Rundbrief Oktober 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, Trari-trara, der Herbst ist da! Wir wollen Ihnen noch kurz und knapp die Informationen aus der Interessengruppe der Selbständigen Freiberufler im VDR – IGSF mit auf den Weg geben. 1. Fortbildungen für Selbständige Beide Fortbildungsformate, das Vergaberechtsseminar und das Existenzgründerseminar, wurden 2017 leicht verändert durchgeführt. Das […]

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
Trari-trara, der Herbst ist da! Wir wollen Ihnen noch kurz und knapp die Informationen aus der Interessengruppe der Selbständigen Freiberufler im VDR – IGSF mit auf den Weg geben.

1. Fortbildungen für Selbständige
Beide Fortbildungsformate, das Vergaberechtsseminar und das Existenzgründerseminar, wurden 2017 leicht verändert durchgeführt. Das VergabSem und auch das ExSem waren wieder gut besucht! Die beiden Arbeitsgruppen innerhalb der IGSF leisten hier tolle Arbeit und sind schon dabei 2018 vorzubereiten – wieder mit kleinen und großen Veränderungen und Verbesserungen.

2. Praktikantenvertrag
Wir freuen uns, Ihnen diesen seit Langem und vielfach erbetenen Service jetzt liefern zu können: Gemeinsam mit den RIAs und der Geschäftstelle wurde ein Muster für Praktikantenverträge erarbeitet. Dieses wurde von einem Rechtsanwalt geprüft und steht Ihnen hier zum Download bereit. Wir hoffen, Sie nutzen dieses Angebot intensiv. Jedes Atelier kann auch umstandslos Teile verändern, so wie es den betrieblichen Umständen entspricht. Wir erheben selbstverständlich keinen Anspruch auf „Urheberrechte“.

3. Umfrage und Stundensätze
Herzlichen Dank an alle, die an der Umfrage des VDR zur beruflichen Situation von Restauratoren Anfang des Jahres 2017 teilgenommen haben. Sie haben dazu beigetragen, dass wir jetzt – erstmals in der Geschichte der Restauratorenschaft – eine breite Datenbasis haben, mit welchen wir nun arbeiten können. Die damals von uns erarbeiteten Fragen bezogen sich im Kern auf die Einkommenssituation von Restauratoren. Sie wurden in die große, insgesamt noch breiter angelegte VDR-Umfrage integriert. Die Auswertung benötigt nun noch etwas Zeit. Wir arbeiten dran und werden Ihnen im November in Köln die Ergebnisse präsentieren. Sie alle dienen einem Ziel, einer großen Frage: Soll der VDR Honorarsätze für restauratorische Leistungen empfehlen – oder gar vorgeben? Die Meinungen hierzu gehen weit auseinander, sehr viele jedoch wünschen sich eine Verbandsaussage dazu.

4. Jahrestreffen
Dieses Jahr findet im Herbst die große Mitgliederversammlung des VDR zeitgleich mit der Messe in Köln statt. Sie können sich schon jetzt das vorausgehende Treffen der Interessengruppe der Selbständigen vormerken:
Treffen am Samstag, den 25. November 2017 ab 8:30 Uhr auf der Messe EXPONATEC (Konferenzraum 1-2). Die Tagesordnung und weitere Infos lassen wir Ihnen rechtzeitig zukommen.

5. Neue Arbeitsgruppe
Es hat sich ein 5-köpfiges Team für ein neues Seminar „Baustellenmanagement“ zusammengefunden. Wenn Sie Interesse haben mitzuarbeiten, melden Sie sich gerne bei uns: freie(at)restauratoren.de

6. Rentenversicherungspflicht
Erstmalig ist ein freiberuflicher Kollege von seinem Auftraggeber gehalten worden, selbst zu prüfen, ob seine Tätigkeit der Beitragspflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung unterliegt. Wir empfehlen, dies unbedingt zu tun. Es gibt mehr und mehr selbstständige Berufsgruppen, die gesetzlich verpflichtet sind, der Rentenversicherung beizutreten, z.B. wenn eine gleichzeitige Festanstellung besteht oder eine Lehrtätigkeit ausgeübt wird oder wenn überwiegend für einen Auftraggeber gearbeitet wird. Die Kriterien dafür finden Sie bei der Deutschen Rentenversicherung.
Zum Thema Scheinselbstständigkeit, was nicht dasselbe ist, hatten wir uns im IGSF Rundbrief vom 14.12 2016 bereits ausführlich geäußert.

