Ungereimtheiten als Quelle für tieferes Forschen und neue Theorien.“ Für die Praxis verwies sie auf die Restaurierungsethik nach Katrin Janis* und die zentrale Frage: „Kann ich, was ich soll und soll ich, was ich kann?“ Die Bewahrung der Authentizität sei wesentlich, sagte Most. „Manchmal kann es auch die Entscheidung geben, dass einem Bild die Restaurierung erspart wird.“
*Katrin Janis, Restaurierungsethik: im Kontext von Wissenschaft und Praxis, 2005

Statements:
Woher kommt – wohin geht Restaurierung?

Dr. Julia Feldtkeller
Kunsthistorikerin und Restauratorin im Bereich Wandmalerei und Architekturoberflächen
„Restauratoren verderben Kunst.“ Das sei die allgemeine Auffassung um 1800 gewesen, führte Julia Feldtkeller ihren Vortrag ein und gab im Anschluss einen Überblick darüber, wie sich der Restauratorenberuf im 19. und 20. Jahrhundert herausbildete. Dabei stellte sie heraus: „Nicht die künstlerische Herstellung des Denkmals, sondern seine Rezeption bestimmt das restauratorische Handeln.“ Die um 1800 begründete, historisch-wissenschaftliche Denkmalauffassung habe neue Restaurierungsziele formuliert und die Entwicklung des spezialisierten Restaurators veranlasst. „Es manifestierte sich ein neues Selbstverständnis eines Berufes.“

Prof. Dr. Ursula Schädler-Saub
Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, HAWK in Hildesheim
Ursula Schädler-Saub schilderte die bemerkenswerte Entwicklung einer wissenschaftlichen Disziplin mit all ihren Wegbereitern. Um die Mitte des 20. Jahrhunderts habe sich die Restaurierung als wissenschaftliche Disziplin etabliert, noch bevor die Hochschulausbildung zum Restaurator in den 1970er Jahren ihren Anfang nahm. In den letzten Jahrzehnten sei die Qualität erfreulich angestiegen. Die Hochschulen bildeten aus mit dem Ziel, umfassende Kenntnisse für die operative Praxis zu vermitteln. Restauratoren praktizierten die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kunsthistorikern, Denkmalpflegern und Naturwissenschaftlern. Dabei sei es wichtig, dass die Verantwortung für eine Restaurierungsmaßnahme von Anfang bis Ende in den Händen der Restauratoren läge. „Wenn Wissenschaft und Praxis auseinander driften, führt dies zur Fragmentierung der Kenntnisse. Laborproben sind nicht auf Objekte übertragbar.“

Prof. Thomas Staemmler
Fachhochschule Erfurt
Professor Staemmlers These lautete: „Die restauratorische Tätigkeit ist eine praktische Geisteswissenschaft.“ Das Dilemma in der Restaurierung sei regelmäßig, dass die gewordene und die ursprünglich gewollte Ästhetik zueinander im Widerspruch stünden. In der Praxis werde das häufig bei der Reinigung oder bei der Behandlung von Fehlstellen deutlich. Dieser Widerspruch müsse in der Praxis aufgeworfen und bewahrt werden, wobei man sich vor der naiven Vorstellung hüten müsse, dass ein Kunstwerk wiederholbar sei. An der Hochschule, sagte Staemmler, „befähigen wir unsere Studenten dazu, dass sie praktisch restaurieren können, dass sie Respekt vor dem Kunstwerk, aber keine Angst davor haben.“

Dr. Paul Bellendorf
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Paul Bellendorf erklärte in seinem Vortrag, inwieweit Restauratoren in der praxisorientierten Forschung, die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt wird, beteiligt sein können. Die DBU fördert mit 1,8 Millionen Euro jährlich Modellvorhaben, in denen national wertvolle Kulturgüter im Hinblick auf Umwelteinflüsse erforscht und gesichert werden. Obwohl Restauratoren als Impuls- und Ideengeber, als Dienstleister oder als Teil eines Fachbeirates beteiligt sein können, treten sie aber aufgrund von Fördervorgaben normalerweise nicht selbst als Antragsteller oder Kooperationspartner auf.