7. „kaputt und … zugenäht“
Im letzten Rundbrief haben wir von dieser umstrittenen Fernsehsendung berichtet. Das Präsidium hat sich dafür eingesetzt, solchen Darstellungen unseres Berufs einen Riegel vorzuschieben. Das Fernsehen macht leider weiter wie bisher: In der aktuellen Staffel des ZDF wird immer noch ein Zerrbild unseres Berufsbildes gezeichnet.
Welche Bandbreite an individueller Ausgestaltung der eigenen Berufspraxis erlauben unser Selbstverständnis und unsere Berufsordnung? Und wo verläuft die rote Linie, hinter der ein Verband, der sich und seine Aufgabe ernst nimmt, initiativ werden muss? Ab wann beschädigt ein Mitglied den Ehrenkodex der Restauratoren derart, dass man über Ausschluss nachdenken muß? Die IGSF fühlt sich hier gefordert, einige bei uns finden einen Ausschluss angemessen, andere zögern.
Wir freuen uns über Rückmeldungen zum Thema.

8. Vergaberechtsgruppe
Im Vergaberecht haben sich – neben vielem, was bisher schon nicht verstanden wird – tiefgreifende Änderungen ergeben. Die meisten davon firmieren unter dem Titel „Unterschwellenvergabeordnung“ (UVgO). Viele Details in Vergabeverfahren ändern sich dadurch – auch noch unterschiedlich je nach Bundesland. Eine Gruppe erfahrener Selbständiger hat sich deshalb in einer Arbeitsgruppe zusammengetan. Deren erklärte Absicht ist es, in einem auf mehrere Jahre angelegten Prozess letztendlich zu tragfähigen Empfehlungen für restauratorische Leistungen zu kommen. Hierzu soll auch der Austausch mit den Denkmalämtern gesucht werden.

9. Tag des offenen Denkmals
Diese Veranstaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hat von Jahr zu Jahr bessere Besucherzahlen. Bereits viele unserer Kollegen beteiligen sich aktiv an Führungen und stellen unsere Arbeit den wirklich interessierten Besuchern vor. Es gibt wenige Anlässe, die so wunderbar dazu geeignet sind wie dieser, unsere Tätigkeit vor breitem Publikum zu bewerben. Und es ist erstaunlich, wie wenig diese Möglichkeit bisher genutzt wird. Wir verschenken damit eine wertvolle Chance. Bitte denken Sie im Lauf des kommenden Jahres schon darüber nach, was Sie 2018 zeigen könnten, sprechen Sie die Eigentümer direkt an und nehmen Sie Kontakt mit den örtlichen Organisatoren auf. Positive Resonanz beim Publikum können wir Ihnen schon jetzt verbindlich zusichern – wir haben es ausprobiert.

10. Jugendbauhütten
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Einsatzstelle für einen Jugendlichen aus dem Freiwilligen Sozialen Jahr zu werden? Junge, an Denkmalarbeit interessierte Menschen, machen zunehmend als Berufsorientierung ein Jahr bei Museen, Archiven und auch Restauratoren. Die Einsatzstellen haben die Jugendlichen für ein Jahr in Ihrer Werkstatt/ Atelier, die Vergütung für die FSJler beträgt Euro 310,-. Die anfallenden Kosten für die Sozialabgaben inkl. deren Meldungen, Beiträge zur Berufsgenossenschaft übernimmt in Trägerschaft die ijgd. Nicht alle dieser Jugendlichen werden unbedingt Restaurator. Besonders für die Kollegen, die noch nicht die volle Verantwortung übernehmen wollen, jemanden ‚studiumsreif’ auszubilden, wäre dies eine gute Alternative. Und der Keim für das Verständnis guter restauratorischer Arbeit würde fürs Leben gesetzt. Nachfragen bitte bei Silke Strauch, Deutsche Stiftung Denkmalschutz oder bei Caroline Weiss!