Dr. Frank Schlütter
Amtliche Materialprüfungsanstalt der Freien Hansestadt Bremen, MPA
Frank Schlütter unterstrich aus der Sicht des Naturwissenschaftlers die Bedeutung von interdisziplinärer Arbeitsweise und gegenseitigem Lernen. Er erinnerte an die zwischen 1986 und 1998 vom Bundesforschungsministerium eingesetzten mobilen Mikroskopie-Labore in der Denkmalpflege. „Die Laborwagen waren ein fachliches und didaktisches Instrument und ein Meilenstein in der Zusammenarbeit von Restauratoren und Naturwissenschaftlern“. Schlütter regte außerdem an, die naturwissenschaftlichen Lehrinhalte an den Hochschulen anzupassen. In den Naturwissenschaften selbst sei der fehlende Nachwuchs ein zunehmendes Problem. „Wir verlieren Wissen und Ansprechpartner.“

Stefanie Wagner
Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum
Stefanie Wagner kritisierte die zunehmende Distanz in der Denkmalpflege zwischen Theorie und Praxis. Durch Stellenabbau und infolgedessen eine „eklatante Arbeitsüberlastung“ habe der praktische Denkmalpfleger nicht genug Zeit, sich mit wissenschaftlichen Untersuchungen zu befassen. „Das führt bisweilen dazu, dass Denkmalpfleger die gesetzlich gestellten Forderungen nicht mehr einhalten können.“ Die für eine bauhistorische Bewertung so wichtigen bauhistorischen Untersuchungen und baubegleitende Dokumentation seien heute immer noch schwer durchsetzbar, sagte Wagner.

Dr. Jens Birnbaum
Architekturbüro Krekeler
Aus der Sicht eines auf Denkmalpflege spezialisierten Architekten sprach Jens Birnbaum über die Rolle seines Berufsstandes. „Wir Architekten müssen häufig auch unpopuläre Maßnahmen, wenn es etwa um Brandschutz oder Gebäudetechnik geht, vertreten. Wir schulden dem Bauherrn die Einhaltung von Kosten und Terminen. Deshalb sind wir leider oft die Spaßbremse.“ Aus seiner Sicht fehle das Geld, das in die Forschung fließe, später beim Substanzerhalt. Ein schwieriges Thema im Denkmalbereich sei immer wieder die Gebäudetechnik, sagte Birnbaum, dessen Architekturbüro von 2011-2015 in enger Zusammenarbeit mit Restauratoren die Stadtkirche Wittenberg saniert hat. Selbst wenn man nach der Devise „Low-Tech“ an die Gebäudetechnik herangehe, „kommen die Leitungsbündel wie von selbst“. Hier wünschte sich Birnbaum, dass „Gebäudetechniker lernen, wie Denkmalpfleger zu denken“.

Thomas Dempwolf
Restauratoren im Handwerk / Verband der Restauratoren
Thomas Dempwolf ist sowohl Mitglied bei den Restauratoren im Handwerk als auch im Verband der Restauratoren und möchte „den Blick weiten über die eigene Berufsgruppe hinaus“. Es sei unbestritten, dass man zusammenarbeiten müsse und zwar auf der Grundlage eines gemeinsamen Verhaltenskodexes, nach dem sich alle Beteiligten richten müssten. In der Baudenkmalpflege gebe es fast immer eine Bandbreite von Entscheidungsmöglichkeiten, wobei die Hauptgefahr von Eingriffen nicht-qualifizierter Unternehmen ausgehe. Für Dempwolf ist auch die Pflege von handwerklichen Fähigkeiten wichtig. An den Hochschulen sei oft problematisch, dass die Studenten aus der „kleinen Stube der Wissenschaft kommen und keine Ahnung haben von dem, was auf der Baustelle passiert“.

Anja Romanowski
European Confederation of Conservator-Restorers‘ Organisations E.C.C.O.
Anja Romanowski, seit kurzem im Amt der Generalsekretärin des europäischen Dachverbandes E.C.C.O., sprach über „Kulturerbe als eine strategische Ressource für ein nachhaltiges Europa“. Sie stellte die von E.C.C.O. definierten Kompetenzen für den Zugang zum Beruf Restaurator vor und beschrieb den Restauratorenberuf als „praktizierte Ethik“. „22 europäische Staaten bekennen sich zu diesen Standards“, sagte Romanowski. „Sie sollen lokal und europäisch verbindlich gemacht werden. Wir dürfen unseren Anspruch nicht zurückschrauben, sonst repariert Europa bald nur noch!“

Bericht zur jüngsten VDR-Umfrage:
Die Situation der Restauratoren in Deutschland

Olaf Schwieger
Verband der Restauratoren
VDR-Vizepräsident Olaf Schwieger präsentierte die Ergebnisse der im Februar durchgeführten Mitgliederbefragung* mit knapp 800 Teilnehmern. Die Studie fragte danach, wie sich die Situation der Restauratoren in Deutschland darstellt und ob es Korrekturbedarf an den Rahmenbedingungen gibt.
Wie Schwieger veranschaulichte, ist der Anteil der Frauen über die Jahre deutlich angestiegen bei gleichzeitig zunehmender Akademisierung. An der Umfrage haben sich 76% Frauen und 24% Männer beteiligt. 95% der Befragten haben dabei einen akademischen Abschluss, die Mehrheit davon ein Diplom, fast 4% sind promoviert. Einige Fachbereiche sind besonders beliebt. Dies sind Gemälde/Polychrome Bildwerke (34,41%), Wandmalerei und Architekturoberflächen/-farbigkeit (18,52%) sowie Möbel und Holzobjekte (17,13%). Das Umfrageergebnis bestätigt zudem, dass es mehr Selbstständige (37%) als Angestellte (29%) gibt. Die Selbständigen arbeiten hierbei überwiegend als Freiberufler und oft als „Einzelkämpfer“.

Was die Umfrage in recht markanter Weise belegt, ist die zu geringe Bezahlung von Restauratoren. „Mich hat erstaunt, dass es kaum Restauratoren gibt, die 70 Euro oder mehr verlangen“, sagte Schwieger. „Der durchschnittliche Stundensatz von selbständigen Restauratoren in Deutschland liegt bei 44 Euro!“ Ein höheres Jahresgehalt würde bei den Selbständigen über Mehrarbeit erzielt. Bei den Angestellten seien die meisten Restauratoren in Entgeltgruppe EG 9 eingruppiert, rund 35% arbeiten zusätzlich selbstständig. „Diese Fakten sind erschütternd. An Verbesserungen muss man arbeiten. Zumindest im Öffentlichen Dienst sind in näherer Zukunft einige Höhergruppierungen zu erwarten“, erläutert er. „Die neuen Tarifverträge empfehlen – auch dank Mitarbeit des VDR – die Entgeltstufe 13.“ Dies sei ein kleiner Erfolg. Wie jedoch zu erwarten, seien viele Restauratoren durch ihre finanzielle Situation frustriert: In Schulnoten von 1 bis 6 wird die Bezahlung/Vergütung von den Umfrageteilnehmern mit einer 3,5 bewertet. Bei den Angestellten geben 64% an, dass sie unzufrieden mit der Eingruppierung/Bezahlung sind. 80% wünschen sich eine Honorarempfehlung durch den VDR. Eine solche plane der VDR auch umzusetzen.

Neue Tarifverträge, die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse (KSK) oder den Ingenieurkammern könnten die finanzielle Situation mildern (75% der Befragten will in die KSK; 57% bekundet Interesse am Versorgungswerk der Ingenieurkammern). Was Schwieger erbaut: „Trotz oder wegen der angespannten Situation sind auch viele junge Menschen im VDR.“ Dabei wird die VDR-Arbeit den Umfragewerten zufolge als recht gut bewertet. Die Berufspolitik sei den meisten sehr wichtig: 40% sagen, der VDR soll inhaltlich so weiter machen wie bisher, 50% wünschen sich mehr Berufspolitik. Ein Berufsschutz (wie ihn der VDR seit Jahrzehnten fordert) wird von 65% als dringend notwendig erachtet. „Den Wünschen unserer Mitglieder versuchen wir als Ehrenamtliches Präsidium natürlich nachzukommen.“

*Die umfassende Auswertung der Umfrage wird in der Begleitpublikation der Tagung FORWARD Ende 2017 veröffentlicht.