11. Akademische Restauratoren und Handwerk
Wieder hat es eine Gliederung des Handwerks geschafft, der nunmehr langen Geschichte von Konflikten einerseits und Befriedungsversuchen andererseits ein neues, leider recht trübes Kapitel hinzuzufügen. Unser Fachkollege Ilja Streit wird von einer Versorgungskasse der Steinmetze auf Zahlung und Mitgliedschaft verklagt. Wir haben berichtet, im Newsletter konnten Sie davon lesen, unser VDR-Präsidium hat finanziell migeholfen. Sein Prozess ist nun angesetzt auf den 15. November 2017, er geht uns alle an. Man muss es leider lesen als das, was es ist: ein Angriff auf unseren – freien! – Beruf. Drücken wir dem Kollegen Streit alle Daumen – die IGSF bleibt dran.

12. Messe Köln und Tagung
Zum Auftakt der Tagung „Trompe-l’œil – Illusion und Wirklichkeit“ in Köln lädt das Deutsche Nationalkomitee anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres „Sharing Heritage 2018“ zum Festempfang am Abend des 23. November ein. Sie können sich dort unkompliziert mit ihrer Voranmeldung „selbst einladen“. Es würde uns gut anstehen, dort zahlreich Gesicht zu zeigen. Wir freuen uns, Sie dort anzutreffen!

13. Messepräsenz in Köln
Bei dem letzten Messeauftritt des VDR waren wir nicht glücklich mit der Außendarstellung insbesondere der selbstständigen Restauratoren. Da wir uns nicht überzeugend vertreten gefühlt haben, haben wir der Geschäftstelle unsere Mithilfe angeboten. Nun wollen wir an Sie den Aufruf richten, aktiv die Vertretung der IGSF mitzugestalten. Wenn Sie Zeit und Lust haben, bieten Sie doch bitte Ihre Hilfe bei der Besetzung des Messestands in Köln 2017 und Salzburg 2018 an. Zusammen lässt sich vieles leichter schaffen. Sie können das selbstverständlich direkt über die Geschäftsstelle tun, wir würden uns aber freuen, wenn Sie sich in unseren Kreis einbringen, der dann dort unsere Leistungsfähigkeit – auch im handwerklichen Umfeld dieser Messen – überzeugend kommunizieren möchte.

14. FKR e.V. – Aufruf zur Mithilfe
Zuguterletzt bitten wir Sie, unserem Förderverein, den leider bislang kaum jemand kennt, aktiv unter die Arme zu greifen. Der Förderkreis Konservierung Restaurierung e.V. ist der – im Unterschied zum VDR selbst – gemeinnützige Verein, der sich die Popularisierung unserer Aufgaben auf die Fahne geschrieben hat: die wissenschaftliche Restaurierung voranzubringen, in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und zu fördern.

Sie haben jetzt die Gelegenheit, mit geringem persönlichem Einsatz mitzuhelfen, dass dieser seine Kasse füllen kann. Die DiBa-Bank macht eine Werbeaktion, die geht so: Gemeinnützige Vereine werben auf einem eigens dafür eingerichteten Portal dafür, dass möglichst viele Mitglieder und Freunde für sie stimmen. Die je 200 erstplatzierten Vereine (in insgesamt fünf Größenkategorien) erhalten dann als Prämie jeweils 1.000,– € für ihre Vereinskasse. Ricarda Holly, die Vorsitzende des FKR, hat diese Möglichkeit aufgetan.Weil „stimmen für“ in der grassierenden Denglish-Kultur jetzt anders heißt, bitten wir Sie: Helfen Sie der Vereinskasse des FKR! Selten kann man mit so weng Einsatz soviel Gutes tun. Voten Sie für den FKR!!
Ab sofort heißt es: Stimmen sammeln! Denn die 1.000 Vereine, die bis zum 7. November 2017 um 12 Uhr die meisten Stimmen haben, können sich über eine Spende von je 1.000 Euro freuen. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, es tut nicht weh und dauert nur wenige Minuten… JETZT!

Auch im Namen aller anderen Aktiven
grüßen wir Sie ganz herzlich als SprecherInnen der IGSF
Ines Frontzek
Eberhard Roller
Caroline Weiss